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Geschehnisse – Teil1




Vorbemerkungen:

1. Es geht nicht sofort “zur Sache”

2. Wenn ihr/Sie meine Geschichten nicht mögt/mögen, dann laßt es mich wissen.

Denn -ganz ehrlich- die Resonanz auf meine Geschichten fällt doch ein wenig “mau” aus.

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Geschehnisse -Teil 1

Oder: Wie das Leben so spielt

Klaus und Bernd, genannt Berni, waren das, was man alte Freunde nennt. Sie hatten 7schon die Schulbank miteinander gedrückt und ihre diversen Streiche gemeinsam begangen, wie weiland Max und Moritz. Sie hatten nach der Schule im selben Betrieb Dreher gelernt, mit der gleichen Note abgeschnitten und waren auch nach ihrer Ausbildung zusammengeblieben.

Als es an der Zeit und schicklich war, machten sich beide auf die Suche nach einer Lebensgefährtin, die sie dann auch in Gestalt von Heike und Petra fanden. Die beiden Mädchen waren ebenfalls verschworene Freundinnen und so war es eigentlich selbstverständlich, daß Klaus und Petra und Berni und Heike Doppelhochzeit feierten.

Nur der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß die beiden jungverheirateten Paare zur selben Zeit im selben Haus und auf derselben Etage eine Wohnung fanden.

Klaus und Berni waren fleißige Arbeiter und da auch Heike und Petra ihren Beruf nicht aufgegeben hatten, ging es den beiden Paaren finanziell recht gut. Bald schon waren die Wohnungen gut eingerichtet und es stand jeweils ein Auto vor der Tür. Und das zu einer Zeit, als solcher ‘Wohlstand noch nicht selbstverständlich war.

Nach einem ersten gemeinsamen Urlaub, den sie im herbstlichen Tirol verbrachten, stellte Petra fest, daß sie ein Kind erwartete und im Juni des folgenden Jahres wurde Klaus stolzer Vater eines strammen Jungen. Heike und Berni ließen sich etwas mehr Zeit; doch schon im folgenden März brachte Heike eine ‘strahlend schöne Tochter, so jedenfalls Bernis Kommentar, zur Welt.

Klaus und Berni hatten wegen der diversen Feiern jedesmal schwere Tage und Nächte zu überstehen, was sie aber nicht hinderte, mit stolzgeschwellter Brust umherzulaufen, wobei Klaus noch ein bißchen stolzer war, als Berni, denn immerhin hatte er einen ‘Stammhalter zuwege gebracht. Bei so viel Gemeinsamkeit aber und weil es so gut paßte, war es kein Wunder, daß die beiden Väter ihre beiden Lüttjchen, Britta und Markus, schon als Paar sahen.

Einmal auf den Geschmack gekommen, sollten den beiden Kindern schon bald Geschwisterchen folgen, doch trotz eifriger ‘Bastelei wollte sich bei beiden Paaren weiterer Kindersegen nicht einstellen.

Das tat dem jungen Glück aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Petra und Heike konnten sich nicht über mangelnde Zuwendung beklagen und Klaus und Berni hatten in ihnen nicht nur liebevolle Ehefrauen, sondern auch überaus willige und fast allzeit bereite Bettgenossinnen.

Die beiden, Klaus und Berni, waren Glückspilze und sie wußten es auch. Zwar mußten sie es wegen des Ausfalles des Verdienstes ihrer Frauen finanziell etwas langsamer angehen lassen, auf der anderen Seite wurden sie dafür durch ein überaus harmonisches Familienleben mehr als entschädigt.

Doch -alte Lebensweisheit- gibt es kein ungetrübtes Glück. Der Betrieb, in dem Klaus und Berni arbeiteten, ging nach dem Tod ihres Senior-Chefs in die Hände seiner Kinder über, die, von keiner Sachkenntnis getrübt, das Unternehmen entscheidungsfreudig übernahmen. Daß es falsche Entscheidungen waren, die getroffen wurden, wurde erst offenbar, als die Firmenleitung Konkurs anmelden mußte. Klaus und Berni waren plötzlich arbeitslos.

Was tun?

“Selbständig machen” lautete die Lösung. Eigene Chefs sein!

Doch vor solchen Zustand haben die Banken das Wort ‘Sicherheit gesetzt und die berufsständischen Vereinigungen das Wort Meister. Also setzten Klaus und Berni sich zunächst nochmal auf den Hosenboden und bauten unter Inanspruchnahme aller Ersparnisse -Unterstützung durch das Arbeitsamt war seinerzeit ein Fremdwort- ihren Meister.

Die eine Hürde war genommen; an der von den Banken errichteten, scheiterten sie. Doch das Schicksal hatte ein Einsehen. Klaus und Berni hatten, auf ihr Glück vertrauend, eine Lotto-Gemeinschaft gegründet und einmal wöchentlich gaben sie ihren sorgfältig ausgefüllten Tippschein ab.

Das Glück ließ sich nicht lumpen und bescherte den beiden relativ kurz nach bestandener Meisterprüfung sechs Richtige. Eine Zentnerlast fiel den beiden von der Brust, doch drehten die beiden Familien in ihrem verständlichen Jubel nicht durch .

“Bevor wir irgendwas tun, müssen wir erst die Quote abwarten,” hieß es, was sie aber nicht daran hinderte, eine Flasche Sekt zu öffnen und sich gegenseitig zu gratulieren.

Die Zeit bis zum Dienstagabend zog sich zähflüssig wie Sirup dahin. Wenn doch nur der ‘Mann mit dem Scheck bald käme. Er kam. Und als er wieder ging, saßen Berni und Heike, Petra und Klaus wie betäubt in ihren Sesseln.

Der Scheck, der ihnen mit den herzlichsten Glückwünschen überreicht worden war, lautete auf eine Million Mark. In Zahlen: 1.000.000,– Deutsche Mark! Höchstgewinn!

Es dauerte einige Zeit, bis die vier die Tatsache endlich realisiert hatten. Und dann begannen sie, vor Begeisterung wie toll umeinander herumzuhüpfen, sich zu umarmen, sich zu küssen und wieder zu tanzen. Alle Sorgen sollten nun ein Ende haben, ein Fest sollte gefeiert, die “Sau” ‘rausgelassen werden. Einmal im Leben so richtig auf die “Pauke” wollte man “hauen”.

Berni war es, der als erster auf den Boden der Tatsachen zurückfand. Zur Ehre der anderen sei gesagt, daß er es nicht schwerhatte, sie zu überzeugen.

Erst mal abwarten, ob der Scheck auch eingelöst werde, meinte er, er glaube an den Reichtum erst, wenn er die Zahl schwarz auf weiß auf seinem Kontoauszug sähe.

Lange Rede, kurzer Sinn: Natürlich war der Scheck der Lotto-Gesellschaft gedeckt und natürlich wurde das Geld je zur Hälfte auf den Konten der beiden Familien gutgeschrieben. Und, oh Wunder, plötzlich war die Bank bereit, die Selbständigkeit der beiden zu finanzieren.

Klaus und Berni bedankten sich höflich und eröffneten den Bänkern, daß man, wenn überhaupt, ab sofort mit einer anderen Bank zusammenarbeite. Sie hatten die überhebliche Behandlung, die man ihnen hatte zuteil werden lassen, nicht vergessen. Sie ließen sich -Rache des kleinen Mannes- auch nicht durch noch so viele freundliche Worte und noch soviel schmalziges Gesülze davon abhalten, noch am selben Tag ihre Konten aufzulösen und die stattlichen Guthaben auf eine andere Bank zu transferieren.

Klar, daß die vier zusammen mit ihren Kindern nun erst mal einen langen Urlaub antraten. La bella Italia! Klar auch, daß sie sich danach ein dickeres Auto vor die Tür stellten und ihre Wohnungen neu einrichteten. Aber das war es dann auch schon.

Klaus und Berni gründeten eine Firma, an der sie je zur Hälfte beteiligt waren und sie arbeiteten wieder. Nein, eigentlich arbeiteten sie nicht, sie malochten. Diesmal aber für sich. Zwei Jahre dauerte es, bis sie sich im Markt etabliert hatten und dann ging es nur noch bergauf.

Den Sinn für die Realitäten behaltend und von einem gesunden Risikobewußtsein unterstützt, prosperierte die Firma. Nach weiteren zwei Jahren -die Kinder gingen nun schon zur Schule- hatten die beiden es endgültig geschafft. Sie beschäftigten nun fünfundzwanzig Arbeitnehmer, waren aus angemieteten Betriebsräumen in eine eigene, kleine Fabrik umgezogen und hatten ihr Vermögen verdoppelt.

Nun konnte man auch daran denken, für sich selbst etwas zu tun. Nach vielen Überlegungen kaufte man sich draußen, weit vor der Stadt, in abgeschiedener, dörflicher Umgebung ein schönes, großes Grundstück, auf dem gebaut werden sollte. Und da man die liebgewordene Gewohnheit Tür an Tür zu wohnen nicht aufgeben wollte, wurde statt zweier Bungalows ein großes Doppelhaus gebaut. Ein Haus, in dessen jeweiligen Eingangsbereichen eine Verbindungstür nach “nebenan” eingebaut wurde. So konnte man sich ohne Schwierigkeiten gegenseitig und im Fall der Fälle quasi trockenen Fußes besuchen.

Wenn das Schicksal einem soviel Gutes widerfahren läßt, besteht die Gefahr, daß man sich daran gewöhnt und es als selbstverständlich hinnimmt. Doch wie war das mit Schiller und den Mächten des Geschickes, mit denen kein ewiger Bund zu flechten sei? Das Unglück schritt; zwar nicht schnell, eher langsam und auf leisen Sohlen, aber es schritt.

Es bahnte sich über Jahre hinweg an und schlug zu, kurz und trocken, als Britta noch vierzehn und Markus fünfzehn waren. Vierzehn und fünfzehn waren sie und die seinerzeitigen Visionen der Väter, daß die beiden Kinder einmal ein Paar werden würden, schienen sich zu erfüllen. Britta und Markus waren unzertrennlich.

Eine Entwicklung, die noch dadurch unterstützt worden war und wurde, daß die beiden die gleiche Schule besuchten und es in dem Dorf, in dem sie lebten, kaum gleichaltrige Kinder gab. Die jüngere Dorfbevölkerung nämlich war, dem Trend der Zeit folgend, in die aufstrebende Stadt übergesiedelt; näher hin zu den Arbeitsplätzen und in modernere Wohnungen.

Britta -als frühreif zu bezeichnen- hatte schon mit zwölf ihre Periode bekommen und nun, mit dreizehn, war es auch rein äußerlich nicht mehr zu übersehen, daß sie ein Mädchen war. Ihre Oberbekleidung wölbte sich -lieblich anzusehen- zunehmend und erste Härchen stießen gegen ihre Höschen. Dazu wurde sie regelmäßig und in zunehmendem Maß von seltsamen Gefühlen, die sie sich nicht erklären konnte, und einer Art innerer Unrast erfaßt.

