Neus Geschichten

WG-Down Under 7




meine kleine Schwester

von Jacqueline_K

„Du hättest uns das ruhig früher sagen können“, schimpfte ich mit Petrus.
„Das ging nicht“, versuchte der sich zu entschuldigen, „ich musste noch ein Treffen organisieren. Ich brauche einen zweiten Künstler, damit ich auch Amy hier verschönern kann. Sonst wird sie bis heute Abend nicht fertig. Aber der Mann ist ein Problem.“
„Wo liegt das Problem“, wollte Amy wissen.
„Das ist aber nicht der Mann“, warf ich ein.

Petrus Gesicht sprach Bände.

„Du hast den Arsch, der Pia entführt hat, zur Convention eingeladen? Sag mir bitte, dass dies nicht dein Ernst ist.“
„Wenn ich mit euch beiden bis heute Abend fertig sein will, dann muss ich mir etwas einfallen lassen. Er kann sein Handwerk, auch wenn er ein Arschloch ist.“
„Ich lass den nicht an Amy.“
„Das habe ich auch nicht erwartet.“
„An mich“, stellte ich nur fest. „Ich soll für ihn die Beine breit machen?“
„Soll dein Krokodil fertig werden oder nicht?“
„Ich will den Kerl in einer Gefängniszelle.“
„Wenn Pia nicht mitspielt, dann kann der immer weiter machen. Und sie wird sich dem nicht aussetzen, das weißt du.“ Petrus sah mich an. „Also, wie sollen wir ihn bekommen?“
„Ich soll ihn zu einer Aussage bringen“, dachte ich laut.
„Das wäre das Beste.“

Ich dachte darüber nach, wie ich es anstellen sollte. Amy sah mich fragend an.

„Dazu gibt es eine Geschichte, oder?“

Ich erzählte Amy alles, was Pia mir erzählt hatte, auch das, was sie nicht erzählt, aber was höchstwahrscheinlich passiert war. Freiheitsberaubung, Vergewaltigung und Körperverletzung. Das waren die Taten, die er an Pia begangen hatte. Amy machte ein betroffenes Gesicht.

„Du wirst ihn nicht überführen“, sagte sie dann. „Du wärst viel zu emotional. Ich spüre doch, wie du jetzt ihn schon erwürgen würdest. Er seine Hand an dir? Du bist nicht cool genug.“
„Warum glaubst du, dass ich das nicht schaffe?“
„Weil du sie liebst“, sagte Amy. „Deshalb wirst du nicht locker bleiben, wenn er von seinem ersten Motiv redet. Ich kann das.“
„Aber Pia ist meine Freundin.“
„Aber du bist meine. Und Pia hat noch etwas gut bei mir, wegen der Anmache von gestern Abend. Jac, lass dir helfen.“

Ich seufzte und willigte ein. Als wir am Stand ankamen, stand der Typ schon breit grinsend davor. Petrus begrüsste ihn, indem er ihm die Hand reichte.

„Schade, dass dein Schwein abgehauen ist“, sagte er. „Ich hab dir zwar kein neues besorgen können, aber Amy hier möchte ihre Freundin auf dem Bein haben, das wäre doch etwas tolles, oder? Ich habe da schon einige Entwürfe angefertigt.“
„Ich würde mich freuen“, sagte der Kerl, der trotz seiner Tattoos nett aussah.

Amy verschwand mit ihm hinter den Kulissen.

„Bereit“, fragte Petrus und hielt mir erneut die Maske hin. Ich ergriff sie, zog sie an und mich aus. Ich legte mich breitbeinig auf die Liege und hoffte inständig, das Amy wusste, was sie tat. Nach drei Stunden war ich so nervös, dass ich mir von Petrus eine Pause erbat. Ich wollte gerade auch nach hinten, da kam mir von dort Jakobus mit einem Mann entgegen, der wie die ältere Version von Sam aussah.

„Wir haben alles“, sagte Jakobus und drückte dem Mann die Hand. „Danke nochmal Tony.“
„Was habt ihr?“
„Wir haben den Kerl überführt“, sagte Amy. Ihr Gesicht war etwas weiß. Pia hatte echt Glück, dass sie abgehauen ist. Der Deal mit Petrus sah vor, dass er ein Schwein tätowiert und die Haut zu gesendet bekommt. Er hat zugeben, dass er eine Landstreicherin genommen hat, weil ihr Ableben keinen interessiert hätte. Und das sie in ihren letzten Tagen mit ihm viel Spaß gehabt hätte. Ich habe ihm gesagt, dass ich sie kennen gelernt habe. Da hat er mich verlogenes Fickstück genannt und ich habe ihm Spontan in die Eier getreten.“

Ich umarmte Amy für den Mut, den sie für uns gezeigt hatte.

Dann musste sie zeigen, was der Arsch bis dahin gestochen hatte. Es war jammerschade, dass er so ein Monster war, denn stechen konnte er. Es war deutlich zusehen, dass ich das war. Ich würde so auf ewig jung auf ihrer Haut bleiben, auch wenn wir selber schon alt und grau waren.

„Das wird lustig, wenn irgendwann deine Kinder fragen, warum du eine nackte Frau in der Pose auf deinem Bein hast.“
„Ich hoffe, dass meine Kinder dich kennen, weshalb ich es nicht so genau erklären muss“, sagte Amy bekümmert.
„Das werden sie“, versprach ich. „Ich werde euch immer mal wieder besuchen kommen.“
„Wenn ihr beiden Fertig seit, dann wird es Zeit, dass ihr euch umzieht.“
„Ja Petrus“, sagten wir beide, wie aus einem Mund.

Ich war gerade in mein Jumpsuit geschlüpft, da kam Pia auf ihren hohen Highheels auf den Stand. Ich vergaß alles. Petrus, die Fotografen, Amy, ich sah nur Pia in diesem Kleid und diesen Schuhen. Ich sah sie so lange an, bis Amy mich an stupste.

„Wenn ihr beide nach hinten gehen wollt, ich gebe euch Deckung.“
„Nein, es ist nichts, alles gut.“

Pia war in zwischen auch in ihrem Teil und hatte auch schon die Catwomenmaske an. Ich war da auch rein gestopft worden. Und dann stand ich vor ihr. Das Gesicht ganz nah. Ich konnte nicht anders. Ich musste sie küssen. Sie revanchierte sich und spielte mit meiner Perle. Gott ich liebe sie.
Wie in Trance hörte ich die Kommando von Matthes und trennte mich von Pia.

„Pia nicht. Das endet Böse.“

Trotzdem schaute ich sie verliebt an.

“Nicht hier.”
“Ich möchte nur eine Disko in Barcelona erwähnen”, flüsterte sie mir ins Ohr.

