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Spiegelscherben – True Stories 6




Es sind keine Gedankengänge, keine Fantasien, keine Wunschvorstellungen. Nur Empfindungen, Erinnerungen, Erfahrungen.

Die Welt ändert sich. Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Doch ich bleibe gleich. Menschen kommen, Menschen gehen. Eine Blume erblüht, und welkt. Die kleine Spinne, die im Fensterrahmen ihr Netz gebaut hat – zusammengekrümmt auf der Erde liegend. Tot. Die Sonne geht auf, sie geht unter. Die Kalenderblätter fallen zu Boden, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat. Jahr für Jahr. Ich bleibe gleich.

Ich sehe mich selbst, keuchend und schwitzend auf seiner Ledercouch liegend, spüre seine harte Männlichkeit beinahe, erinnere mich, wie er mich nahm. Sein Geruch in meiner Nase. Sein Stöhnen in meinen Ohren. Seine Haut, diese Wärme, jede Rundung, jeden Muskel an seinem Rücken, seinem Po an meinen Händen. Sein Geschmack auf meiner Zunge, meinen Lippen. Sein vor Lust und Erregung verzerrtes Gesicht vor Augen, als er kraftvoll in mir zum Orgasmus kommt.

Ich tauche in mich ein, wieder, und wieder, und wieder. Ich reise weiter.

Kalte Kacheln, meine Brustwarzen sind so hart wie die Keramik, gegen die jeder seiner Stöße mich presst. Das warme Wasser der Dusche prasselt auf uns herab, während draußen die Sirenen heulen und einen Brand erahnen lassen. Die unwirkliche Szenerie, als das Blaulicht der Einsatzkräfte durch die Spalten im halb geschlossenen Rolladen fällt und er sich laut stöhnend in meinen zuckenden Unterleib ergießt.

Ich tauche in mich ein, wieder, und wieder, und wieder. Ich reise weiter.

Wehrlos. Ausgeliefert. Nackt.
Ihre Hände an meinen Brüsten, meinen Beinen, Armen, an meinem Gesicht, meinen Lippen, meinem Hals… die brennende Haut ihrer Schwänze in meinen Händen, meinem Mund. Genommen werden. Wieder, und wieder, und wieder. Ich sehe keine Gesichter, ich kann mich nicht an sie erinnern. Benutzt. Auslaufend. Glücklich.

Ich tauche in mich ein und verharre. Nur ganz sanft die Finger krümmen. Nicht zu viel…

Meine erste große Liebe. Was habe ich dir angetan? Es tut mir immer noch leid. Die Lust war stärker. So wie er auch. Wie ich es genossen habe, mich ihm hinzugeben, von ihm genommen zu werden. Von ihm zu lernen.
Ich lasse seine Worte in meinen Kopf, höre den Klang seiner Stimme, als er mir keuchend und gepresst, stöhnend, sich in mir ergießend einen Namen gab, den ich bis heute verinnerliche. Ich bleibe gleich.

Ich gleite aus mir heraus, will mich spüren, meine Lust schmecken, mich verwöhnen, streicheln. Und reise weiter.

Kalte Fliesen, meine Brustwarzen sind so hart wie der Stein, gegen die jeder seiner wilden, unkontrollierten Stöße mich presst. Das kalte Eisen an meinen Handgelenken, das Leder an meinem Hals. Speichel, der mir auf den Rücken tropft. Blind. Die Augen verbunden. Eine Lust, die ich mit dir teilte, eine Idee, eine Phantasie, die du hast wahr werden lassen. Und nach einer schier endlosen Zeit, in der ich nur keuchend, wimmernd, kniend, mit seiner harten Pracht in mir regungslos verharre, breche ich zusammen. Schreiend, zuckend, auslaufend, als er sich aus mir zurückzieht. Der Orgasmus überfährt mich wie ein Güterzug. Kontrollverlust. Mein Körper gehorcht nur noch der Erregung. Ich spüre den warmen Urin, vermischt mit seinem Sperma, der aus mir heraus über meine Schenkel rinnt.

Ich tauche in mich ein, wieder, und wieder, und immer schneller. Ich reise weiter.

Mein süßer Schatz. Auch dir muss ich meine Entschuldigung aussprechen. Denn ich blieb immer gleich. Habe mich nie geändert. Auch wenn du es nicht weißt. Männer kommen, Männer gehen. Sie kommen. Und auch ich komme. Keine Reue, kein Bedauern. Du warst nicht da, als es das erste Mal mit ihm passierte. Eine Stunde hatte genügt. Ich weiß, er ist dein bester Freund. Du sollst es nie erfahren. Nie erfahren…

… wie er mich nahm. Nimmt. Auch heute noch. Nur wenig mehr als drei Stunden zuvor.