Mit Heike, ihrer Mutter, sprach sie nicht darüber. Britta ahnte, nein wußte, daß diese andere Sorgen hatte. Zwar hatte sie Heike von ihrem ersten ‘Unwohlsein berichten müssen und diese hatte auch zutreffende Erklärungen und Verhaltensmaßregeln gegeben. Das Ganze war aber so unpersönlich gewesen, daß Britta sich des Gefühls mit ihren Problemen allein gelassen zu werden nicht erwehren konnte. Das hatte zur Folge gehabt, daß sie sich noch enger an Markus anschloß.

Es hatte jedoch auch noch etwas anderes begonnen; und zwar schon viel früher.

Mit zunehmendem geschäftlichen Erfolg mußten Berni und Klaus immer öfter reisen und waren auch sonst ob ihrer vielen Arbeit abends zunehmend geschafft und müde. Kurz, sie vernachlässigten ihre Ehefrauen. Und das gerade zu einem Zeitpunkt, in dem sie sexuelle Zuwendung so nötig brauchten, wie das tägliche Brot. Petra und Heike, zu der Zeit gerade Anfang der Dreißiger, standen, wie man so schön sagt, voll im Saft. Und das nicht nur im übertragenen Sinne, sondern geradezu buchstäblich. Sie waren permanent erregt, dauergeil sozusagen und nicht selten kam es vor, daß sie zweimal am Tag neue Höschen anziehen mußten, weil das, welches sie morgens anzogen hatten, schon am frühen Nachmittag im Schritt völlig durchgefeuchtet war.

Mit dem untrüglichen Instinkt der Frauen begabt, wußten sie, daß Klaus und Berni sie nicht betrogen und da sie ihre Männer liebten, und ihrerseits nicht betrügen wollten, griffen sie zur Selbsthilfe. Zunächst getrennt, jede für sich, dann aber gemeinsam.

Ein dummer Zufall wollte es, daß Petra beim Einkaufen Eier vergessen hatte. Da sie nicht noch einmal den Weg zum Kaufmann machen wollte, ging sie, in der Absicht, sich ein paar Eier zu borgen, durch die ständig offene Verbindungstür hinüber zu Heike. Obwohl Petra sich rufend bemerkbar machte, erhielt sie keine Antwort. Als sie dann, Heike suchend, in deren Wohnzimmer kam, wußte sie, warum diese nicht geantwortet hatte. Heike hatte nämlich nichts gehört! Warum? Weil sie mit hochgeschobenem Rock und zwischen den Füßen hängendem Höschen mit weit gespreizten Beinen und geschlossenen Augen masturbierend und völlig weggetreten auf ihrer Couch lag.

Petra sah es und wurde bleich. Wilde Geilheit ergriff von ihr Besitz. Ihr Kitzler, dieses so überaus empfindliche Organ, füllte sich augenblicklich mit pulsierendem Blut, rieb sich am Stoff ihres Höschens, in das hinein sie zu nässen begann.

Als sie dann Heike ‘Jaahhh… aaachchc… ficken… einmal wieder richtig ficken wimmern hörte, war es um ihre Beherrschung geschehen. Aufstöhnend faßte auch sie sich zwischen die Beine, sah mit brennenden Augen hinüber zu ihrer Freundin, deren Hand nun wie toll durch den feuchten, naßglänzenden Schlitz fuhr, deren Körper sich mehr und mehr verkrampfte, deren Stöhnen sich zu kleinen spitzen Schreien steigerte und die sich schließlich im Orgasmuskrampf wand.

Als Heike wieder zu sich kam, sah sie Petra vor sich stehen, die Hand im Höschen und es war alles klar. Eingedenk pubertärer gleichgeschlechtlicher Spiele, die den beiden schon früher sehr viel Spaß bereitet hatten, dauerte es nicht lange, bis die vernachlässigten Frauen zueinander fanden und sich schon bald darauf nackt und geil auf dem Boden wälzten. Die eine im Schritt der anderen festgesogen leckten sie sich die Liebesfurchen halb wund und ließen erst voneinander ab, als sie für den Augenblick satt waren.

Von diesem Zeitpunkt an spielten sie diese Spiele öfter und mit zunehmender Leidenschaft vor allem, seit es mit dem Wissen ihrer Männer geschah.

Klaus und Berni waren eines schönen Tages, unerwartet früh und unangemeldet von einer Geschäftsreise nach Hause gekommen und hatten ihre beiden Frauen in trautem und unzweideutigem Beisammensein überrascht. Der Anblick ihrer sich in geiler Leidenschaft im Bett wälzenden, sich gegenseitig streichelnden, leckenden, der stöhnenden, lustschreienden Frauen hatte die beiden so aufgegeilt, daß sie sich in wilder Gier auf sie stürzten und sie nach langer Zeit wieder einmal richtig fickten.

So stark war die Gier gewesen, daß sie erst, als sie abgeschossen hatten, bemerkten, daß sie über die falsche Frau hergefallen waren. Petra und Heike hatten den Irrtum wohl bemerkt, in ihrer Freude über das unerwartete Glück aber nichts weiter getan, als ihre Beine empfangend zu öffnen und sie, als sie die harten Schwänze ihrer Männer stoßend in sich spürten, hinter deren Rücken wieder zu schließen.

Ihre Männer hatten auch nicht bemerkt, daß die beiden Frauen sich während dieses heftigen, wilden Ficks an den Händen faßten, sich mit verschwimmenden Augen ansahen und einander zuflüsterten:

“Ach… ach… das ist geil… du… es ist dein Mann, der mich fickt…”

Da alle Beteiligten einander gut kannten, kam Peinlichkeit erst gar nicht auf. Im Gegenteil, alles löste sich in Wohlgefallen und großem Gelächter auf. Die vier empfanden das, was da per Zufall begonnen hatte, so aufregend schön, daß sie gar nicht auf die Idee kamen, diesen Zustand wieder zu ändern. Schon am nächsten Abend trafen sie wieder zusammen und feierten ein wildes, rauschendes, orgiastisches Fest.

Um ungestört zu sein, erfüllte man den Kindern einen langgehegten Wunsch, der darin bestand, einmal zusammen in einem Zimmer schlafen zu dürfen. So naiv waren die Kinder, daß sie sich ehrlichen Herzens darüber freuten, daß plötzlich erlaubt wurde, was man ihnen immer wieder verwehrt hatte.

Während Heike und Petra in der Haushälfte, die Petra und Klaus gehörte, nach allen Regeln der Kunst verwöhnt wurden und ihre Lust laut herausstöhnten, unterhielten Britta und Markus sich in der anderen Haushälfte noch ein wenig, bevor sie das Licht löschten und sich zum Schlafen auf die Seite drehten. Nicht ahnend, daß man, um nicht überrascht zu werden, die Verbindungstür zwischen den Häusern vorsichtshalber verschlossen hatte.

In der Folgezeit geschah es immer öfter, daß die Kinder in einem Zimmer schlafen durften und an Wochenenden wurde das sogar zur Regel. Denn an Wochenenden ging im jeweils anderen Teil des Hauses die Post ab. Berni und Klaus, durch das Stimulanz von Gruppensex und Partnertausch sexuell wieder so richtig in Fahrt, brachten von ihren Reisen die tollsten Sachen mit: Reizwäsche, Pornofilme auf 8 Millimeter-Schmalfilmen und ohne Ton (Videos gab’s noch nicht), Sex-Magazine und -Bücher, Dildos, Vibratoren und was es in dieser Art sonst noch so gibt. Und alles mußte ausprobiert werden.

Wenn jemand an diesen Abenden und in diesen Nächten durch die herunter-gelassenen Jalousien hätte sehen können, hätte ihn ob der Zügellosigkeit der vier wahrscheinlich der Schlag getroffen.

Was hätte dieser Jemand nicht alles zu sehen bekommen. Zwei mit geilster Reizwäsche (Berni und Klaus mochten das sehr) bekleidete, wunderschöne Frauen, die sich in allen nur denklichen Stellungen ficken ließen, die sich, wenn ihre Männer abgekämpft waren, gegenseitig mit Mündern, Zungen und Händen beglückten. Oralsex war an der Tagesordnung und auch vor analem Sex hatte man schon lange keine Scheu mehr.

Besonders Heike liebte es, von Berni und Klaus zugleich in ihre beiden Liebeslöcher gefickt zu werden. Es war aber nicht so, daß Petra dann zu kurz kam. Oh nein, denn Heike schrie bei solchen Gelegenheiten ihre Lust in Petras saftende Liebesfurche, an deren Liebessaft sie sich delektierte.

Doch das war noch längst nicht alles. Auch geile Pinkelspiele wurden getrieben. Und hier war es besonders Petra, die sich, wenn sie das warme Leibeswasser der drei anderen über ihren Körper rinnen spürte, so heftig mit ihren Händen bearbeitete, daß man glauben konnte, sie zerrisse sich die Möse.

Und so verbrachte man in schönster Eintracht viel Zeit miteinander. Zeit, die man nicht mehr den Kindern widmen konnten. Diese beklagten sich aber nicht. Es war nur so, daß sich Britta und Markus noch enger aneinander anlehnten.

Noch wäre Zeit gewesen, das Unglück zu verhindern. Heike und Petra hätten es als Mütter in der Hand gehabt, wenn sie sich mehr und besser um ihre Sprößlinge gekümmert hätten. Doch zu oft stellten sie ihre eigenen Wünsche und Interessen vor die Interessen ihrer Kinder.

Symptomatisch dafür war etwa folgendes Szenario:

Von einem gemeinsamen Einkaufsbummel aus der Stadt zurückkommend, stellten sie fest, daß die Kinder nicht im Hause waren. Doch anstatt nach ihnen zu sehen, mit der Folge, daß sie spätestens dann “wachgeworden” wären, nahmen sie, geil und sexhungrig, wie sie waren, die Gelegenheit wahr, einander in die Arme zu fallen und ihre Gesichter mit verzehrenden Küssen zu bedecken.

“Faß’ mich an,” schluchzte Petra, die es schon im Auto nicht hatte lassen können, sich verstohlen unter den Rock zu greifen und nun haltlos in Heikes Armen hing, “faß’ mich an…. bitte…”

Heikes Hand stahl sich unter Petras Rock. Vorbei an den von Strapsen gehaltenen Strümpfen, über die seidenweiche Haut der Schenkel hinweg fand sie ihren Weg bis hinauf zu dem Höschen. Zu dem hellgelben, völlig durchgeweichten Höschen, das sich ein wenig in die nässende Spalte seiner Trägerin hineingezogen hatte.

Oh, wie naß Petra doch war. Naß und geil! Als sie die zärtliche Hand ihrer Freundin über die Schamlippen streicheln fühlte, als sich Heikes Fingerkuppen für einen Moment fest auf den noch bedeckten Kitzler preßten, ihn kurz aber hart drückten, wimmerte Petra gequält auf.

“Mach’s mir,” stöhnte sie, “greif’ mich aus… greif’ mich geil aus… ich mag das….”