Ich sah zu Matthes rüber, der das mit der Disko auch gehört hatte, aber der Grinste nur. Wer hatte Pia das mit der Disko gesteckt, vor allem wie viel? Ich hatte keine weitere Zeit mich darum zu kümmern, denn ich war ja der Star des Abends ich musste nun Schaulaufen. 2000 Dollar bekam ich nicht fürs Pia anhimmeln. Ich seufzte und ging mit Amy nach draußen. Auf der Bühne erwartete mich ein Blitzlichtgewitter. Hunderte Fotografen waren gekommen und schossen sich die Finger wund.

„Wie viele sind das?“, fragte ich Amy.
„Um die 1000? Sie stehen bis in die anderen Stände. Keiner der anderen Modells zeigt so viel von sich, auch wenn sie sich dort haben tätowieren lassen.“

Mir wurde anders. Wie sollte ich mich geheim halten, wenn ich mich jetzt mit Petrus Kunst so ins Rampenlicht zerrte. Ich war gerade heil froh über meine Maske.

„Da will einer vom hiesigen Tattoo Magazin eine Story über dich machen“, flüsterte Petrus. „Er will dafür 20.000 zahlen.“

Gott das Geld würde ich brauchen können, aber es wäre noch mehr Öffentlichkeit. Aber vielleicht war das die Lösung. Öffentlichkeit bot auch Sicherheit. Aber dann müsste ich mich auch wirklich Outen. Nein das ging nicht.

„Was soll ich ihm sagen“, fragte Petrus.
„Sie macht es“, sagte Amy und ich starrte sie an.
„Du brauchst doch nicht nur einen Pass, du brauchst auch eine Vergangenheit. Die kannst du bis dahin erfinden und dem erzählen. Alle werden dann nur noch die Story kennen und glauben. Die deutsche Botschaftstochter ist dann weg.“

Vielleicht hatte sie recht. Auch Pia war jetzt endlich auf der Bühne. Und wieder schaute ich sie total verliebt an. Heimlich, damit es keiner mitbekam. Aber so sah ich noch jemanden anderen. Es war der Fotograf, der seine acht Minuten von mir bekommen hatte. Statt auf Pia war seine Kamera auf mich gerichtet und er schien in einer Tour Fotos zu machen. Es hatte den Eindruck, dass er echt einen Narren an mir gefressen hatte. Na egal. Heute war seine letzte Gelegenheit was von mir zu sehen. Ich machte extra ein paar Erotische Posen für ihn, bevor ich die Bühne verließ.

Als wir uns umgezogen hatten und Pia wieder in den Heels stand, die so wunderschöne lange Beine machten, verabschiedete sie sich schneller, als ich sie aufhalten konnte. Mit traurigen Augen sah ich ihr nach. Amy nahm mich in den Arm.

„Was wirst du machen, wenn die Liebe nur von dir kommt“, fragte sie mich. „Kennst du das Gefühl überhaupt?“

Ich musste überlegen. Eigentlich kannte ich das Gefühl, aber die Konstellation war damals eine andere. Antoni hatte mich geliebt, doch ich hatte ihn angelogen. Das danach, als nur noch ich ihn liebte, das war seine Rache für den Betrug, den ich an ihm begangen hatte. Pia? Sie liebte ich nur aus mir heraus. Warum das so war, wusste ich eigentlich nicht.

„Seit ihr eigentlich ehrlich zueinander?“
„Was meinst du damit“, fragte ich sie.
„Ich meine redet ihr auch mal gemeinsam über eure Gefühle“, wollte Amy wissen.

Wieder musste ich nachdenken. Eigentlich sah ich sie nie. In der einen Woche war ich immer am Tag sehr früh unterwegs und sie kellnerte in der Nacht. Wir sahen uns immer nur für 4 Stunden im Bett. Hatte ich mich vielleicht nur in meinem Eigene Vorstellung über Pia verliebt und nicht in Pia selber?

„Wenn du fertig bist mit Nachdenken, dann kannst du mich zum Flughafen begleiten“, sagte Amy.
„Was du musst schon?“
„Ich habe auch noch ein Leben, weißt du?“, grinste Amy.
„Das lockere Studentenleben“, lächelte ich.
„Das ich nach den drei Tagen bei dir nun nachholen muss. Sehr locker. Zumindest durfte ich hier Spanisch und Deutsch in Reinform üben.“

Amy gab mir einen Kuss und lächelte mich an. Ich war traurig, dass sie wieder fuhr. Aber es würde nicht für lange sein. Sie hatte sich ja schon für das nächste Treffen eingeladen, die große Jungfrauenabschied mit allen. Dann, wenn sie nicht mehr wild durch die Gegend vögeln würde, wie sie es formulierte. Obwohl ich vermutete, dass sie das trotzdem weiter tat. Als wenn die Adventuretours nach meinem Auftritt nochmal platonisch geworden wären. Domenik würde sie immer mit anderen teilen müssen. Vor allem an den Tagen, wo die Freundin vom alten Kontinent zu Besuch kam. Ich musste lächeln.

Inzwischen waren wir mit dem Taxi zum Flughafen gefahren. Matthes hatte mich begleitet. Er war der einzige der Brüder, die dafür Zeit hatte. Auch schien es, als wollte er mich nicht allein lassen. Ich gab Amy einen Kuss, bevor sie durch die Sperren verschwand und dann ließ ich mich in Matthes Arme fallen. Abschied nehmen. Das war etwas, dass mir immer schwerer fiel. Vielleicht wegen Anton, wo es so endlich war. Ihn würde ich nie wieder sehen. Ich bettete darum, dass es bei Amy anders war.

Matthes brachte mich nach hause, wo noch eine andere Aufgabe vor mir lag. Ich musste Sybille eine frohe und eine unangenehme Nachricht übermitteln. Ich saß also bei Sybille am Tisch und sie sah mich erschreckt an.

„Was soll das heißen, einer war bei euch in der Wohnung?“
„Genau wie ich es sage“, stellte ich fest. „Jemand war bei uns und hat Pia und mir Kleidung gekauft und die in unserem Schrank deponiert. Zweimal der gleiche Satz aber genau in der richtigen Größe. Das bedeutet, dass er oder sie entweder zweimal in unserer Wohnung war oder aber er hat die Waschmaschine im Keller aufgemacht und die Größen daher.“
„Wann hast du gewaschen?“
„Direkt am zweiten Tag, wir hatten ja nicht soviel, als das wir lange warten konnten.“
„Also hat die Person euch was gutes getan.“
„Sybille, sie oder er war in unserer Wohnung. Wer weiß, wann sie noch da war. Am liebsten würde ich und Pia sofort ausziehen. Aber auf der anderen Seite bekämen wir kaum nochmal so eine schöne Wohnung.“
„Ich schicke Paul zu euch, dass er die Schlösser tauscht.“
„Das ginge auch.“
„War davor schon mal was?“
„Nur ein Präsentkorb mit deutschen Lebensmitteln. Der kam vor zwei Tagen. Da dachte ich, der wäre von deinem Mann. Jetzt bin ich mir da aber auch nicht mehr sicher.“
„Ich glaube auch nicht, dass es Paul war. Auch wenn er mir mittlerweile gestanden hat, dass er sich durch dich hat verführen lassen, der Schuft.“

Ich grinste: „Ja, dein Mann war ein sehr leichtes Opfer.“
Auch Sybile lachte und grinste schelmisch. „Wer könnte bei einer nackten und bereiten Schönheit direkt vor seiner Nase schon widerstehen. Wenn ich so bereit daliege, dann kann der noch so müde sein, da steht er doch seinen Mann.“
„Ohne Zweifel“, lachte ich.

