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Connections in die Eifel (Teil 1.2)




2. Studentenzeit

Wir schlossen unsere Schulzeit mit dem Abitur ab. Ich beschloss ein Studium als Maschinenbauingenieur an der Technischen Hochschule in Aachen aufzunehmen. Filip dagegen folgte einer Ausbildung zum Innenarchitekten an einer Fachhochschule in Köln.
Zum ersten Mal in unserem Leben trennten sich unsere Wege. Die ersten zwei, drei Monate waren richtig hart. Dann fanden wir unseren Rhythmus und Dank der ausgezeichneten Zugverbindungen zwischen Köln und Aachen sahen wir uns auch immer wieder in der Woche. Er kam zu mir oder ich zu ihm. Das war auch nötig, denn während den Wochenenden zu Hause waren wir nie wirklich ungestört und wir mussten uns immer irgendein stilles Plätzchen suchen um unsere sexuellen Bedürfnisse auszuleben. Bei Wind, Regen und Kälte irgendwo draußen herumvögeln ist jedoch nicht gerade die Erfüllung. In unseren jeweiligen Studenten-WG’s wo wir damals lebten, störte es jedoch keinem wenn wir zusammen vögelten, auch wenn es mal lauter und wilder zuging. Die anderen Kommilitonen machten es ja auch so, wenn auch mit ihren jeweiligen Freundinnen oder Bekanntschaften. Wir waren in diesem Sinne die Nutznießer der 68-iger Generation. Freie Liebe hieß das Moto. Ob Hetero, Schwul oder Bi spielte da keine große Rolle. Ficken und gefickt werden was das Zeug hielt gehörte in den entsprechenden WG’s zum Lebensstil.

Das Leben in der Stadt kam uns Naturburschen aus der Eifel sowieso wie ein Leben im Paradies vor. Dort gab es schwules Leben. Es gab schwule Studentengruppen, es gab schwule Kneipen, Bars und Klubs und nicht zuletzt, es gab schwule Partys. Kontakte waren jetzt viel einfacher und nicht mehr das Resultat eines mehr oder weniger glücklichen Zufalls.
Wir haben unser Studium durchaus ernst genommen, uns aber beide auch kopfüber ins schwule Leben gestürzt. Wir haben rein gar nichts anbrennen lassen und unser Sexualleben war, gelinde ausgedrückt, sehr rege. Unsere Erfahrungen wurden sehr schnell und gründlich erweitert. Wir lernten Dinge kennen von denen wir bis dahin keine Ahnung hatten. Als diese Einflüsse und Erkenntnisse sogen wir, wie ein Schwamm, in uns auf. Wir lernten schnell und gut.

Nicht abzustreiten ist, dass die Aids-Problematik uns schlagartig einholte. Uns wurde bewusst, dass diese Krankheit sehr ernst zu nehmen war. Ich und Filip schworen uns gegenseitig nie ungeschützten Sex mit anderen Kerlen zu haben und dass es nur zwischen uns Beiden zu kondomfreien Sex kommen durfte. Ein Versprechen, dass wir nie gebrochen haben, selbst wenn es in der Hitze der Aktion auch manchmal nicht ganz so einfach war und der Schwanz dem Kopf das Kommando streitig machte. Wir sind bis heute stolz darauf dieses gegenseitige Versprechen respektiert zu haben.

Diese ganze Entwicklung in unserem Leben führte dazu, dass wir uns inzwischen unserer schwulen Identität bewusst wurden. Es fiel uns immer schwerer unseren Eltern gegenüber praktisch ein Doppelleben zu führen. Wir mussten uns „outen“.
Wir haben lange beraten, wann, wo oder wie wir das anstellen sollten. Uns war ziemlich mulmig bei der Sache. Doch beschlossen wir schließlich am gleichen Tag, zu etwa gleicher Zeit unsere jeweiligen Eltern zu informieren. Und so geschah es denn auch.
Irgendwie waren wir beide von der Reaktion der Eltern überrascht. Sie fielen nicht aus allen Wolken. Sie brachen zwar nicht gerade in Jubel aus, reagierten aber relativ verständnisvoll.
Es hat nur wenig Zeit gebraucht und sie konnten völlig entspannt und offen mit unserem Schwulsein umgehen. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass unsere Eltern schon eine gewisse Ahnung hatten und sogar auch gemeinsam darüber gesprochen hatten.