Schon spürte sie, daß sich Heikes Hand durch die Beinöffnung hindurch ganz unter ihren Slip schob, fühlte drei Finger der Freundin durch ihren Schritt fahren, sie gleich darauf in ihr sich öffnendes Liebesloch eindringen.

Sie fingerfickend leckte Heikes Zunge breit von unten nach oben über Petras Hals, erreichte die Ohren. Die Zungenspitze drang leicht in die Ohrmuschel ein, was Petra einen wonnigen Schauer nach dem anderen verursachte. Und dann hörte sie Petras heisere, rauhe Stimme kleine, geile Schweinereien in ihr Ohr flüstern. Im Zustand heißer Erregung liebten die beiden Frauen es, sich öbszöner Worte zu bedienen. Sie hatten festgestellt, daß es ihre Erregung noch mehr steigerte, die Wollust in ungeahnte Höhen trieb.

“Du geiles Ding,” raunte Heikes Stimme, “du kleines, geiles Luderchen…. du kannst wohl nie genug kriegen, was? Hast schon im Auto an dir ‘rumgemacht… wie naß du schon bist… wie naß…. du magst es, ja? Du magst meine Finger in deiner Fotze spüren, was?”

“Ja.. ja doch,” hechelte Petra zurück, “ja…. ich mag deine Finger in meiner Fotze…. in meiner heißen, geilen, nassen Fotze.. sie wartet schon…. sie wartet auf dich.. auf… auf deine Zunge… ich… ich weiß, daß du schon ganz geil darauf bist, mich zu lecken…. meine Fotze zu lecken… meinen Fotzensaft zu schlecken….”

Nun gab es kein Halten mehr und so stürzten sich die beiden Frauen aufeinander. Sie nahmen sich nicht einmal die Zeit, sich zu entkleiden. Gerade noch, daß sie es schafften, sich gegenseitig die Höschen auszuziehen. Doch bevor sie sich mit flatternden, wirbelnden, leckenden, stoßenden Zungen beglückten, hielten sie sich das Höschen der anderen an die Nase, starrten sich mit glühenden Augen an, eine der anderen versichernd, wie gut, wie toll und wie geil der Duft sei.

Es war im Spätsommer des Jahres, in dem Markus fünfzehnzehn geworden war. Den ganzen Tag lang hatte die Sonne das Haus beschienen; es war fast unerträglich warm in den Zimmern und alle Fenster standen weit offen.

Samstag war es; der Tag, der schon seit langen Jahren den wöchentlichen “Geschäftsbesprechungen” der Eltern galt. Noch immer waren Markus und Britta nicht dahinter gekommen, was an diesen Abenden tatsächlich passierte. Sie saßen vorm Fernseher und folgten dem Geschehen auf dem Bildschirm mit nur mäßigem Interesse, warteten darauf, daß es kühler werden würde. Die Hitze setzte ihnen zu.

Völlig unmotiviert und unbegründet fiel Britta ein, daß sie am Nachmittag eine Mathematikaufgabe nicht zu lösen imstande gewesen war. Markus, der ältere, das Rechengenie, würde ihr sicher dabei helfen können.

Markus vermochte zwar nicht einzusehen, warum die Anwendung binomischer Formeln ein Thema war, das unbedingt an einem Samstagabend gelöst werden mußte, aber er kannte Britta. Hatte sie sich erst mal was in den Kopf gesetzt, dann war alles zu spät.

Seufzend gab er nach und versuchte seiner Britta Nachhilfeunterricht zu geben. Nein, sie verstand nichts und die Schulaufgabe hatte sie -natürlich- auch nicht mehr im Kopf. Aber gelöst werden mußte sie: Unbedingt und sofort!

“Dann hol’ schon dein verdammtes Mathebuch, damit ich es dir erklären kann,” resignierte Markus.

“Bin gleich wieder da,” flötete Britta und verschwand auch schon.

Nach kaum einer halben Minute stand sie wieder vor Markus. Der staunte:

“Mann, das ging aber schnell. Und? Wo hast du das Buch?”

“Ich komm’ nicht ‘rein da drüben, die haben die Tür abgeschlossen.”

“Die Tür abgeschlossen? Gibt’s doch gar nicht.”

“Wenn ich es doch sage. Die Tür ist zu.”

“Pech gehabt,” resümierte Markus banal, “aber tröste dich, morgen ist auch noch ein Tag.”

“Ich will es aber jetzt wissen,” beharrte Britta.

“Ooouhhhh Mann…”

“Los, nun komm’ doch schon, vielleicht kannst du über den Balkon… das Fenster in meinem Zimmer steht offen.”

“Wenn’s denn sein muß…. Aber du kommst mit. Ich mag nicht in deinen Sachen ‘rumschnüffeln. Ich helfe dir klettern.”

Sie gingen hinauf ins Obergeschoß, betraten den Balkon auf der Seite des Hauses, das seinen Eltern gehörte und von dort aus hangelten sich die beiden auf den Nachbarbalkon. Eine einfache, völlig unproblematische Angelegenheit.

Durch das offenstehende Fenster kletterten die beiden in Brittas Zimmer, wo sie sich gleich darauf über das Mathebuch beugten.

Ein schriller, langgezogener Schrei, eindeutig weiblicher Herkunft störte Markus in seinen Erklärungsversuchen.

“Was war das?” fragte Britta, “hast du das gehört?”

“Da hat ‘ne Frau geschrien….”

Es kam, wie es einfach mal hatte kommen müssen:

Markus und Britta entdeckten, was ihre Eltern während ihrer “Besprechungen” tatsächlich taten. Voller Verwunderung und völlig ungestört -ihre Eltern hatten schließlich anderes im Sinn und glaubten sich durch das Verschließen der Zwischentür ausreichend vor Überraschungen geschützt zu haben- konnten Markus und Britta das Treiben ihrer Eltern beobachten. Sie nahmen, äußerst lernbegierig, die Gelegenheit auch ausgiebig wahr und als sie zwei Stunden später und schon reichlich müde, ihren “Spähposten” auf der nach unten führenden Treppe verließen, hatten sie zwar noch lange nicht alles gesehen, immerhin doch aber soviel, daß sie nun um einiges schlauer waren und nun auch wußten, was Frauen mit den erigierten Gliedern von Männern gemeinhin anstellten.

Schon längere Zeit mit seltsamen Gedanken und Gefühlen konfrontiert, die sie mit Worten nicht hätten beschreiben können und über die sie aus Schamhaftigkeit geschwiegen hatten, wurden sie mit geradezu ‘brutaler’ Härte in die Wirklichkeit geworfen. Denn das, was sie bei ihren Eltern sahen, entfachte genau die Gefühle in ihnen, die sie sich vorher nicht hatten erklären können und die sie sich jetzt gegenseitig eingestanden.

Die Experimentierfreude war in ihnen erwacht und sie machten nach, was ihnen ihre Eltern -unfreiwillig muß man sagen- gezeigt hatten. Und. Es machte Spaß, wahnsinnigen Spaß!

Was wußten die beiden von Verhütungsmethoden und fruchtbaren Tagen? Nichts, rein gar nichts. Und so geschah es, daß Markus‘ Samen im wahrsten Sinne des Wortes auf fruchtbaren Boden fiel; nein, nicht fiel, sondern vielmehr spritzte.

Als die beiden sich ihren ersten gemeinsamen Höhepunkt, in die aufgerissenen, keuchenden Münder stöhnten, empfing Britta Zwillinge.

In der nachfolgenden Zeit beobachteten die beiden ihre Eltern oft und oft bei ihren Spielen und machten ihnen alles nach. Sie eigneten sich auch deren so “gemeine und obszöne, in gewissen Situationen aber doch so erregende Sprache an.

Als ihre Regel das erste Mal ausblieb, dachte Britta sich noch nichts dabei. Beim zweiten Mal auch noch nicht; hatten doch der Arzt und ihre Mutter übereinstimmend gesagt, daß das bei einem jungen Mädchen schon mal vorkommen könnte.

Erst, als der dritte Zyklus endete und sich dabei wieder nichts getan hatte, fragte Britta ihre Mutter um Rat.

Es gab ein böses Erwachen und das Wehgeschrei war groß. Auch, daß Britta und Markus sich damit rechtfertigten, daß sie eigentlich ja nur dem Beispiel ihrer Eltern gefolgt waren -ja, es kam alles auf den Tisch- half ihnen nichts. Die beiden wurden so schnell wie möglich dadurch getrennt, daß Markus innerhalb kürzester Zeit in einem Internat verschwand.

Britta sollte der in solchen Fällen häufig geübten Praxis, einer Abtreibung nämlich, unterzogen werden. Es fand sich aber selbst gegen Geld und gute Worte niemand, der einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen bereit war. Zwar gab es den einen oder anderen Arzt, der dem Gedanken nähertrat, aber es zuckten doch alle zurück, wenn sie hörten, daß Britta schon im vierten Monat war.

So kamen denn die beiden unglücklichen Großelternpaare auf die glorreiche Idee mit Britta in die Staaten zu fahren. Dort wollten sie die Schwangerschaft des Mädchens abwarten, während ihre Männer das Gerücht kolportierten, Heike sei schwanger und wegen ihres Alters und weil man kein Risiko eingehen wolle, habe sie sich in die Hände von amerikanischen Ärzten begeben. Das hatte nicht nur den Vorteil, daß man das Kind später als eigenes ausgeben konnte, es möbelte obendrein auch noch das Image von Heike und Berni nach dem Motto: “Was die sich alles leisten können”, unheimlich auf.

So, wie man es geplant hatte, wurde es auch durchgeführt. Überrascht war man allerdings doch, daß Britta ein gesundes Zwillingspärchen zur Welt brachte, das die Namen Dagmar und Daniel erhielt, die später nur Daggi und Danni genannt wurden.

Gut, die Behörden konnte man nicht täuschen und das Jugendamt war damit zufrieden, daß die Großeltern bis zu Brittas Volljährigkeit die Pflegschaft für ihre Enkel übernehmen wollten. Für die Nachbarn jedoch, für die Freunde, die Verwandtschaft und so weiter waren Heike und Bernd die Eltern der Zwillinge. Man wunderte sich nur, wenn auch nur kurze Zeit, daß auch Britta in ein Internat gesteckt wurde.

In dem Bestreben Britta und Markus einander nachhaltig zu entfremden, erlaubte man ihnen nicht, die Ferien zu Hause zu verbringen, jedenfalls nicht zusammen. Auch von Dagmar und Daniel hielt man sie fern. Wenn es nicht umgehen ließ, daß eines der Kinder zu Hause war, dann fuhr das andere Großelternpaar mit den Enkeln in Urlaub. Später, als Britta und Markus älter wurden, wurden sie mit ausreichend Geld versorgt, damit sie allein in Urlaub fahren konnten.

Man verschwieg ihnen auch, in welchem Internat sich der jeweils andere befand. Gerade noch, daß man antwortete, es gehe dem anderen gut, wenn Britta nach Markus fragte oder umgedreht.