Als dann auch noch Paul ins Zimmer trat, konnten wir uns beide vor lachen nicht mehr halten. Er schaute ganz verwirrt von einem zu anderen. Als wir uns beruhigt hatten, erzählten ich nochmal die Vermutung, dass jemand bei uns war. Paul machte ein ernstes Gesicht.

„Das haben die letzten Mieterinnen auch gesagt.“
„Du hast das Gewusst und nichts unternommen?“, fragte seine Frau ungläubig.
„Was sollte ich denn noch unternehmen? Am nächsten Tag waren die doch einfach weg gewesen. Niemand da, mit dem man der Anschuldigung auf den Grund gehen konnte.“
„Da hat er recht Sybille. Aber keine Angst, ich laufe nicht weg. Ich will jetzt auch wissen, wer da unser Wohltäter ist.“
„Das ist mutig“, bekannte Sybille.
„Wahlweise wäre es auch dumm“, sagte ich. „Das kann immer noch ein durchgeknallter Spinner sein, der böse wird, wenn wir nicht nach seiner Pfeife tanzen. Ich hoffe, eure Duschkabinen sind Messerfest.“
„Eine Anspielung auf Psycho? Die Wände sind aus Glas, da sieht man jeden, der zur Tür hereinkommt.“

Ich grinste trotzdem. Dann wechselte ich das Thema.

„Wann habe ich mit dem Jungen Mann aus dem Büro den Termin? Damit ich das in meinen Zeitplan rein bekomme.“
„Ich dachte an heute Abend um 18 Uhr.“
„In einer Stunde? Ich denke, das bekomme ich hin.“
„Und morgen um 24 Uhr hast du einen Termin bei einem John Cooper. Für deinen neuen Pass.“
„Okay, dann muss ich nur noch Pia ablichten. Danke auch dafür.“
„Keine Ursache, Jac.“

Ich verabschiedete mich bei Sybille und ging zu meiner Wohnung, wo Matthes am kochen war. Auf dem Tisch stand schon wieder einer der Präsentkörbe. Matthes berichtete, dass er vor der Wohnung gestanden habe und das dort genug für ein kleine Nudelschlacht drin sei um sechs Leute satt zu bekommen. Er wäre schon dabei, die Sause zuzubereiten, damit, wenn die anderen kamen, sie direkt essen konnten. Ich dankte ihm und ging derweil nach oben.

Ein Blick in den Schrank zeigte, dass 90% der Kleider unter den Begriff very hot and sexy viel. Das war jetzt nicht ganz so mein Geschmack, wobei ich mir schon denken konnte, dass es Pia voll gefiel. Ich suchte mir eine schwarze Leggings und eine weiße Bluse aus, zog es an und warf es anschließend auf einen Haufen. Ging nicht. Ich suchte mir einen Rock raus, der wenn ich mich bückte mein Höschen preisgab. Flog auch weg. Hatte ich mich mit der Seite geirrt? Ich ging zu Pias Schrank und zog den gleichen Rock an nur um festzustellen, dass ich mich jetzt fast schon nicht mehr hätte bücken müssen. Ich seufzte, als ich daran dachte, das Pia diesen Rock tragen würde.

Gab es den in diesem verdammten Schrank nichts normales? Seufzend griff ich nach dem Outfit, mit dem ich in Brisbane angekommen war. Ich würde wohl mal großflächig in diesem Schrank aussortieren müssen. So Sexy, wie dieses Schrank war, so war ich nicht. Als ich unten war, schaute Matthes auf die Uhr. Ich hatte nur noch 5 Minuten. Jetzt musste ich rennen.

Auf dem halben Strecke nach unten lief ich in einen Mann rein. Ich entschuldigte mich, weil ich es eilig hatte. Erst vor der Tür zum Büro war mir dann aufgefallen, dass meine Bluse sich bei dem Zusammenprall verschoben hatte und meine linke Brust halb heraus schaute. Was der Kerl sich wohl gedacht hatte? Zumindest hatte er wohl meine Brust in der Hand. Auch ein schönes Erlebnis. Ich musste grinsen, auch wenn in meinem Gehirn eine ungreifbare Erinnerung herum lief. Ich richtete mich und klopfte an die Tür.

Die Tür wurde von einem jungen Mann mit australischer Abstammung geöffnet, der etwas missmutig dreinschaute. Er musterte mich von oben bis unten und ließ mich dann herein. Drinnen herrschte eine gewisse Form von organisiertem Chaos. Überall lagen Bücher herum, Akten waren aufgeschlagen und Zettel lagen verteilt. Die Wände waren dagegen verhältnismäßig leer. Ein Schreibtisch von enormer Größe dominierte den Raum und auf einem Beistelltisch stand ein Drucker. Rechts und Links zweigten Räume ab, die aber leer wirkten. Er versuchte noch es zu verbergen, aber in einem der Räume lag eine Matratze auf dem Boden. Sybille hatte nicht übertrieben. Der junge Mann würde ohne Jac auf der Straße landen. Aber glücklich schien er über die aufgedrängte junge Frau vor ihm auch nicht zu sein.

„Hi!“, sagte er unbestimmt.
„Hallo“, sagte ich. „Mein Name ist Jacqueline Uru Labi. Was ist dein Name?“

Jetzt schaute er mich sehr böse an.

„Uru Labi“, sagte er mit einem grollen in der Stimme. „Das ihr Weißen euch auch noch an den heiligsten Begriffen unseres Volkes vergreift.“
„Ich weiß jetzt echt nicht was du hast.“
„Sybile hat gesagt, dass das nicht dein echter Name ist. Das ihr euch den ausgesucht habt.“
„Nur das ich mir den nicht ausgesucht habe. Er wurde mir verliehen. Von zwei Menschen unabhängig voneinander und ohne dass sich die beiden kannten.“
„Aber ja natürlich, wie sollen die beiden denn heißen?“
„Erstmal meine Freundin aus Perth. Sie heißt Tianna Wright“, begann ich aufzuzählen.
„Noch eine Weiße. Typisch Überheblichkeit“, fuhr er da zwischen. Ich schaute jetzt auch böse.
„Der andere war der beste Freund meines Mannes und unser Priester David Colebee. Aber bestimmt ist der auch ein ignoranter Weißer, der die Traditionen deiner Vorväter mit Füßen tritt.“

Der junge Mann war bei Davids Namen zusammen gezuckt.