Ich tauche in mich ein, schneller, und schneller, und immer schneller. Mein Reiseziel ist zum Greifen nahe.

Was für ein Prachtstück! Am liebsten würde ich ihn genau jetzt wieder spüren. Ihn schmecken, mich an ihm reiben, ihn in mir fühlen. Wie er mich nimmt, dehnt, besamt. Unsere Zungen miteinander ringend. Vereint, in grenzenloser Leidenschaft, Begierde, Wollust. Das Gefühl seiner prallen Hoden, die im Takt seines in mich stoßenden Schwanzes gegen meine Arschbacken, meinen Anus schlagen. Das Geräusch, dass jeder harte Stoß zwischen meine weit gespreizten, vor Geilheit zitternden Schenkel macht. Ich wollte ihn, vom ersten Moment an, als ich die pralle Beule in seiner Hose sah. Dass er mich beim Masturbieren erwischte war bei weitem das Beste, was mir in dieser Situation passieren konnte. Auch andere haben mich dabei überrascht… nein, ich bleibe bei dir. Du sollst es sein, mit dir will ich diese Reise beenden.
Schließlich hast du mich gerade erst schreien lassen.

Ich lasse mich fallen, gehen. Nur noch Lust. Die Erinnerung ganz frisch. Ganz langsam, sachte. Jeden Stoß genießen. Der Orgasmus rollt auf mich zu. Die Augen wieder schließen, den Moment abrufen, der mir die größte Lust bereitete.

Seine Lippen pressen sich hart auf die meinen, seine Zunge schiebt sich in meinen Mund. Sein Hintern fühlt sich verdammt gut an in meinen Händen, und ich presse ihn zuckend und von seiner Zunge unterdrückt stöhnend an mich, in mich. Sein Orgasmus ertönt brummend und schnaubend in meinem Mund, und verteilt sich sprudelnd in meinem Unterleib.

Ich tauche in mich ein, hart, schnell, mich gegen den Orgasmus wehrend, ihn herauszögern wollend – versagend. Mein Körper krampft, ich kann nicht mehr, mich windend in purer Erfüllung und Befriedigung, den Kampf verloren, die Erlösung gewonnen. Ein Klirren, während die Zuckungen verebben.

Ich gleite aus mir heraus, noch immer keuchend, auslaufend, räkelnd, will mich spüren, meine Lust schmecken. Und schmecke die seine.

Kann ich ewig so weiter leben? Kann ich es aufrecht erhalten? Weiter in den Spiegel schauen? Er schmeckt so verdammt gut. Wie viele andere auch.

Menschen kommen, Menschen gehen. Ich fühle Schuld, aber keine Reue. Ich bleibe gleich.

Dem Kokon, gewoben von Meisterhand, entschlüpft, die Metamorphose nur noch eine Erinnerung. Im Schein der Kerze tanzend. Ein Schatten, einem Phallus gleich, zwischen meinen nackten Brüsten, die Flamme an meinen Lippen züngelnd.

Ich richte mich auf, schaue neben mich auf den Boden. Das Klirren erklärt. Vom eigenen Rausch heruntergerissen blicke ich herab auf die scharfkantigen Trümmer, starre mich selbst an. Die Spiegelscherben zeigen mir, was war, was ist, was sein wird. Jede einzelne hat unterschiedliche Namen für mich. Und doch sind sie sich alle einig. Ich lasse es zu, und genieße es. Sinke zurück in die Kissen. Im Reisefieber. Ein weiteres Mal. Männer kommen, Männer gehen. Ich mag es, wenn sie kommen.

Und ich werde es immer mögen. Und nicht nur mögen. Herbeisehnen. Fiebern. Genießen. Bis die Sonne, der ich entgegen strebe, mich verbrennt, und der Wind meine Asche über das kalte Glas der Scherben weht, aus dem Fenster hinaus, mich verteilt und ein letztes Mal im Sonnenuntergang erstrahlen lässt.

Der Meister ist fort. Es bleibt seine Schöpfung. Wieder, und wieder, und wieder. Gleich. Für immer.

Ich bleibe gleich.

Dies ist das Ende der “True Stories”-Reihe. Ich danke euch, dass ihr euch durch meine Gedankenwelt gekämpft und meine Erinnerungen geteilt habt. In meiner nächsten Reihe werde ich mich eher meinen Fantasien hingeben, weniger meinen Erlebnissen und Erfahrungen. Ich würde mich freuen, wenn ihr auch da mal reinschaut.

LG
Lil

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