Markus faßte ein ums andere Mal den Entschluß aus dem Internat auszureißen und sich auf die Suche nach Britta zu machen. Aber wo sollte er suchen? Wo nur? Außerdem war die Aufsicht in dem Internat sehr streng, sodaß sich kaum eine Gelegenheit ergab, auszubüxen.

Mit der Zeit resignierte Markus nicht zuletzt auch deshalb, weil die strikte Trennungspolitik seiner und Brittas Eltern den Erfolg zeitigte, den diese sich vorgestellt hatten. Ganz langsam und allmählich verblaßte Brittas Bild in Markus Erinnerung und auch bei Britta war es nicht anders.

Was sie jedoch beide nicht wußten, war, daß es nur die Notwendigkeit sich im täglichen Leben zu behaupten, war, die diesen Effekt hervorbrachte und daß sich die Sehnsucht nach dem anderen hinter dem psychischen Schutzpanzer des Vergessens verbarg.

Britta und Markus wußten zwar, daß sie Kinder hatten, Zwillinge, und daß diese bei den Eltern oder besser Großeltern aufwuchsen, das war aber auch alles. Die innige Verbindung zwischen Kindern und Eltern, die nur durch das tägliche, enge Zusammenleben entsteht, sie blieb ihnen fremd und deshalb blieben ihnen ihre eigenen Kinder auch gedanklich fremd. Dagmar und Daniel, sie existierten eigentlich gar nicht.

Als Britta und Markus ihr Abitur gemacht hatten, hofften sie es würde sich doch wieder alles zum Guten kehren. Doch diese Hoffnung trog.

Sie waren unabhängig voneinander gefragt worden, ob sie wieder nach Hause kommen und ihr Studium in der Stadt aufnehmen wollten. Beide hatten jubelnd zugestimmt und für einen kurzen Moment schien es so, als würde sich das Verhältnis zu den Eltern, das merklich abgekühlt und mittlerweile von kühler Reserviertheit geprägt war, wieder bessern. Als sie aber hörten, daß sie ihre Anwesenheit zu Hause damit erkaufen sollten, daß sie damit einverstanden sein mußten, daß der jeweils andere, also entweder Britta oder Markus endgültig von zu Hause verbannt werden würde, lehnten beide entrüstet ab. So stark waren die Gefühle für den anderen noch, daß sie es als Verrat am anderen bezeichneten. Sie weigerten sich rigoros, auf dieses ungeheuerliche Ansinnen einzugehen.

Das Verhältnis zu ihren Eltern verschlechterte sich schließlich so weit, daß sowohl Markus als auch Britta es nun sogar ablehnten noch mit ihnen zusammenzutreffen. Zwar war auch ihren Eltern nicht so ganz wohl zumute aber von ihrem Entschluß, die beiden auf Dauer zu trennen, gingen sie nicht ab.

Daß die ganzen Reaktionen der zwei Elternpaare nicht nur irrational, sondern völlig “irre war, kam ihnen nie in den Sinn.

Und so kam es, daß Britta in Bonn Jura zu studieren begann, während Markus, das Mathe-Genie, sich in München seinen Zahlen und Formeln zuwandte. Gesagt werden muß in diesem Zusammenhang allerdings, daß beide keine Geldsorgen hatten. Auf der anderen Seite hatten sie jedoch den Vorsatz, sich sobald es eben ging, ganz von ihren Eltern loszumachen und sie einfach zu vergessen. Zu tief waren die Wunden, die deren einfühlloses Handeln ihnen zugefügt hatten.

Die Zeit verging. Jahre um Jahre.

Markus und Britta hatten einander zwar nicht vergessen, hatten sich aber doch so weit voneinander entfernt, daß ihnen ihr Beruf und ihr Leben nun wichtiger war. Britta bereitete sich auf ihre Promotion vor und Markus, dessen Studium noch länger als das von Britta dauern würde, hatte sich nicht nur die Promotion, sondern gar die Habilitation zum Ziel gesetzt.

Markus war mittlerweile schon zweiunddreißig Jahre alt, Britta noch einunddreißig und ihre beiden Kinder, die sie noch nie gesehen hatten und zu denen eine emotionale Bindung nicht entstanden war, nicht hatte entstehen können, waren demzufolge schon siebzehn, als das Schicksal erneut zuschlug.

Klaus und Bernd, im Verlauf dieser prosperierenden Jahre zu kleinen Industriekapitänen aufgestiegen, wollten mit Heike und Petra mal wieder richtig Urlaub machen. Für wenige Tage zwar nur, aber immerhin wollte man doch mal wieder so richtig ausspannen. Es lohnte sich deshalb nicht, Danni und Daggi aus der Schule zu nehmen, um die wenigen Tage mit ihnen gemeinsam zu verbringen. Soviel Zeit hatte man nun auch nicht; eine Woche -höchstens- würde der Urlaub dauern, länger nicht. Eine nahe Verwandte von Petra würde sich in der Zeit ihrer Abwesenheit um die Kinder kümmern.

Auf dem Sportflugplatz der kleinen Stadt, zu dem ihr Dorf sich zwischenzeitlich gemausert hatte, stand ihr Privatflugzeug, eine viersitzige Cessna. Klaus und Bernd hatten ihren Pilotenschein gemacht. Weshalb einen Piloten einstellen, wenn man selber fliegen konnte, was außerdem ja auch noch großes Vergnügen bereitete.

Die vier starteten bei bestem Flugwetter in Richtung Italien.

Es war später nicht mehr festzustellen, ob menschliches oder technisches Versagen die Unglücksursache gewesen war. Fakt war, daß die kleine Maschine in den Alpen gegen einen Berg geprallt und völlig zerschellt war.

Das total zerfetzte Wrack der Maschine wurde in dem unwegsamen Gelände erst nach drei Tagen gefunden. Man hatte Mühe, die Insassen zu identifizieren. Erst nach einer Woche gab die Staatsanwaltschaft die sterblichen Überreste zur Bestattung frei. Fremdverschulden war eindeutig nicht anzunehmen gewesen.

Daggi und Danni; nun, sie waren zwar bestürzt und sehr traurig, sie konnten das tatsächliche Ausmaß dieses Unglücks jedoch noch nicht in seiner vollen Tragweite übersehen und verstehen.

Alle Mühen in bezug auf die Beisetzung ihrer “Eltern”, wie man allgemein annahm, wurde ihnen von verständnisvollen, besorgten Verwandten und sonstigen Beauftragten abgenommen. Gut, ja, man erinnerte sich verschwommen daran, daß da noch zwei Kinder waren; wie hießen sie doch gleich? Aber niemand wußte, wo die beiden abgeblieben waren. Petra, Heike, Bernd und Klaus, sie hatten ihre Kinder so gut voreinander und vor der Verwandtschaft versteckt, daß sie erst ausfindig gemacht wurden, als die Trauerfeierlichkeiten schon vorbei waren.

Britta und Markus trafen sich an einem klaren, sonnigen Spätsommertag auf dem heimischen Friedhof. Und hätten die beiden Grabstätten nicht unmittelbar nebeneinander gelegen, sie wären aneinander vorbeigelaufen ohne sich zu erkennen. Erst, als sie sich näher ansahen, kamen die Bilder aus der Vergangenheit wieder an die Oberfläche des Bewußtseins.

“Britta?”

“Markus…? Bist du es? Markus?”

Noch auf dem Friedhof fielen die beiden einander in die Arme. “Mein Gott…. Britta… Britta… ich… ich…,” stammelte Markus und Britta antwortete:

“Markus…. mein Markus…!”

Nur langsam vermochten sie sich voneinander zu lösen und sich anzusehen. Was sie sahen, gefiel ihnen.

Markus war ein stattlicher Mann geworden. Schlank, kräftig, gut aussehend, etwa einen Meter fünfundachtzig groß. Mittelblondes, gepflegtes Haar, leger und gut gekleidet. Kein Zweifel, er achtete auf seine Erscheinung. Eine Eigenschaft, auf die Britta schon immer Wert gelegt hatte. Und sie selbst?

Markus war starr vor Bewunderung. Das war die Frau seiner Träume! Mittelgroß, wohlproportioniert; nicht zu dick, nicht zu dünn. Phantastische Formen. Ein rassiges Gesicht mit hohen Wangenknochen unter langem, naturgewelltem, dunklem Haar mit einem Stich Kupfer. Ein etwas herb wirkender, ebenmäßiger, verlockender Mund. Ein dezent geschminktes Gesicht, kurze, farblos gelackte Fingernägel.

Ja, das war seine Traumfrau und daß Britta es war, wunderte Markus überhaupt nicht.

“Wann hast du’s erfahren?” fragte Britta.

“Vorgestern, nein, Dienstag, ja, Dienstag war’s. Ich konnte mich aber nicht eher frei machen. Und du?”

“Ich habe es Mittwoch erfahren,” antwortete Britta, “gestern abend bin ich angekommen, aber da war es schon dunkel und da mochte ich nicht mehr hierher gehen.”

“Ich war gestern am späten Nachmittag schon mal hier und habe bis in den Abend hinein dort drüben auf der Bank gesessen. Ich habe immer wieder geforscht, aber, verzeih’ mir, ich habe keine Trauer in mir gefunden. Gut, sie waren unsere Eltern und haben sicher manches aus einer anderen Perspektive gesehen, als wir. War aber richtig, was sie uns antaten? Wie habe ich mich nach einer Nachricht von dir gesehnt. Aber ich habe nie ein Wort über dich zu hören oder zu lesen gekriegt. All’ die Jahre nicht; ich weiß nichts von dir, absolut nichts. Ich… ich weiß nicht mal, ob du verheiratet bist oder nicht.”

“Und genauso haben sie’s mit mir gemacht. Nein, auch ich kann keine Trauer fühlen. Sie sind tot, unsere Eltern; es ist traurig, daß sie so umkommen mußten. Aber weinen? Nein, ich kann nicht weinen. Und um deine Frage zu beantworten, nein, ich bin nicht verheiratet und habe auch keine… neee, stimmt ja nicht, Kinder habe ich… und du?”

“Außer, daß ich zwei Kinder habe,” lächelte Markus, “bin ich familiär noch ungebunden.”

Nachdem sie sich gegenseitig ihre Gefühle hinsichtlich des Todes ihrer Eltern offenbart und jeder die Frage beantwortet hatte, die den anderen am brennendsten interessierte, wurde Markus praktisch.

“Wo wohnst du?”

“Im Gasthof.”

“Ach, beim alten Lehmann. Ich wohne im “Stadtpark”. Wie lange gedenkst du zu bleiben, oder besser, kannst du noch bleiben?”

“Ja, ich werde noch bleiben. Ich habe mir ein paar Tage Urlaub genommen. Ich muß erst sehen, was wird. Da sind schließlich einige Dinge zu regeln.”