„Wie so kennst du David Colebee?“, fragte er.
„Er hat mich mit Anton von Avin vermählt.“
„Du bist die Frau von Anton?“
„Ich war“, sagte ich ganz traurig. „Genau sieben Stunden lang war ich das.“

Ich musste mich abwenden, als die Erinnerung zurück kamen. Ich ging zum Fenster und schaute hinaus. Es war wohl ein Fehler, mich so einfach in das Leben eines anderen zu drängen, wenn das gerade an einem Tiefpunkt war.

„Wenn dir David den Namen gegeben hat, dann hat es seinen Sinn“, hörte ich seine Stimme hinter mir. „Ich traue auf das Urteil meines Vaters.“

Ich drehte mich ungläubig um. Er stand jetzt da wie jemand, der einen Fehler gemacht hatte. Einer, der sich bewusst geworden war, dass er zu sehr seinen Vorurteilen nachgegeben hatte. Es schien sowieso ein weiter verbreitetes Problem der jungen Mischlingskinder zu sein, dass die zwischen den Welten standen und sich dann eher auf die Seite ihrer hiesigen Ahnen stellten, auch wenn sie nicht das Gefühl des Dazugehörens zu haben.

„David ist dein Vater?“, fragte ich nun, kam dann ganz nah an ihn. Ich umarmte ihn und sagte: „Ich freue mich, dich kennen zu lernen, Mann ohne Namen.“
„Anatjari Colbey“, sagte er.
„Sehr erfreut, Anatjari.“ Ich trennte mich von ihm. „So, bevor ich gleich wieder etwas mache, was wir vielleicht beide gerade nicht wollen, sollten wir zum Geschäft kommen. Ich bin absofort deine neue Partnerin.“
„Was du und Mrs Nash beschlossen habt, ohne mich zu fragen.“
„Manchmal muss man Menschen zu ihrem Glück zwingen.“
„Und was weißt du genau von dem was ich mache?“
„Nichts, aber das ist brauche ich auch nicht, weil wir unsere Fähigkeiten zu beiderseitigen nutzen zusammen werfen. Ich berate die Menschen emotional und du mit harten Zahlen“, lächelte ich ihn an.
„Und du glaubst, dass man damit Geld verdienen kann?“
„Ja, ich denke, dass ich das kann“, grinste ich. „Ich habe sogar schon einen Kunden.“
„Du hattest noch kein Geschäft und hast trotzdem einen Kunden? Wen?“
„Anton von Avin. Ich soll seine Enkelin finden.“
„Ich habe aber kein Detektivbüro.“
„Aber eine Unternehmungsberatung. Du findest neue Wirtschaftliche Konzepte für Firmen, an die diese selber nicht gedacht haben. Sowas mache ich auch, nur eben anderes. Und ich finde für die Menschen andere Menschen, die sie in ihrem Leben brauchen. Zum Beispiel für ein Survivalgeschäft zwei Modells, die deren langweiligen Katalog aufpuschen.“
„Ist das auch ein Kunde?“
„Im Prinzip, ja.“
„Und wie soll das ganze heißen?“
„Was hällst du von der Colbey und Uru Labi Angentur?“

Er sah mich an.

„Du willst diesen namen in eine Firma setzen? Das werden viele aus meinem Volk nicht mögen.“
„Aber sie werden sich mit uns auseinander setzen und vielleicht bekommen wir so ein paar Kunden.“
„Das ist aber nicht das, was ich will.“
„Sybile hat schon gesagt, dass du von Mund zu Mind Propaganda nichts hälst. Dabei ist das das a und o eines Geschäftes. Das solltest du eigentlich wissen.“
„Wer ist Sybile und was sollte ich wissen?“
„Sybile Nash und der Wert einer Referenz. Was anderes ist Mund zu Mund Propaganda nicht.“

Er dachte nach.

„Okay“, sagte er. „Ich werde es mal auf eure Art versuchen. Wie willst du anfangen?“
Ich schaute mich in diesem Chaosbüro um: „Erstmal werden wir aus diesem Laden ein richtiges Büro machen. Unsere Sekretärin soll morgen nicht der Schlag treffen.“
„Ich kann die Miete nicht bezahlen und du hast eine Sekretärin eingestellt?“ fragte er unglaubwürdig.
„Ja und ich weiß, du wirst sie lieben“, lächelte ich sie an.

Danach begann ich sein Chaos zu beseitigen. Es dauerte 2 Stunden und sein Büro war zumindest so, dass man auch einen Fremden hineinlassen konnte. Mit viel Mühe half ich ihm dabei, seinen Schreibtisch aus dem ersten Büro in das zu verfrachten, wo seine Matratze auf dem Boden lag. Er hatte dort auch einen Kühlschrank und eine Herdplatte auf dem Boden. Als das vollbracht war, schoss ich von allen Räumen Fotos und schickte sie an Sam. Ich fragte ihn, ob er eine Idee habe, wie man hieraus ein Büro machen könne. Die Pläne könne er dann Elli mitgeben.

Als ich dann soweit war, nahm ich ihn noch mit zu mir, wo mittlerweile alle Spanier eingetroffen waren und auch schon die Nudeln im Topf kochten. Es wurde ein fröhlicher Abend, wo alle zu berichten wussten, mit wem sich Anatjari in Zukunft rumzuschlagen hätte. Gegen 23 Uhr verabschiedeten wir ihn und ich wollte mich in mein Schlafzimmer zurückziehen. Alleine.

„Du willst uns einach so auf deinem Sofa zurücklassen?“, fragte Matthes „Ohne einen Dank für das leckere gekochte Essen?“
„Das ich zur Häfte selber gekocht habe und das auf meiner Türschwelle stand. Von einem Unbekannten Gönner. Aber okay, wenn ihr unbedingt belohnt werden wollt…“

Ich zog mich noch vor der Treppe aus.

„Dann müsst ihr mir wohl folgen.“

Ich stieg die Treppen nach oben und legte mich mit breit ausgeklappten Schenkeln bereit für jeden auf das Bett. Matthes war der schnellste und folgte nackt und mit stehendem Schwanz meiner aufforderung. Er kniete mich zwischen meine Schenkel und drang ohne großes Vorspiel in mich. Ich wollte schon was sagen, da drehte er sich mit mir um und ein zweiter Schwanz war genauso schnell in mir. Ein dritter saß neben mir und wichste sich den Stab.

Gott wie liebte ich es, von den dreien genommen zu werden. Die harte Art, wie Jakobus meinen Darm weitete. Die Art wie mich Matthes in der Schwebe hielt und von unten in meine Möse stieß. Jetzt verbog ich mich noch, damit ich auch Petrus in mir hatte und er füllte meinen ganzen Mund bis in den Rachen. Drei Schwänze, auf der einen Seite so gleich und auf der anderen Seite von der Art, wie sie in mich fuhren so unterschiedlich. Sanft, spielerisch und kräftig. Und das alles zur gleichen Zeit. Ich kam, bevor sie es konnten.