Hier zeigt sich übrigens ein wesentlicher Charakterzug der Eifelbevölkerung.
Zuerst meint der Eifeler: „Dat is nit normal!“ und lehnt ab.
Wenn dem Eifeler dann eine klare, aber trotzdem auch respektvolle Reaktion im Sinne des Beharrens auf eine Sicht der Dinge entgegengesetzt wird, beginnt er ganz langsam und bedächtig seine Position zu überdenken um dann zu dem Schluss zu kommen: „Wenn et so is, dann is et so“.
Aber der Eifler bleibt nicht auf halbem Weg stehen. Nur, er rückt seine Welt zurecht indem er sinniert: „Wenn et so is, dann is dat ooch normal“ und „wenn dat normal is, dann is dat ooch joot“.
So pragmatisch ist der Eifler eben. Diese Eigenschaft hat ihn in Jahrhunderte dem rauhen Klima und den kargen Existenzmöglichkeiten trotzen lassen, bis heute!

Wir waren jedenfalls froh, dass das Versteckspiel endlich beendet war. Auch die weitere Familie regierte nach einer gewissen Gewöhnungszeit positiv. Der weiteren Öffentlichkeit haben wir unser Schwulsein nicht auf die Nase gebunden, uns aber auch nicht versteckt. Bis auf ganz wenige Ausnahmen haben wir keine negativen Auswirkungen zu spüren bekommen.

Als ich nach Aachen kam, erschien mir damals die Stadt ein schwules Mekka zu sein. Doch inzwischen wurde mir bewusst, dass es dort nur ein bescheidenes schwules Angebot gab. Sicher, es gab die eine oder andere Kneipe und Party aber ein so genanntes „Nachtleben“ gab es praktisch nicht.
Ich hatte eigentlich keine Probleme Sexpartner zu finden. In punkto Gruppe, was sich bei mir als Beuteschema mauserte, war aber wenig los. Ab und an gab es schon mal einen Dreier. Eine Sexparty war aber eine totale Seltenheit.
Filip hatte in Köln da schon ganz andere Möglichkeiten. Bars, Kneipen und Clubs gab es eine ganze Anzahl und damit verbunden ein reges „Nachtleben“. Man kann sagen es gab in Köln eine ganze schwule Infrastruktur die jeden Wunsch erfüllte. Filip, der genau wie ich, zunehmend auf Gruppensex stand hatte da viel weniger Probleme geeignete Partys zu finden. Und sollte das mal nicht klappen, gab es noch immer einen Sexclub, eine Sauna oder ähnliches wo etwas abging.
Die Folge aus dieser Situation war die, dass Filip nur noch selten nach Aachen kam, ich dafür aber umso öfter zu ihm nach Köln fuhr.
Es pendelte sich ein, dass ich freitags nachmittags den Zug nahm und zu ihm fuhr. Abends und samstags machten wir Party uns sonntags fuhren wir zu Besuch in die Eifel. Wir verbrachten nur noch selten ein ganzes Wochenende bei unseren Eltern. Dadurch, dass Filip einen kleinen Gebrauchtwagen von seinen Eltern erhielt wurde das Ganze noch leichter. Wenn wir dann sonntags abends zurück nach Köln fuhren, blieb ich die Nacht über bei Filip und reiste dann montags morgens per Zug nach Aachen.
Auch ergab sich eine andere Entwicklung: mir und Filip brachten Sexdates mit wechselnden Partner nicht mehr wirklich die Erfüllung. Wir genügten uns selbst, wobei wir, sobald wir zusammen waren, uns ausgiebig gegenseitig verwöhnten. Ein zusätzlicher Kick bereiteten uns aber eindeutig Gruppensexerlebnisse.
Aus diesen Erkenntnissen heraus trafen wir eine, bis heute gültige, Entscheidung: uns gibt es nur noch im Doppelpack. Einzeldates von und mit uns gab es ab damals und gibt es auch heute nicht mehr. Eine Entscheidung die wir nie bereut haben !
Wir haben ausgiebigen, geilen und erfüllenden Sex miteinander und regelmäßig zusammen, mit weiteren Partnern ausgelassene sexuelle Erlebnisse, also mindestens als Dreier und meistens noch in größerer Runde.

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