“Also, mich hält hier nichts,” erwiderte Markus, “ich wollte eigentlich gleich abreisen. Wie ist es, willst du deinen Urlaub nicht bei mir verbringen? Ich hab’ ‘ne hübsche Wohnung in München.”

“Ich denke,” wurde Britta sehr ernst, “daß wir uns nicht so einfach davon machen können. Oder hast du vergessen, daß unsere Kinder noch jung sind, zu jung, um allein bleiben zu können.”

“Unsere Kinder,” erbitterte Markus sich, “die wahrscheinlich nicht mal wissen, daß sie unsere Kinder sind, für die wir, wenn unsere Eltern überhaupt von uns erzählt haben, allenfalls Geschwister sind. Nein Britta, ich habe sie nicht vergessen und ich werde sie nicht vergessen, obwohl ich sie nicht kenne. Ist es aber richtig, wenn wir uns nun in ihr Leben drängen? Bisher sind sie auch ganz gut ohne uns ausgekommen. Nein, versteh’ mich nicht falsch, ich mache ihnen keinen Vorwurf daraus, wie könnte ich? Aber meinst du nicht, daß für sie gesorgt ist und ist es für sie nicht besser, wenn wir ihnen den Schock ersparen, der ihnen durch die Tatsache unserer Existenz versetzt werden könnte?”

“Kann sein Markus, daß du recht hast. Aber ich, entschuldige, ich kann nicht anders… ich muß mich wenigstens davon überzeugen, daß alles in Ordnung ist und daß ihnen nichts fehlt. Kannst du das verstehen und… und hilfst du mir?”

“Keine Frage… selbstverständlich helfe ich dir…. Aber nun laß’ uns gehen, fort von hier.”

Die beiden verließen den Friedhof und nachdem sie sich für abends verabredet hatten, stieg Markus in sein Auto und Britta in ihres.

Abends trafen sie sich in einem Restaurant. Beide hatten sich fein angezogen, saßen sich aber fast wie Fremde gegenüber. Eine seltsame Befangenheit hatte Besitz von ihnen ergriffen.

Britta hatte jedoch wohlwollend Markus’ vollendete Umgangsformen bemerkt. Allein schon, wie er ihr die Tür aufgehalten und sie einen Tisch hatte auswählen lassen, das war schon Klasse. Er hatte sie weltmännisch an den gewählten Tisch geführt und sich erst gesetzt, als sie schon Platz genommen hatte.

Seine Selbstsicherheit bei der Auswahl des Menus und überhaupt seine Art, sich in seiner Umgebung zu bewegen, doch, das imponierte ihr schon. Vor allen Dingen, wenn sie Vergleiche anstellte. Zumindest, was diese Dinge betraf, schlug Markus alle ihre jetzigen und gewesenen Bekannten um Längen.

Auch Markus versuchte, seine Britta neu kennenzulernen. Es war ihm klar geworden, daß seine Liebe einer Britta gegolten hatte und noch galt, die es nicht mehr gab. Die wunderschöne, rassige, junge Frau, die da vor ihm saß, hatte mit der Britta, wie er sie kannte, so gar nichts gemein.

Nach dem gemeinsamen Abendessen suchten die beiden noch ein ruhiges Lokal auf, in dem sie ungestört sitzen und plaudern konnten.

Es wurde ein langer Abend. Abwechselnd berichteten sie von ihren Lebensumständen, stellten Fragen, gaben Antwort. Nach vier Stunden wußten sie alles voneinander, was wichtig war. Nein, alles nicht. Von ihren sexuellen Erfahrungen hatten sie nicht gesprochen.

Anschließend brachte Markus Britta zu ihrem Gasthof, wo er sich höflich und mit einem festen Händedruck verabschiedete.

Britta war etwas enttäuscht. Den Versuch, sie zu küssen, so meinte sie, hätte er schon machen können. Dann aber schalt sie sich selbst, weil sie ihm nicht entgegen-gekommen war. Wie traurig und doch zugleich voller Verlangen seine Augen auf ihren Mund gerichtet gewesen waren. Wahrscheinlich hatte Markus sich nicht getraut, seine Arme um sie zu schlingen und sie zu küssen, weil er nicht wußte, wie sie reagieren würde.

Im Nachhinein rechnete Britta ihm seine respektvolle Zurückhaltung hoch an. Obwohl sie eigentlich forsche, zupackende Männer mochte, war sie letztlich doch froh über Markus’ Feinfühligkeit, bewies er doch damit, daß er warten konnte. Sie nahm sich vor, ihm am nächsten Tag entsprechende Signale zukommen zu lassen und seine Reaktion darauf abzuwarten, bevor sie zu einem Urteil kam.

In seinem Hotelbett liegend konnte Markus lange Zeit nicht einschlafen. Immer wieder zog der Abend an seinem inneren Auge vorüber, versuchte er, sich einzelne Situationen und Worte ins Gedächtnis zurückzurufen. Nein, er war ganz sicher. Er hatte kein Signal Brittas, das es ihm erlaubt hätte, sich ihr zu nähern, übersehen. Und ein Zeichen von ihr, das hatte er zumindest erwartet. Die Erkenntnis, daß Britta ihn womöglich nicht mehr liebte, bereitete ihm doch einige seelische Schwierigkeiten. Oder, so fragte er sich im selben Moment, war sie so unsicher, wie er selbst es war? Mit diesem Gedanken, mit dieser Hoffnung schlief Markus schließlich doch ein.

Am nächsten Morgen trafen Markus und Britta sich schon früh vor der Tür, die zur Praxis des Rechtsanwalts und Notars führte, der die beiden benachrichtigt hatte.

Diesem, dem alten Familienanwalt und -notar, der die beiden Familien schon seit vielen Jahren rechtlich beraten hatte, war die Situation sichtlich peinlich. Er wußte, so, wie er behauptete, ziemlich als einziger in der Stadt um die wahren familiären Verhältnisse.

Zunächst sprach er den beiden seine Anteilnahme aus, sagte aber auch, daß er Brittas und Markus’ zwiespältigen Gefühle, die wahrscheinlich keine Trauer beinhalteten, verstehen könne.

Er war von den Eltern der beiden von Anfang an mit der Sache betraut gewesen, hatte die finanziellen und anderen Dinge geregelt, die zu regeln gewesen waren. Gleichzeitig eröffnete er den beiden, daß die Testamentseröffnung in einer Woche stattfinde.

“Herr Doktor Schulte,” wurde Markus plötzlich gerade, “das ist etwas, was zumindest mich überhaupt nicht interessiert. Ich glaube, daß auch Britta ähnlich denkt. Zu allem Unglück brauchen wir uns nicht auch noch anzuhören, daß wir enterbt worden sind. Was meinst Du, Britta?”

Britta pflichtet Markus bei.

“Viel mehr interessiert mich,” fuhr sie fort, “was mit unseren Kindern ist. Geht es ihnen gut und sind sie gut versorgt? Wer kümmert sich um sie?”

“Für Ihre Kinder ist selbstverständlich gesorgt.” antwortete Dr. Schulte, “eine Frau Mansel, soweit ich weiß, eine Cousine Ihrer Mutter und ihr Mann, haben beantragt, als Vormund eingesetzt zu werden. Frau Mansel weiß es nicht anders, als daß die Kinder Ihre Geschwister sind. Es bleibt natürlich Ihnen überlassen, ob Sie sich ihrer Tante offenbaren wollen. Aber selbst, wenn Sie das nicht tun, wird sie nicht umhin kommen zu akzeptieren, daß Sie als “Schwester” die bessere Ausgangsposition haben. Mit den Behörden werden Sie überhaupt keine Schwierigkeiten haben. Sie sind nachweislich die Mutter, Sie sind volljährig; von daher also ist sowieso alles klar. Zugeben muß ich jedoch, daß sich die Kinder zur Zeit allein in dem Haus aufhalten; Ihre Tante hat in ihrer Wohnung keinen Platz. Sie bemüht sich um eine größere Wohnung, in der sie die Kinder aufnehmen will. Sie argumentiert, daß sie in dem großen Haus Platzangst bekomme und daß sie nicht dorthin gehöre. Bisher sind wir so verblieben, daß sie täglich nach den Kindern sieht, das Haus aber bereits nach einer oder zwei Stunden wieder verläßt.

Im übrigen möchte ich Sie bitten und ich rate es Ihnen beiden unbedingt an: Brechen Sie nichts übers Knie. Die Testamentseröffnung sollten Sie noch abwarten. Mehr darf ich Ihnen nicht sagen, wobei ich hoffe, daß dieser Hinweis, der meine Kompetenz eigentlich schon weit übersteigt, genügt. Im übrigen werden Sie Ihre Kinder anläßlich des Termins, der in meiner Praxis stattfinden wird, wiedersehen können.”

Britta und Markus hörten den Rat des Anwaltes und interpretierten ihn dahingehend, daß sie allem Anschein nach doch nicht enterbt worden waren. Dieser Umstand erschien ihnen zwar interessant, war ihnen aber nicht so wichtig.

Von einer kaum erklärlichen Unruhe getrieben, wollte Britta nicht bis zur Testamentseröffnung warten, bis sie ihre Kinder sah, wiedersah. Sie wollte sie sofort sehen. Dr. Schulte erklärte auf ihre diesbezügliche Frage, daß dem nichts im Wege stehe; sie habe alle Rechte.

Mit einem Gefühl des Unbehagens erklärte Markus sich bereit, Britta zu begleiten. Nach einem kurzen Dank an Dr. Schulte verabschiedeten sie sich und gingen hinunter auf die Straße.

“Dein Wagen, oder meiner?” fragte Markus.

Britta, die eigentlich sehr gern Auto fuhr, entschied sich sofort für Markus’ Auto, einen kleinen, eleganten, niedrig gebauten Sportflitzer. Sie selbst fühlte sich emotional so aufgewühlt, daß sie nicht selbst fahren wollte.

Markus, ganz Kavalier, öffnete die Beifahrertür und hielt Britta seinen Arm hin, damit sie sich festhalten konnte, wenn sie mochte. Britta nahm die Hilfe gern an. Nicht so sehr, weil sie ihrer bedurfte, vielmehr deshalb, weil sie Markus auf diese Weise endlich berühren konnte. Länger, als unbedingt nötig, ließ Britta ihre Hand auf Markus Arm ruhen, ließ ihn, auch, als sie schon auf dem Lederpolster ihres Sitzes saß, nicht los.

Sie schaute frei und offen in Markus’ Gesicht, gespannt auf seine Reaktion. Nicht ohne Bedacht nämlich standen ihre Füße noch seitwärts auf dem Trottoir und nicht ohne Bedacht hatte sie ihren Rock ein wenig hochrutschen lassen und ihre Schenkel dezent geöffnet. Nicht sehr, immerhin aber doch so, daß Markus, wenn er dorthin blickte, ihre schwarzbestrumpften Oberschenkel und über ihnen ein Stückchen weißer Haut würde sehen können.