Aber sie waren noch nicht fertig mit mir. Sie waren ein gut eingespieltes Team. Ich fragte mich gerade, wieviel Frauen die drei wohl schon so beglückt hatten, als ich zwischen Jakobus und Matthes hockend gefickt wurde. Und auch als Petrus Jakobus platz einnahm und sich meiner Möse bemächtigte, während er meine Nippel zwierbelte, wie er es bei Pia getan hatte. Es schmerzte ein bisschen, es war eine Art süßer Schmerz, der durchaus angenehm war. Ich krallte meine Nägel in seine Arschbacken, um ihm den gleichen Schmerz zurück zu geben. Er wollte meine Hände packen, aber ich funkelte ihn an.

„Gleiches recht für alle“, sagte ich und er nickte.

Weiter stieß er in mich und ich ließ mich erneut in meine schwebende erregung fallen in der sie mich hielten. Und beim nächsten Wechsel der Lage kam ich mit dem Rücken auf Petrus zu liegen dessen Glied einfach nur meinen Darm tief erfüllte. Matthes stieß in meine kochende Möse und Jakobus? Er bog mir den Kopf in den Nacken und drang in meinen Hals vor, den er tief und fordernd stieß. Normal bin ich da nicht so der Fan von, aber bei Jakobus wurde ich das zu einer willenlosen Mundfotze. Er kam dann auch als erster und pumpte mir seinen Samen in die Speiseröhre.

Petrus, auch wenn er sich garnicht mehr bewegt hatte, war dann der nächtste, der sich in meinen Darm ergoß. Nur Matthes schien sich noch Zeit zunehmen. Als die anderen beiden Rechts und Links von mir lagen und meinen Mund wechselseitig mit Küssen füllten, stieß er weiter seinen Stab in mich und ich kam ein zweites mal heftig und wrang seinen Stab dabei derart, dass auch er nichts anderes machen konnte als zu kommen.

Ich weiß garnicht mehr, wie ich einschlief. Nur dass ich aus einem Konkon aus Männerkörpern lag, die mich wärmten. Am Morgen schrag ich mit einem schlechten Gewissen hoch. Pia. Wir hatten das Bett vollkommen gefüllt. Wo war sie? Ich sah über den Balkon und sah sie friedlich in eine Decke gerollt auf dem Sofa liegen. Ich weckte die Männer, auch schärfte ihnen ein, das sie ja leise sein sollten, wenn ich sie jetzt einzeln zum Duschen schickte. Schließlich hatten wir heute ja einiges zu tun. Alle außer Matthes, der ja Urlaub hatte.

Wir beschlossen draußen zu frühstücken, um Pia nicht zu stören. Nach ein Paar Bagels aus einer Cafeteria ging es für mich und Matthes auch schon los zum Flughafen, wo Elli ankommen würde. Als die beiden aus der Kontrolle kamen, flog ich ihnen regelrecht entgegen. War der kleine Sam vielleicht groß geworden, dabei waren es nur drei Monate, in denen ich ihn nicht gesehen hatte.

Auf der Fahrt zum Loft musste ich ihr alles Erzählen, was mir in den letzten Monaten so passiert war und als ich meine Hose im Taxi auszog, um Elli mein Tattoo zu zeigen hätte der Fahrer beinahe ein Unfall gebaut. Matthes rettete uns und ermahnte ihn, auf die Straße zu schauen.

Im Loft brachte ich sie erst mal zu Sybille die uns dann den ganzen Tag nicht mehr weg ließ. Sie wollte alles wissen, von Elli von dem kleinen Sam und nochmal die ganze Geschichte in er Höhle. Bis abends war ich bei ihr, bis es Zeit wurde mich mit James Nash und diesem John Coober in der Bar zu treffen. Ich hatte meine Jungs dazu verdonnert, mit mir zu gehen, weil ich mich alleine nicht traute.

Als wir durch den Hintereingang in den Schuppen gingen und ich vor dem Typen saß, war das schon ein merkwürdiges Gefühl. Der Kerl war gelinde gesagt schmierig. Ich war froh, dass Jakobus mit mir darin war. Als die Prozedur fertig war und wir die Namen festgelegt hatten, holte ich mein Handy heraus und zeigte ihm Pias Bild.

„Das ist meine Schwester Pia. Für die brauche ich auch noch einen Pass. Ich muss die leider die Tage extra vorbeischicken. Ich hab kein besseres Bild.“
„Aber die Kleine hat doch schon einen Pass“, sagte da John. „Sie tanzt draußen an der Stange.“
„Sie macht was?“
„Mia Weber heißt die kleine. Wenn ich eins kann, dann kann ich mich an Gesichter erinnern, vor allem wenn sie an einem so aufregenden Körper dran sind.“

Meine Mine verfinsterte sich.

„Sind wir hier fertig?“
„Ja“, sagte John. „In zwei Tagen kannst du deinen Pass hier abholen.“

Er begleitete mich nach draußen in die Bar wo Pia wirklich in sehr anzüglichen Posen mit fast nackter Möse an der Stange herum hampelte. Sie nannte mich verrückt? Da konnte sie doch direkt sich fick mich auf den Hintern Tätowieren. Als ihr Auftritt zu Ende war, eilte sie zum Bühnenausgang und ich hinter ihr her. In der Umkleide fiel ich regelrecht über sie her.

“Was machst Du hier? Bist Du wahnsinnig geworden? Wie kann man sich nur so präsentieren? Das darf doch jetzt echt nicht wahr sein!”

Ich sah ihr erschrecktes Gesicht, in dem diese Hilflosigkeit war, die sie mich hatte retten lassen. Ich schloss sie in die Arme und entschuldigte mich, dass ich sie so angefahren hatte. Als ich wieder von ihr ab ließ, hielt ich sie trotzdem noch an den Händen.

“Wir beide gehen jetzt nach Hause und Du musst hier nie wieder hin. Ich werde dafür sorgen, dass du das nicht nötig hast.”
“Was glaubst du eigentlich, wer Du bist?”, funkte da eine andere Frau mit schwarzen Haaren dazwischen. “Willst du Mia zu Hause einsperren und in ihrer Angst und Panik alleine lassen? Sie macht das freiwillig und hat Spaß dabei.”
“Das ist ein Nachtclub. Ich dachte, sie ist hinter der Theke. Sie ziehst sich hier aus!”
“Richtig Jac”, sagte ich. “In einem Nachtclub und nicht in einem Bordel. Ich bin hier nur an der Bar und mache seit heute einen oder zwei Auftritte am Abend.”
“Aber wir brauchen so viel Geld nicht mehr. Wir …”
“Jac, nur weil du wieder irgendetwas gedreht hast, habe ich einen Plan vom Leben.”

Das saß. Ich hatte nicht wirklich einen Plan vom Leben. Ich machte das, was mir gerade in den Sinn kam und das funktionierte dann auch immer irgendwie. Das war kein Plan, das war unverschämtes Glück und eine Form von es kütt wie es kütt. (kölsch) Ich hatte zwar jetzt irgendwie eine Firma gegründet aber die hatte noch keinen einzigen Kunden. Ich hatte zwar durch das modelln eine Ordentliche Menge Geld verdient, aber das war auch nur eine einmalige Sache. Pia hatte dagegen einen echten und beständigen Plan. Auch wenn der mir gerade überhaupt nicht passte.

“Mia macht nichts falsch. Sie macht das, was man in einem fremden Land macht, wenn man sich Einleben muss. Sie geht Arbeiten und sie macht ihren Job sehr gut und sie geht darin auf. Willst du sie wirklich in einen Käfig sperren, damit sie auf deiner Linie ist?”

Diese Frau warf mir vor, dass ich Pia in einen golden Käfig einsperren wollte. Sie warf mir vor, dass ich zu meinem Vater oder zu Gamler würde. Das traf mich wie ein Schlag ins Gesicht. Ich konnte nur noch stammeln:

“Nein, natürlich nicht!”
“Jac, das ist übrigens Stella. Stella, das ist Jac.”
“Hallo”, sagte ich mit der Frau gleichzeitig.
“Ich kann auf mich aufpassen“, sagte Pia. „Und wenn mir hier einer blöd kommt, habe ich Albert, der ihn wegräumt. Für mich ist das hier der sicherste Platz, den ich in Australien finden konnte.”

Hinter uns räusperte sich jemand und eine tiefe männliche Stimme fragte: “Probleme?”
“Nein”, sagte diese Stella und Pia zeitgleich.

Ich war hin und her gerissen und ich fühlte mich eingesperrt und bedrängt. Ich wollte nur eines, ich wollte Pia retten. Notfalls auch vor sich selber. Aber jetzt war da noch dieser Bär von Mann in meinem Rücken. Was sollte ich nur tun? Wie bekam ich Pia hier raus?

“Junge Dame, ich denke es ist besser, wenn sie die Bar für heute Abend verlassen.”

Sie warfen mich raus. Ich brauchte etwas, um zu realisieren, dass ich verloren hatte. Sie hatten einen Keil zwischen mich und Pia getrieben und ich konnte sie hier nicht mehr beschützen. Ich war mehr als nur enttäuscht, als ich aus dem Raum ging. Die Jungs kamen kaum hinterher, so schnell lief ich aus der Bar. Ich ignorierte draußen die Taxis und lief einfach weiter, bis sie mich auf der Höhe des Convention Centers eingeholt hatten.

„Was ist los“, wollte Jakobus wissen.
„Pia ist los“, sagte ich sie. „Ich verliere sie.“
„Ist sie denn dein Besitz?“
„Was soll das denn heißen?“
„Das was ich sage“, stellte Jakobus fest. „Pia ist eine eigenständige junge Frau, die in einer Bar ein Auskommen gefunden hat. Und so wie sie getanzt hat, ist sie auch gut in dem was sie tut. Wer bist du, dass du das verhindern willst?“
„Ich bin ihre Freundin.“
„Aha und deshalb denkst du, du kannst ihr Leben bestimmen?“

Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. Ich wollte Pia nicht verlieren. Wenn sie dort in dem Laden auf den Falschen traf, dann wäre es das neunte Mal, das ihr etwas in diesem Land passiert. Ich hatte mir doch geschworen, dass ich sie beschützte. Wie konnte ich das, wenn sie ihren nackten Hintern jedem ins Gesicht drückte.

„Du wirst ihr nicht alles geben können, was sie braucht.“
„Was weißt du denn davon, was Pia braucht?“
„Sie wünscht sich eine harte Hand.“
„Dann werde ich sie ihr geben.“
„Du hast doch gar keine Ahnung davon, wie das geht“, meinte Jakobus ernst.
„Dann werde ich das lernen“, sagte ich und schob die Unterlippe nach vorne.

Jakobus umarmte mich und sagte okay. Die drei brachten mich dann nach Hause, wo Paul Nash mit einem neuen Schlüssel auf uns wartete. Er hatte in Zwischenzeit das Schloss im Loft getauscht. Ich zog mich mit den dreien zurück und Jakobus versuchte mir den Sinn von Dominanz in Beziehungen zu erklären. Ich verstand nichts. All dieses Regeln aufstellen und dafür eine Strafe aufstellen, dieses an der Leine nehmen. Keine Ahnung, was er mir da erklären wollte. Das einzige Bild, was ich aber trotzdem lächerlich fand, war einen auf Schwester Agnes machen. Er nannte es anders, aber so verstand ich es. Die Schwester war natürlich streng und Dominat. Das versuchte ich, als Pia nach Hause kam und klingeln musste.

Als ich sie und ihren Schutzsc***d, Stella, ins Wohnzimmer führte und mich wie eine Richterin auf das Sofa setze und Pia wie eine Büßerin vor dem Tisch zusammen sackte, wäre ich am liebsten aufgesprungen und hätte sie einfach nur umarmt. Petrus Hand auf meinem Bein verhinderte das. Das sah auch diese Stella, die sich hinter Pia etwas zurecht grinste. Pia erzählte nun alles, was sie in die Bar geführt hatte. Und dass es da nicht so schlimm sei, wie es den Anschein erweckte. Beruhigte mich das? Nein.

“Du versprichst mir, das Du auf Dich aufpasst?”, fragte ich Pia.
“Da achtet Albert schon drauf”, sagte dann Stella. “Der ist kurz davor Mia zu adoptieren, wie jede von uns in der Bar.”
“Wie?”
“Die Bar ist fast ein Hochsicherheitstrakt für uns Frauen. Wäre anstatt du einer der drei da in dem Raum gewesen, hätten wir einen Krankenwagen gebraucht. Und nicht für Albert. Der war mal Profiboxer.”
“Warum nennen sie dich da alle Mia?”
“Das. Ist. Mein. Offizieller. Name. Mia Weber. Sagt mein Ausweis, den ich auch von John habe.”
“Einen falschen Pass hast du also auch schon?”
“Weswegen waren wir denn in der Bar?”, funkte Mathes jetzt dazwischen.
“Ähm. Nun ja.”
“Und wie war das in Barcelona in der Disco? Da gab es eine Orgie auf der ….”
“Sei still Mathes”, fuhr ich ihn an.
“Ich habe da auch Bilder von, Jac.”
“Boah. Ich möchte nicht das Pia sich in Gefahr bringt”, sagte ich nun laut. „kann das denn keiner verstehen?“
“Wo wäre sie in größerer Gefahr?”, mischte sich Stella ein. “Auf der Straße oder bei Albert in der Bar. Er zwingt uns zu nichts. Er lässt uns unser Geld und einen Fahrdienst haben wir auch, damit wir sicher nach Hause kommen.”
“Das mit der Orgie würde mich jetzt interessieren? In der Disco? Auf der Bühne?” stichelte Pia nun herum.
“Das war aber nicht gewollt“, versuchte ich aus der Story heraus zu komme. „Da sind wir hineingeraten.”
“Jac“, sagte Pia jetzt ernst. „Du hattest Sex auf der Bühne. Ich ziehe mich nur aus und habe viele Menschen um mich herum, die auf mich acht geben.”