Genau das sah Markus, “Feinschmecker”, zu dem er sich entwickelt hatte, auch und dankbar sah er hinab auf das schöne Bild, das sich seinen Augen bot. Darauf stand er. Auf Nahtstrümpfe, wie Britta sie trug und auf das unbedeckte Stück Oberschenkel, das über ihnen sichtbar geworden war. Mehr ahnen, als sehen konnte er, daß Britta einen schwarzen Slip trug. Schade, daß sie ihre Strümpfe nicht an Strapsen befestigt hatte. Er liebte Strapse und alles, was in diese Richtung ging.

“Britta…. du… das sieht schön aus…,” entfuhr es ihm beinahe ungewollt.

“Was?” hakte Britta nach, obwohl sie ganz genau wußte, was Markus meinte. Sie wollte es aber hören; von Markus selbst hören.

“Na, das eben,” deutet Markus mit der Hand auf Brittas Schenkel, “Deine Beine, die Strümpfe und so. Trägst Du ein schwarzes Höschen?”

“Fragt man das eine Frau? fragte Britta mokant lächelnd, es könnte ja ein Mißgeschick sein, daß sie sich so zeigt. Darf man eine Frau durch solche Fragen in Verlegenheit bringen?”

Markus lächelte still:

“Ist es ein Mißgeschick?”

“Wer weiß?” wich Britta aus, schloß die Beine und streifte ihren Rock hinunter.

Ein Blick in Brittas Augen genügte, um Markus sicher sein zu lassen, daß ihr ein Mißgeschick nicht unterlaufen war.

Nach fünfminütiger Fahrt erreichten die beiden ihr Elternhaus, oder sollte man besser sagen, ihre Elternhäuser?

Sie erkannten sofort wieder, was sie seit einigen Jahren nicht mehr gesehen hatten. Es hatte sich nicht viel verändert. Neue Fenster waren eingebaut worden. Das war aber auch schon alles. Was sich verändert hatte, waren die Außenanlagen. Die Bäume waren größer geworden und die Hecke höher und dichter. Das ganze Grundstück war von der Straße aus wie durch einen grünen Vorhang verborgen.

Markus half Britta aus dem Wagen, die diesmal auf ein “Spielchen” verzichtete.

Als sie auf das Haus zugingen, fanden sich ihre Hände und Markus fühlte, daß Britta zitterte. Auch ihm behagte die Situation überhaupt nicht und am liebsten wäre er umgekehrt. Der Frage, welcher Eingangstür sie sich zuwenden, wo sie klingeln sollten, wurden sie enthoben. Sie hatten gut die Hälfte des Weges hinter sich gebracht, als sich die linke Tür öffnete.

In ihr erschienen zwei hochaufgeschossene, zwar wohlgenährte, aber doch schlanke, junge Menschen, die einander so ähnlich waren, wie ein Ei dem anderen. Sie unterschieden sich im Moment nur durch ihre Haartracht.

Beide Kinder -Kinder? Nein, Kinder waren die beiden nicht mehr- trugen Jeans und die gleichen, weiten T-Shirts. Der zweite Blick zeigte, daß das “Kind” mit den kürzeren Haaren tatsächlich der Junge, Daniel, war. Bei Dagmar zeigten sich nämlich recht ansehnliche weibliche Formen ab. Das Oberteil ihres Shirts spannte sich über zwei recht beachtlichen Hügeln und ihre Jeans saßen über den Oberschenkeln und im Bereich des Beckens so stramm, daß sich das weibliche Dreieck darunter deutlich erkennen ließ. Doch nicht nur das; die Naht ihrer Jeans hatte sich weit in Daggys Schritt hineingezogen und es war kein Zweifel möglich, daß es ihre Schamlippen waren, die sich rechts und links der Naht abzeichneten.

Britta und Markus, nicht ganz bewandert in den modischen Dingen junger Menschen, sahen es und schluckten und sie schluckten noch einmal, als sie zu Danni hinübersahen. Denn das, was sich unter seinen Hosen ebenfalls ganz deutlich abzeichnete, schien auch nicht von “schlechten Eltern” zu sein.

“Dagmar? Daniel?” erklang Brittas rauhe, zittrige Stimme recht leise und belegt, “seid Ihr Daggi und Danny?”

“Ja, sind wir,” ertönte Dannys schon recht kräftige, männliche Stimme, “und Ihr…. Ihr seid Britta und Markus, ja?”

“Sind wir,” bestätigte Markus.

“Und warum steht Ihr hier so herum? Kommt doch näher… ‘rein… Ihr seid doch hier zu Hause, nicht?”

“Tjaa.., wenn man das so genau wüßte,” murmelte Markus nur für Britta verständlich vor sich hin, nahm sich dann aber zusammen und ging festen Schrittes auf das Haus seiner Eltern zu, denn das war es, vor dem sie standen.

Wenig später betrachteten Britta und Markus stumm den Ort, an dem sie ihre viel zu kurze Jugendzeit verbracht hatten. Im Haus selbst war alles verändert. Kein Möbelstück, das sie noch von früher her kannten.

Befangen und wortlos standen sich die vier Menschen gegenüber; die noch so jungen Eltern, die sich nicht als solche fühlten und ihre Kinder, die sich ebenfalls nicht als solche empfanden. Nur sehr zögernd kam dann doch eine Unterhaltung zustande, in deren Verlauf sich die vier ein wenig besser kennenlernten.

Daggi war bei Klaus und Petra und Danny bei Heike und Bernd aufgewachsen. Sie wußten, daß sie Geschwister waren, ebenso, wie es ihnen nicht unbekannt war, daß mit Britta und Markus ihre richtigen, ihre leiblichen Eltern vor ihnen saßen. Das Wissen aber um eine Tatsache ist ein Ding, seine Verinnerlichung jedoch ein anderes.

Danny und Daggi sprachen ganz offen aus, daß sie Markus und Britta nicht als ihre Eltern ansehen konnten. Sie ließen keinen Zweifel daran, daß für sie die Großeltern die eigentlichen Eltern gewesen waren und daß Markus und Britta ihnen völlig fremd seien.

Als die beiden sich daraufhin schon resignierend zurückziehen wollten, wurde jedoch schnell deutlich, daß die Kinder doch noch nicht erwachsen waren und daß sie Schutz suchten.

“Nein… bitte,” meinte Daggi, “geht nicht. Bleibt doch… bitte.. wir…. wir werden uns schon aneinander gewöhnen, nicht?”

“Was meinst du mit hierbleiben,” fragte Markus, “wie lange erlaubt ihr uns hierzubleiben?”

“Wir.. wir wissen genau,” antwortete Danny, wobei man ihm anmerkte, daß es ihm schwerfiel diese Worte zu sagen, “daß wir nichts zu erlauben haben.

“Aber was sollen wir hier, wenn Ihr uns ablehnt? Versteht doch bitte; für Britta und mich ist die Situation genauso unerquicklich, wie für euch. Wir wollen uns nicht aufdrängen. Wenn wir bleiben, dann nur, wenn ihr es wirklich wollt. Das ist etwas, was ihr entscheiden müßt. Wenn ihr lieber zu Tante Hertha gehen wollt… uns wird es recht sein.”

“Ach bitte… bleibt doch,” wiederholte Daggi ihre Bitte.

“Entspricht das auch dem, was du willst?” wandte Markus sich an Danny und als dieser nickte, fuhr Markus fort:

“Gut, dann bleiben wir, vorerst jedenfalls. Ich denke, Britta und ich werden euch und uns eine Bedenkzeit geben. Vier Wochen. Seid ihr einverstanden, wenn wir vier Wochen lang ausprobieren, ob wir uns aneinander gewöhnen können und daß wir alle uns nach vier Wochen endgültig entscheiden?

Aber noch etwas, damit das von vornherein klar ist: Wenn wir uns einmal entschieden haben, gibt es kein Zurück mehr. Für euch nicht und für uns nicht. Und damit Ihr euch keinen Illusionen hingebt: Wir können über alles diskutieren und miteinander sprechen; aber endlose Debatten wird es nicht geben. Einmal muß es eine Entscheidung geben und diese Entscheidung treffen wir, Britta und ich. Das soll nicht heißen, daß wir Älteren keine Fehler machen und das soll auch keine Kritik abwürgen, aber endlos miteinander zu reden bringt genauso viel oder so wenig, wie eine falsche Entscheidung.

Seid ihr für die nächsten vier Wochen auf dieser Basis einverstanden?”

Danny und Daggi nickten, insgeheim froh, daß da wieder eine feste Hand war, die sie lenken konnte. Als ihre Großeltern noch gelebt hatten, hatten sie so manches Mal gemault und geschimpft. In der kurzen Zeit ihres Alleinseins hatten sie aber festgestellt, wie gut es war, wenn jemand da war, an den man sich anlehnen konnte.

Britta freute sich, daß Markus die Initiative übernommen und so kurz und bündig auf den Kern der Sache gekommen war. Der Mann Markus gefiel ihr immer besser. Mochte er auch -mittlerweile als Dr. math.- am Geheimnis der Zahlen forschen, ein weltfremder Wissenschaftler war er nicht geworden.

Als ihre beiden Kinder ihr Einverständnis für die nächsten vier Wochen erklärt hatten sagte Britta:

“Na fein, ich freue mich.”

Dann aber wurde sie praktisch:

“Habt ihr alles im Haus, was man so braucht, oder müssen wir erst einkaufen?”

“Nein,” gab Daggi stolz zur Antwort, “es ist alles da und wenn ihr beide jetzt losfahrt und eure Sachen aus dem Hotel holt, mache ich schon mal die Betten, ja?”

“Kannst du das denn schon?” erlaubte Britta sich zu zweifeln.

“Oh,” strahlte Danny und irgendwie klang Stolz auf seine Schwester in seiner Stimme durch, “Daggi kann im Haushalt alles. Ihre Mutter… äähhh.. ich meine Omi, unsere Omi…… hat ihr alles beigebracht.”

“Na, wunderbar,” meldete Markus sich nun wieder zu Wort, “dann können wir ja beruhigt losfahren.”

Wieder im Wagen lächelte Britta still vor sich hin.

“Verrätst du mir, worüber du dich so amüsierst?”

“Ach Markus, ich freu’ mich einfach nur. Ich hatte mir das alles viel komplizierter vorgestellt. Wie vernünftig die beiden schon sind…”

“Ist das etwa Mutterstolz, den ich da höre?”

“Mutterstolz könnte es ja nur sein, wenn ich etwas zu ihrer Entwicklung beigetragen hätte,” stellte Britta richtig, “nein, das ist es ganz bestimmt nicht. Ich… ich und Mutter… aber irgendwie bin ich doch seltsam berührt, wenn ich daran denke, daß ich die beiden geboren habe.”

Daraufhin sagte Markus gar nichts, hing vielmehr seinen eigenen Gedanken nach. Was würde aus seiner Habilitation, wenn er hier, weitab von der Uni, den Familienvater machte?

“….. und gut sehen die beiden aus, nicht?” drang Brittas Stimme wieder in sein Bewußtsein.

“Gut…… gut? Phantastisch sehen die beiden aus.”