Sie hatten mich erwischt. Ich musste mir den restlichen Abend gefallen lassen, dass die drei jede von mir geleistete Untat in Barcelona aufdeckte einschließlich dem Fick mit einem Monster, dem Anlegen mit einem Drogenboss und der Kampf im Bus wo ich auf der Straße gelandet war. Pia hörte zu und bekam wohl ein ganz anderes Bild von mir. Ich wusste nicht, ob mir das Bild gefiel, was die drei da von mir zeichneten. Irgendwann flüchtete ich von der geselligen Runde.

Aber ich blieb nicht lange im Schlafzimmer alleine denn Stella kam mir nach.

„Ihr beiden seit schon sehr merkwürdig und ziemlich ungleich“, sagte sie. „Du bist die Priveligierte, die alles hat und das alles ablehnt und so sein möchte wie Pia. Pia würde alles dafür tun, um das zu bekommen, was du hattest und arbeitet dafür härter als andere Frauen die ich kenne. Und das mit vollem Körpereinsatz.“
„Aber Geld macht nicht glücklich“, sagte ich traurig. „Ich weiß das wie keine andere, das Geld nicht glücklich macht.“
„Das mag sein“, sagte Stella. „Aber selbst erarbeitetes Geld macht zu mindestens Frei von den Erwartungen anderer.“
„Aber ich erwarte nichts von Pia“, sagte ich Stella.
„Doch, das tust du. Du erwartest von ihr, die in diesem Land nur herum geschubst wurde und für alles hart mit ihrem Körper bezahlen musste, auch für eine Chance überhaupt zu leben, dass sie nur für dich da ist. Was ist die Gegenleistung? Wieder Sex? Mit dir? Weißt du überhaupt, ob sie das will?“

Ich war betroffen. Ich hatte tatsächlich nie gefragt. Ich war einfach davon ausgegangen und glaubte, dass dies dieses eine Nacht bestätigte. Aber war das so? Oder war es etwas einmaliges gewesen und ich bildete mir nur etwas ein. Ich vergrub meine Gesicht in meinen Händen.

„Ach Jac. Nimm es nicht so schwer. Schon viele Menschen haben sich in einen unmöglichen Menschen verliebt. Du bist nicht die erste und wirst nicht die letzte sein.“
„Ich habe dafür ein Talent, weißt du“, sagte ich mit weinerlicher Stimme. „Weißt du wie mich die Ureinwohner nennen? Uru Labi.“
„Die unbestimmte Frau“, sagte Stella nachdenklich. „Ja ich kenne den Begriff. Ein Freund von mir war mal auf der Suche nach ihr. Er sagte, es gäbe nur eine auf der Welt zu einer Zeit. Sie wäre immer schnell verliebt, aber sie zu halten wäre schwer. Wenn sie die bedingungslose Liebe bekäme, dann würde sie treu sein. Ansonsten würde sie jeden lieben, dem sie begegnet. Wievielte ist Pia in diesem Land?“

Ich schaute weg. Das war eigentlich eine peinliche Frage. Es deklarierte Pia zu einer unter vielen und das war sie nicht für mich. Pia war etwas besonderes. Sie war nicht so wie die anderen auf meinem Weg.

„Ich werde es mal anders Formulieren. Wie oft hattest du seit dem du hier in Australien warst, einvernehmlichen Sex?“

Ich überlegte und begann zu zählen.

„Du musst darüber nachdenken? Es war so häufig?“
„Sex ist nicht gleich liebe.“
„Sehr moderne Ansicht. Warum lässt du sie nicht auch bei Pia zu?“
„Lass ich doch, wenn sie Sex haben will, soll sie sich bedienen. Jakobus hatte schon das Vergnügen.“
„Aber du willst die Männer für sie Aussuchen?“

Nein, das wollte ich auch nicht. Ach ich wusste einfach nicht mehr, woran ich war. In dem Augenblick spürte ich Stellas Hände an meinen Wangen die mein Gesicht nach oben zogen. Darauf folgte ein Kuss. Dieser wurde sehr schnell intensiver und fordernder von ihrer Seite aus. In einer Pause sah ich sie an.

„Warum?“
„Wenn ich schon mal die Gelegenheit bekomme, etwas mit der Uru Labi haben zu können, dann will ich das auch ausnutzen.“

Bevor ich es verhindern konnte und auch nur etwas darauf sagen konnte, hatte ich wieder ihre Zunge an der Meinen und ihre Hand tastete sich langsam von oben in meine Hose zu meiner Scham hin. Als ihre Finger mich dort berührten, stöhnte ich in den Kuss und sie hatte mich. Leise umfuhr ihre Finger meine Perle und stimulierten mich. Meine Hände wuschelten durch ihr schwarzes Haar, dass ich nach kurzem in meinen Händen hielt. Verwirrt sah ich es an und ihre darunter liegende goldene Lockenpracht.

„Auch eine Methode, sich in aller Öffentlichkeit zu verstecken. Wenn die Männer in der Bar mich auf der Straße sehen, dann sehen sie eine blonde Studentin. Sie sehen keine Stripperin aus der Bar, denn die ist ja ein schwarzhaariger Vamp.“
„So gefällst du mir auch“, sagte ich und kroch näher zu ihr.

Meine Finger waren unter ihrem Shirt und zogen es ihr über den Kopf. Auf den Boden viel dann auch ziemlich schnell ihr BH. Mit meinem Shirt und ihrer Hose wurde der Stapel schnell größer und meine Zunge spaltete ihre Lippen.

„Oh Jac“, stöhnte sie. „Nicht so schnell.“
„Du wolltest doch die Uru Labi. Hier bin ich.“

Und wieder versenkte ich meine Zunge in ihr, spielte mit der Spitze in ihr, saugte mich an ihrer Klitoris fest und kaute etwas an ihr. Sie zuckte schon, als ich Hände auf meinem noch bedeckten Hintern spürte. Er massierten sie ihn noch durch den Stoff, doch ziemlich schnell zogen sie auch den Stoff herunter. Bevor er aber eindringen konnte, entzog ich mich.

„Schwanz oder Zunge“, fragte ich Stella die nun auch zu Pertus sah.
„Der ist mir zu groß“, antwortete sie. „Zunge!“

Petrus wusste nicht genau wie im geschah. Aber er wusste, was er zu tun hatte. Als er auf dem Rücken lag und ich mich auf ihm gepfählt hatte, ließ er seine Zunge durch Stellas Grotte rotieren. Sie hätte das ganze Loft zusammen geschrien, wenn ich nicht ihren Mund durch den meinen verschlossen hätte. So wurde sie von Petrus zu einem heftigen Orgasmus geleckt, der sie genauso überschwemmte, wie mich der meine auf diesem herrlichen Schwanz von Petrus.