“Du meinst besonders Daggi, nicht? Daggi in ihrer knallengen Hose, unter der sich fast alles abzeichnete, wolltest du das sagen?”

Markus fühlte sich ertappt, hatte er doch nicht verhindern können, daß seine Gesichtszüge entgleist waren, als er realisiert hatte, was sich seinen Augen geboten hatte. Hatte Britta das mitbekommen? Oder warum machte sie diese Anspielung? Doch mittlerweile konnte man ihn nicht mehr so leicht überrumpeln und in Verlegenheit bringen.

“Ich müßte ja verklemmt sein, wenn ich abstritte, daß mir gefallen hat, was ich gesehen habe. Deine Frage aber erstaunt mich. Ist da so etwas wie Eifersucht in dir?”

“Eifersucht?” lächelte Britta, “das ist ein Wort, das ich nicht kenne. Was würde, was könnte ich damit erreichen? Doch nur das Gegenteil von dem, was man wirklich will, nicht wahr? Aber was ich eigentlich mit meiner Bemerkung sagen wollte ist: Du bist sehr empfänglich für weibliche Reize, nicht?”

“Nicht mehr, als du für männliche,” lachte nun Markus, “oder glaubst du, ich hätte Tomaten auf den Augen? Ich habe nicht minder deutlich gesehen, wie geradezu fasziniert du auf eine bestimmte Stelle von Dannys Beinkleid geblickt hast.”

“Ich denke, das ist ein Thema, über das wir uns demnächst eingehender unterhalten sollten, oder was meinst du?”

Markus blickte kurz zu ihr hinüber und staunte. Wie brachte Britta es nur zustande, daß ihr Rock sich in genau diesem Augenblick wieder nach oben bewegte und wieder ein ganzes Stück ihrer phantastisch geformten Oberschenkel freigab.

“Du solltest besser auf die Straße achten, meinst du nicht?” frozzelte Britta.

Statt darauf einzugehen, meinte Markus nur, daß Britta ihm bedeutend besser gefalle, als am Tag zuvor.

“Vielleicht,” räumte Britta sofort ein, “war ich gestern ein wenig blöd. Aber glaub’ deshalb nicht, daß es mir leichtfällt, mich so zu benehmen. Irgendwie biete ich mich ja auch an und das ist etwas, was ich eigentlich überhaupt nicht mag.”

“Jede Frau bietet sich irgendwann, irgendwie mehr oder minder offen an,” lächelte Markus daraufhin, “es kommt nur darauf an, daß ein Mann das auch erkennt und richtig deutet.”

“Bei welchem Philosophen hast du denn gehört?”

“Kein Philosoph, meine eigene Erfahrung,” bekannte Markus.

“Und du meinst nicht, daß das überheblich ist?”

“Nein, eigentlich nicht. Wenn eine Frau kalt und abweisend ist, so, wie du gestern, dann ist das nicht gerade eine Aufforderung, sich ihr zu nähern.”

“Ach, und du meinst, ich fordere dich genau dazu heraus?”

“Etwa nicht? Wozu das alles sonst?”

“Was alles?” fragte Britta und war gespannt, was Markus nun von sich geben würde, ob er drum herum redete, oder, so, wie sie es mochte, die Dinge offen und ehrlich ansprach.

“Na, erst mal vorhin, als wir losgefahren sind, das war ja wohl alles andere, als ein Mißgeschick, nicht? Dann die Bemerkung über Daggis Jeans und nun läßt du mich schon wieder sehen, bis wohin deine Strümpfe reichen. Schöne Strümpfe übrigens, die du da trägst. Noch lieber aber mag ich sie allerdings an Strapsen.

“Und? Macht dich das an?” fragte Britta rundheraus.

“Kennst du einen Mann, den solch ein Anblick nicht anmacht?” lautete die Gegenfrage.

Wieder lächelte Britta. Markus war gut. Er sagte alles und gab sich doch keine Blöße. Er wurde immer interessanter, ja, und begehrenswerter. Er hatte eine Art an sich, die sie anturnte, sie Dinge tun ließ, die sie sonst weit von sich gewiesen hätte. Hatte sie ihren Rock jemals absichtlich so weit hochrutschen lassen?

Es war etwas dran, an seinen Worten, nach denen eine Frau sich irgendwann und irgendwie anbot. Und das schönste war: Ihr gefiel es, sich anzubieten; sich Markus anzubieten, ja, sie genoß es geradezu.

Markus brachte Britta zu dem Parkplatz in der Nähe der Rechtsanwaltspraxis, wo sie ihren Wagen stehengelassen hatte. Dort vereinbarten sie einen Treffpunkt. Bevor Britta jedoch zu ihrem Wagen ging, hörte sie Markus’ seltsam belegt klingende Stimme:

“Britta… ich mag selbstbewußte Frauen. Frauen, die ohne, daß sie glauben, sich etwas zu vergeben, zeigen können, daß sie Frauen sind. Was du mir von dir gezeigt hast, rein körperlich, aber auch von deiner inneren Einstellung her betrachtet, gefällt mir ausnehmend gut, besser fast, als damals und immer noch.”

Brittas Herz tat einen gewaltigen Satz. Mit welch einfachen und wenigen Worten hatte Markus eine Brücke zwischen damals und heute geschlagen und ihr zu verstehen gegeben, daß er sie zumindest immer noch mochte. Ob er sie noch liebte, oder besser, wieder lieben würde, mußte sich zeigen. Bald, bald schon.

Ein kleines, glückliches Lächeln umspielte Brittas Lippen.

“Du denkst noch oft an damals?”

“Bis ich dich gestern sah, jeden Tag, gab Markus unumwunden zu. “Ich habe dich keine Sekunde lang vergessen. Aber meine Gedanken galten der Britta von damals. Gestern erst wurde mir klar, dafür aber umso deutlicher, daß die Zeit nicht stehengeblieben ist. Seit gestern aber frage ich mich auch, ob es eine gemeinsame Zukunft für uns geben kann.”

“Nein,” unterbrach Markus, als er bemerkte, daß Britta antworten wollte, “nein, sag’ jetzt nichts. Ich weiß, frag’ nicht woher, daß du auch darüber nachgedacht hast. Wollen wir den Dingen ihren Lauf lassen, nichts überstürzen und es nehmen, wie es kommt? Einverstanden?”

“Abgemacht,” schüttelte Britta bekräftigend die ihr dargebotene Hand.

Er war schon ein toller Kerl, ihr Markus. Ihr Markus? Wieder mußte sie lächeln, als sie ihr Herz abermals einen völlig unmotivierten Hüpfer tun fühlte.

Acht Uhr abends war es, als sie sich wieder vor ihrem Elternhaus trafen.

War es Zufall oder Instinkt, der Daggi veranlaßt hatte genau das Zimmer herzurichten, in dem sie und ihr Bruder gezeugt worden waren? Und mit welcher Selbstverständlichkeit sie davon ausgegangen war, daß Britta und Markus in einem Zimmer, in einem Bett, einem ausladend breiten, französischen zwar, aber immerhin in einem Bett schlafen würden. Zwar hatten Markus’ Eltern sein Zimmer offenbar als Gästezimmer hergerichtet, aber es war sein altes Zimmer.

Das führte ihn automatisch zu der Frage, wo Daggi, die bei seinen Eltern aufgewachsen war, ihr eigenes Zimmer hatte.

“Na, da oben”, belehrte Daggi ihn, mit dem Finger schräg nach oben an die Decke weisend.

“Ist der Dachboden ausgebaut worden?” fragte Britta.

“Ausgebaut worden? Nein, das war schon immer so… jedenfalls, so lange ich denken kann,” schränkte das Mädchen sofort ein.

“Magst du mir. Äähh uns dein Zimmer zeigen?”

“Na klar doch, kommt mit.”

Mit katzenhaft gleitenden Bewegungen, die gar nicht mehr so eckig waren, wie sie es bei jungen Mädchen in diesem Alter oft noch waren, glitt Daggi an ihnen vorbei, über den Flur hinauf, auf die enge Stiege, die zum Dachboden führte. Markus und Britta hielten sich hinter ihr; Danny bildete das Schlußlicht.

Auf halber Treppe beschlich Britta ein seltsames Gefühl, mehr schon eine Gewißheit. Nur, um sich davon zu überzeugen, wandte sie rasch um. Zwar zuckte Danny sofort zurück, aber gerade durch diese hastige Bewegung verriet er sich. Verriet, daß er versucht hatte, einen Blick unter Brittas Rock zu werfen. Markus hatte es nicht bemerkt und sie selbst brachte in diesem Moment die Geistesgegenwart auf, um den Grund ihres Zurückblickens plausibel zu kaschieren.

“Wenn du es uns zeigen magst, möchten wir uns dein Zimmer selbstverständlich auch ansehen,” lächelte Britta, während sie in Wirklichkeit im gleichen Augenblick eine heillose Angst empfand. Sie hatte für einen kurzen Moment den Blick des Jungen förmlich auf ihrer Haut brennen fühlen und, sie gab sich da keinen Illusionen hin, sie hatte das Wissen, daß er unter ihren Rock zu sehen versuchte, genossen; für einen kleinen Augenblick lang genossen.

“Das darf nie wieder geschehen”, schrie es in ihr, “er ist dein Sohn!! Bist du verrückt geworden?”

Das war, das mußte es sein: Verrückt! Für einen kleinen, köstlichen Moment lang war sie vom Wahnsinn befallen gewesen, denn nur so war zu erklären, daß sie den neugierigen Blick ihres Sohnes unter ihren Rock regelrecht genossen hatte.

Und Danny? Nun, Danny war ein Junge, den wahrscheinlich alles Weibliche brennend interessierte und der sich der Versuchung einen Blick unter den Rock einer Frau zu werfen, einer solch wunderbaren Frau zumal, nicht entziehen konnte. Er verschwendete keinen Gedanken daran, daß Britta seine Mutter war, eine Tatsache, die ihm gar nicht in den Sinn kam.

Allerdings, Danny war verunsichert. Hatte Britta nun etwas bemerkt oder nicht? Wie auch immer; verlegen beeilte er sich zu antworten, daß er ihr und Markus gern auch sein Zimmer zeigen wolle.

Daggi öffnete in diesem Augenblick die Tür zu ihrem Reich.

“Voila,” sagte sie.

Britta und Markus staunten. Der ganze Dachboden dieser Doppelhaushälfte war ausgebaut worden, bildete einen großen Raum, der durch Raumteiler und ähnliches in verschiedene Bereiche unterteilt wurde. Stolz berichtete Daggi, daß sie die Einrichtung selbst ausgesucht und zusammengestellt hatte. Markus und Britta konnten nicht umhin, dem Mädchen einen ausnehmend guten Geschmack zu attestieren.

Nachdem sie alles genügend bewundert hatten, baten sie nun Danny, ihnen sein Zimmer zu zeigen und wandten sich der Treppe zu.

“Halt,” hielt sie der Junge zurück, “Wo wollt ihr denn hin? Wir können hier durchgehen.”