Als es etwas ruhiger war, verabschiedete sich Petrus von uns. Die drei Brüder müssten morgen jeder auf seine Weise früh raus und wollten uns nicht stören. Ich bat sie noch, Pia nach oben zu bringen was dann Jakobus auch sehr vorsichtig tat. Sie lag wie ein Feuerengel zwischen uns. Ich strich ihr sanft die Haare aus dem Gesicht. Stella beobachtete das.

„Du liebst sie wirklich. Das ist schön, dann hat sie wenigstens etwas Halt in dieser Welt.“
„Das hoffe ich doch.“

Am nächsten Morgen war Stella die erste, die wieder auf den Beinen war. Sie sagte, der Alltag würde rufen. Ich fragte sie, welchem Geschäft sie denn sonst noch nachgehen würde und sie sagte mir, sie würde studieren. Als ich das hörte, hatte ich sofort eine Idee. Sie könnte mir bestimmt helfen, Jacky zu finden. Vier Augen in der Uni waren auf alle Fälle mehr als zwei, dachte ich. Ich bat sie darum, mich gegen Mittag wieder zu besuchen und sie versprach zu kommen.

Pia wollte mit mir shopen gehen, aber ich musste ja jetzt das Büro starten. Trotzdem war mir noch immer nicht ganz wohl bei dem Gedanken dass sie Pia vor wildfremden Männern auszog.

„Musst du wirklich wieder in den Nachtclub?”
“Nein Jac, ich muss da nicht hin. Ich will da hin. Die Leute sind nett und es ist eine tolle Stimmung. Außerdem wäre das hier drin wie ein goldener Käfig für mich. Ähnlich dem, den Gamler für dich aufbauen wollte.”

Dabei zeigte sie mit ausgestreckten Armen und einer ausgedehnten Drehung in das Loft hinein.

“Du könntest mir zur Hand gehen?”, fragte ich vorsichtig.
“Zahlst du 500 Dollar den Tag?“ fragte Pia zurück. „Das Leben ist hier nicht billig, Jac. Alleine für diesen String habe ich 100 Dollar hingelegt. Meine Mama hätte mich zu Hause für einen Victoria Secret String erschlagen. Ich möchte nicht wieder auf die Straße. Entweder ich schaffe es hier oder ich setze mich in einen Flieger nach Hause.”

Ich gab auf, vorallem auch weil in meinem Schrank in der deutschen Botschaft in Rom 10 Stück von den Dingern hingen und ich sie keines Blickes gewürdigt hatte. Meine Strings waren von Takko oder Baumwolle aus Amazone, mehr unterwäschen den Blickfang. Es war schön, dass wenigstens einer von uns Sinn für dieses Form der Sinnlichkeit hat. Ich umarmte sie.

Nachdem ich Pia zum Shopen entlassen hatte, machte ich mich zu den Nashs auf, um Elli abzuholen. Sie hatte ja ihr neues Arbeitsumfeld noch nicht gesehen, zu mindestenes nicht live. Entsprechend erschüttert war sie auch.

„Ich kann verstehen, warum ihr mich braucht. Einer muss hinter euch aufräumen“, grinste sie schief. „Und Möbel wäre auch nicht schlecht, wie habt ihr bloß ohne die eure Kunden empfangen.“
„Ich war gestern das erste Mal hier drin“, sagte ich. „Und Kunden haben wir noch nicht wirklich welche.“
„Gut, dass ich dann einen für euch habe“, sagte Elli.

Ich und Anarjari sahen sie schräg an.

„Du kommst gerade frisch aus Perth und hast einen Kinden für uns? Wenn?“, fragte ich ungläubig.
„Den Sohn von Sam Meister. Als Sam die Bilder dieser Leere hier sah, sagte er sich, dass dies genau das richtige für seinen alten Meister sei. Der aber hat das Geschäft an seinen Sohn weiter gegeben und ist jetzt aber darüber nicht wirklich glücklich. Der hat nämlich versucht, sein Geschäft zu vergrößern und ist nun kurz davor, mit dem Konzept baden zu gehen.“
„Und wir sollen dem jetzt auf die Sprünge helfen.“
„Sam hat gesagt, dass du in nur einer Woche seinen Laden so bekannt gemacht hast, dass er sich vor Aufträgen nicht mehr retten kann. Außerdem soll ich dich fragen wie du das mit meinem Bild gemacht hast und wenn du es nicht raus rückst, würde er dir jede Woche das Holz für drei Einlegearbeiten schicken, zum abarbeiten. Kuck mich nicht so an, das waren seine Worte.“

Ich seufzte. Mein Leben würde wohl dieses Woche sehr anstrengend werden.

„Also dann beginnen wir mal mit der Aquise. Anarjari? Du kommst mit. Elli? Heute Mittag kommt eine gewisse Stella. Wenn ich noch nicht wieder zurück bin, dann unterhalte sie, bis ich komme.“
„Ja Chefin“, grinste Elli.
„Hier sind 1000 Dollar versuch damit dein Büro hier mit Technik auszustatten.“
„Wo kommt das Geld her?“ wollte Anajari wissen.
„Ich habe dafür gestrippt“, sagte ich und musste daran denken, dass ich das bei Pia nicht wollte. Aber genau das hatte ich vor hunderten von Zuschauern in der Convention gemacht.
„Du ziehst dich für Geld aus?“, fragte Elli entrüstet.
„Warum? Das mache ich doch auch so, dann kann ich doch auch mal Geld dafür nehmen. Aber dieser Laden hier. Das was wir hier gemeinsam machen und was ich mit euch aufbauen will, das will ich wirklich machen.“

Die beiden nickten und ich verließ mit Anarjari das Büro. Wir fuhren als aller erstes zum Survivalladen. Ich musste ja noch mit John die genauen Konditionen für das Shoting verhandeln. Das sollte am Donnerstag über die Bühne gehen. Als wir in seinem Laden ankamen war da gerade ein Mann von der Steuerbehörde, der versuchte, sich durch Johnsbücher zu kämpfen. Es stellte sich heraus, dass sein eher langweiliger Katalog nicht sein einziges Problem war. Er war einer dieser typischen Abenteurer, die nach einer frühen Karierre als Bergsteiger und Survivalfreak sein Auskommen mit so einem Geschäft suchte und wegen seinem Namen auch Kundschaft hatte. Aber das Geschäftliche war nicht so seins. Also ließ ich Anarjari einen schnellen Blick in die Bücher werfen, während ich mit meinem Charm und einigen tiefen Einblicken den Steuerbeamten ablenkte und so im Enteffekt Johns wirtschaftlichen Arsch rettete. Am Ende von 2 Stunden bei John hatte die Colbey

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