Tatsächlich! In der hinteren Ecke von Daggis Wohnbereich befand sich eine kleine Tür, die nach nebenan führte. Im anderen Teil des Hauses sah es nicht anders aus, als in diesem. Auch hier war der Dachboden vollständig ausgebaut. Nur, daß er ganz anders eingerichtet war. Den Blickfang in Dannys Wohnbereich bildete eine chromglitzernde Stereo-Anlage mit riesigen Standboxen. Die Dinger mußten einen Höllen-Sound verbreiten, wenn sie aufgedreht wurden.

Es dauerte nur kurze Zeit, bis Danny und sein Vater zu fachsimpeln begannen. Britta hörte nur noch Begriffe wie Watt, Dezibel, Schalldruck, Sinusleistung und und und, sah in Daggis entsagungsvolles Gesicht und mußte -zum wievielten Mal eigentlich?- wieder lächeln. Aber wie kam sie eigentlich darauf, daß Daggis Miene entsagungsvoll war? Nein, das konnte nicht richtig sein, denn konsequent zu Ende gedacht… nein, daran mochte, daran wollte sie nicht denken. Daggi war gelangweilt. Gelangweilt, das war das richtige Wort.

“Und das haben deine Eltern….. aachhc Scheiß’… Oma und Opa erlaubt, einfach so…. ich meine.. die Dinger machen doch fürchterlichen Lärm ?” fragte Markus.

“Nein,” erklärte Danny, “natürlich nicht. Erst, nachdem ich hier oben alles schallisoliert hatte, durfte ich die Boxen mal so richtig aufdrehen.”

“Der ganze Boden ist schallisoliert?”

“Ja, hier und bei Daggi ist alles isoliert. Es dringt nur wie ein leises Flüstern nach unten und nach nebenan, auch, wenn ich mal Stoff gebe.”

“Und du Daggi?” gab Britta sich interessiert, “magst du so laute Musik auch?”

“Mensch…. du…. wir sind Zwillinge…. weißt du… Mann, was ich mag, mag Daggi auch… ist doch so…. oder Daggi… ne?” antwortete der Bruder für seine Schwester.

“Meistens jedenfalls,” gab Daggi zu, “aber deinen Power-Fimmel teile ich nicht.”

“Power-Fimmel? Was ist denn das?” wollte Britta wissen.

“Na ja, das ist schon seine dritte Anlage,” verriet das Mädchen und fuhr fort:

“Erst waren es sechzig Watt, dann genügten hundert nicht mehr und nun ist er bei zweihundert angelangt.”

“Fünfhundert wären noch besser,” wurde es von seinem Bruder schwärmend unterbrochen.

“Womit du dann eine mittelgroße Disco versorgen könntest,” stellte Markus lapidar fest.

Nach diesem Geplänkel zogen sich die vier Menschen in die unteren Räume zurück, um dort mit der Aufschnittplatte aufzuräumen, die Daggi hergerichtet hatte. Während des Essens unterhielten sie sich, wobei sich Markus und Britta noch ein ganzes Stück besser kennenlernten zugleich die beiden aber auch ihre Kinder. Man blieb dabei, daß man sich beim Vornamen nannte. Von Daggi und Danny zu verlangen, daß sie Vater und Mutter sagen sollten, wo sie mit diesen Worten womöglich ganz andere Vorstellungen verbanden, das wollten Markus und Britta nicht.

So gegen zweiundzwanzig Uhr wurden die jungen Menschen müde; jedenfalls behaupteten sie das. Markus vermutete allerdings, daß sie die Müdigkeit nur vorschützten, daß sie sich in Wirklichkeit noch über ihre neue Lage unterhalten und möglicherweise auch ihr Verhalten den “neuen” Eltern gegenüber miteinander abstimmen wollten.

Als die Kinder verschwunden waren, saßen Britta und Markus noch einige Zeit fast schweigend zusammen. Beinahe schien es, als hätten sie Angst; Angst vor der Nacht. Markus schließlich sprach es aus:

“Wenn du willst, baue ich mir hier auf der Couch ein Bett.

“Nein,” wehrte Britta ab, “kommt gar nicht infrage. Selbstverständlich schlafen wir oben. Ist doch lächerlich. Wenn ich daran denke, wie wir uns früher darum gerissen haben zusammen schlafen zu dürfen, in einem Zimmer, in einem Bett. Daß wir es auch in anderer Hinsicht getan haben, nun, das war unser Unglück. Nur, war es andererseits vermeidbar? Eigentlich doch nicht, oder? Selbst, wenn unsere Eltern uns früh genug gewarnt hätten, bin ich mir doch ganz sicher, daß wir es früher oder später ohnehin getan hätten. Ganz sicher hätte es nicht die Folgen gehabt, die nun da oben in ihren Zimmern hocken. Vielleicht wären wir längst verheiratet und du würdest überhaupt nicht auf die Idee kommen mich zu fragen, ob du dein Bett hier aufschlagen sollst.”

“Britta, du bist wunderbar. Komm’, laß’ uns zu Bett gehen. Ich bin auch rechtschaffen müde.”

“Zu müde?” konnte Britta sich nicht erwehren zu fragen.

“Kommt drauf an…. was kommen soll, das kommt; so oder so. Wir können uns vielleicht dagegen stemmen, letztlich aber nicht dagegen wehren.”

“Und warum sollten wir uns wehren? Jetzt, wo wir uns wiederhaben, nicht?”

Auf dem Weg in das obere Stockwerk lauschte Markus einen Moment lang. Er war überzeugt davon, daß Danny Musik hörte. Ja, er hatte Recht. Leise, kaum vernehmbar war Musik zu hören. Es konnte Rock sein, oder Klassik, das war nicht auszumachen.

Wenig später rauschte die Dusche und als Britta, in ihren Bademantel gehüllt, aus dem Badezimmer kam, ging Markus ins Bad.

Als er zurückkam, hatte Britta das Licht gelöscht. Nur schemenhaft sah Markus sie am Fenster stehen und hinausblicken. Er trat hinter sie und noch bevor sich seine Arme ganz um sie schließen konnten, drehte sie sich um und warf sich ihm an die Brust.

Britta zitterte am ganzen Leib.

“Markus…. Markus….. endlich… endlich habe ich dich wieder… endlich… ich hab’ so auf dich gewartet. Sag’… sag’… liebst Du mich? Sag’ mir, daß du mich liebst. Und wenn es eine Lüge ist… sag’ es mir.”

Ganz zärtlich und doch kraftvoll nahm Markus Britta in seinen Arm, faßte mit einer Hand unter ihr Kinn, zwang ihr tränenüberströmtes Gesicht hoch, zwang sie, ihn anzusehen.

“Britta…. ich liebe dich,” sagte er mit aller Inbrunst, der er fähig war, “ich liebe dich und in diesem Moment ist es keine Lüge.”

Immer näher kamen sich die glühenden Gesichter und endlich fanden sich zwei zuckende Lippenpaare in einem beseligenden Kuß. In einem Kuß, der mit jeder Sekunde, die er dauerte, heißer und verzehrender wurde. Die Zungen trafen sich, umspielten einander, neckten, lockten, reizten zur Lust. Heißer Atem aus geöffneten Mündern wehte über erhitzte Gesichter; leckende, stoßende Bewegungen auf feuchten, schwellenden Lippen.

Hände, die nicht ruhig bleiben konnten. Hände, die nackte, heiße Haut fühlen wollten, die Bademäntel öffneten, darunter glitten, Schultern umspannten, sich den nackten Rücken zuwandten, die die im ersten Erschauern sich kräuselnde Haut spürten, lang hinunterfuhren, zurückkamen, streichelnd, zärtlich, bald aber schon kraftvoller, fordernder.

Beglückt stellte Markus fest, daß Britta zumindest noch einen BH trug. Er hatte es gern, wenn eine Frau sich nicht sofort ganz entblößte. Oh, halt, da war noch etwas. Seine Finger ertasteten einen Strumpfgürtel, fanden die Strapse, folgten ihnen, bis hinunter zu den Rändern der Strümpfe. Oh, wie er das mochte.

Der Rückweg war ein anderer. Seine Hände fanden zwei wundervolle, straffe, von dünnem Seidengespinst bedeckte Pobacken, krampften sich hinein, in das feste, angespannte Fleisch. Markus preßte Britta an sich, gegen sein aufgerichtetes Glied, das zuckte und pochte und eine selten gekannte Härte erreicht hatte. Er fühlte, daß Britta sich ihm entgegendrängte, ihren Venushügel an seinem Schenkel bewegte.

Was tat sie jetzt?

Halb sah, halb spürte Markus es. Britta stellte ein Bein seitwärts, umschloß seinen Schenkel mit ihren, ließ sich nach hinten in seine Arme fallen. Ja, und, tatsächlich, sie rieb ihren Schoß an seinem Bein, wetzte mit ihrer noch bedeckten Spalte über seinen Schenkel. Sie brachte sich hoch, steigerte ihre Lust. Wie heiß ihr Schoß strahlte und wie sie stöhnte. Gott, wie Britta stöhnte.

Markus’ Hände schossen vor, suchten, fanden, umschlossen die sich ihm entgegen hebenden Brüste. Himmel, waren das Brüste. Voll, schwer und doch straff. Wie steif ihre Nippel schon waren. Ob sie es mochte, wenn er sie reizte? Mit den Zähnen reizte?

Wo war der verdammte Verschluß? Hinten nicht! Also vorn! Doch noch bevor er ihn öffnete, wollte Markus sehen. Sehen, wie Britta in ihrer Wäsche aussah.

Als ahnte Britta, was Markus wollte, beugte sie sich zur Seite, zog am Zugschalter und schaltete so das gedämpfte Licht einer Stehlampe an. Mit der gleichen Bewegung ließ sie ihren Bademantel von ihren Schultern gleiten.

Markus stöhnte auf. Er sah genau das, was er liebte. Eine Frau, in märchenhaft schöne Wäsche gehüllt. Lustvoll ließ er seine Blicke über den wunderschönen Körper wandern. Vollendete Proportionen. Diese Brüste, wie sie spannten. Diese Spitzen, hart erigiert, so spitz, als versuchten sie, die dünne Spitze des türkisfarbenen BH zu durchstechen.

Der flache, nackte Leib, umschlungen von einem gleichfarbenen Strapsgürtel und, noch ein wenig tiefer, dieser transparente, spitzenverzierte Slip, der sich wie eine zweite Haut um den verlockenden Körper spannte, der das vom Schamhaar so herrlich ausgepolsterte Dreieck ausformte. Diese nach unten hin sich verjüngenden, geschwungenen Linien, die in den Leistenbeugen verschwanden. Diese Strumpfhalter, die über die Oberschenkel bis hin zu den Strümpfen liefen, wie sie mit der leicht gebräunten Haut kontrastierten. Und zwischen allem, zwischen den leicht auseinandergestellten Beinen die schimmernden Schamlippen.

Himmel, welch ein Bild!

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