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Au-pair 12




Abschied

von Jacqueline_K

„Ich brauche dich, du kannst mich jetzt nicht alleine lassen“, Elli hing an mir, aber es musste sein. Ich musste weiter ziehen.
„Elli, du hast eine große Familie und ganz viele Freunde. Ich bin nicht wichtig. Ich bin aus einer anderen Welt. Ich werde bald für immer in meine Welt zurückgehen.“
„Aber wir haben doch zusammen den Drachen getötet.“
„Deshalb werden wir für immer Schwestern sein. Aber trotzdem muss ich gehen.“
„Aber ich weiß nicht, wie ich es ihm sagen soll.“
„Wem?“
„Sam. Ich will ihm nicht das Herz brechen, nachdem er mich scheinbar wiedergefunden hat. Wie soll ich es ihm sagen, dem Vater meines Kindes, dass der Sex mit ihm nur solange geil ist, wie ich mit geschlossenen Augen daliege, aber so bald ich ihn sehe, am liebsten schreiend wegrenne. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich ihn geliebt habe. Ihn als Person.“
„Du würdest Dolly eine Freude machen, wenn du einen Schlussstrich ziehst.“
„Und sie gleichzeitig jeden Tag daran erinnern, dass ich zuerst da war. Und das nur ein Unfall sie zu seiner Frau gemacht hat.“
„Es war kein Unfall“, bemerkte ich. „Euer Flugzeug wurde abgeschossen. Ihr seid über etwas geflogen, dass ihr nicht sehen durftet.“
„Wenn ich doch nur wüsste, warum ich überhaupt geflogen bin. Und mit wem? Ich habe das Gefühl, ich war nicht alleine.“
„Nein, du hattest eine Pilotin. Nancy Cardigan. Ihr wart mehr als gute Freundinnen. Sie hat dich darum gebeten, mit ihr zu fliegen, und hat dich mit einem Bootrennen in Alice Spring gelockt. Dabei gibt es hier noch nicht mal Wasser.“
Elli grinste: „Wir stammen hauptsächlich von Engländern ab. Und wenn es eines gibt, dann ist es das, dass uns äußere Umstände nicht davon abhalten, etwas Verrücktes zu tun. Es gibt nicht genug Wasser? Das soll ein Grund sein, keine Rally zu machen? Dann laufen … wir … eben …” Elli machte ein erschrecktes Gesicht. “Nancy”

Elli starrte durch mich durch.

“Das waren genau ihre Worte.”

Elli liefen Tränen das Gesicht runter. Dann klammerte sie sich noch stärker an mich.

“Ich wusste nicht, wo ich war. Ich wusste nicht, wer ich war. Ich habe nur das Blut gesehen, da war überall Blut. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Sie hat mich gegriffen und hat gesagt, ich soll laufen und mich verstecken. Ich hab gesagt, ich geh nicht ohne dich, hier bin ich ganz alleine. Sie hat gesagt, wenn ich nicht gehe, dann stirbt sie. Ich bin gegangen. Aber ich wusste nicht wohin. Ich lief in das Tal und da kamen Männer und Autos. Ich habe gewunken und sie haben geschossen. Da lief ich. Ich lief und fand die Höhle. Auch in der haben sie geschossen. Ich habe mich versteckt. Im Wasser habe ich mich versteckt. Sie haben gelacht. Wenn ich nicht rauskomme, schicken Sie mir Hektor, haben sie gesagt und dann schickten sie mir einen Drachen. Viele Tage habe ich dort gehockt und als ich mich an ihm vorbei traute und nach draußen kam, da war alles weg. Ich habe eine Spur gefunden, aber sie endet vor einem Zaun, der summte. Ich habe sie alleine gelassen. Ich habe sie zurückgelassen. Ich musste sie doch retten. Sie hat gesagt, ich soll sie retten.”

All das war aus ihr herausgesprudelt. Wie Erinnerungen, die endlich wie ein Damm brachen.

“Elli, ist ja gut. Jetzt musst du dich erst mal erholen. Danach werden du und deine Freunde einen Weg finden, Nancy zu finden.”
“Wir wollten Fotos machen. Von der REM”, flüsterte Elli. “Ich weiß nur nicht mehr warum.”
“Das findest du auch wieder raus. Nur das nächste Mal nimmst du eine Drone. Wenn man auf die schießt, dann tut das weniger Weh.”

Sie lachte.

“Kannst du nicht doch mit uns kommen?”
“Nein, mein Vater und der Gamler haben scheinbar einen Deal gemacht, der mich sechs Monate in seinem Haus festhalten sollte. Wenn ich mit dir gehe, wirst du mich an ihn verlieren. So bin ich frei.”
Sie nickte: „Frei, mutig und neugierig, die Welt zu sehen. Die Bedeutung meines Tattoos.“
„Ich weiß, hat mir deine Mama erzählt.“

Wir langen noch lange im Bett, bis es Zeit wurde, zu gehen. Ich brachte sie zum Flughafen, wo sie eine ziemliche Weile nur da stand und meine Hand zerquetschte. Mit starren Augen blickte sie auf die Maschine.
„Darf ich?“, fragte Tianna und nahm dann ihre andere Hand. Sam Junior lag in einem Tragetuch an ihrer Brust.
„Tianna wird die ganze Zeit bei dir bleiben. Du musst ihr helfen. Sie ist noch nie geflogen.“

Elli sah zu Tianna und die schüttelte den Kopf.

„Es ist eigentlich sicher“, sagte Elli. „In Australien ist offiziell die letzten 10 Jahre keiner abgestürzt. Nur verschollen. Und nach so einer großen Maschine suchen die länger.“
„Dann hast du also keinen Grund, dich länger ums Einsteigen zu drücken.“

Ich schob Elli bis in die Maschine und sah dann zu, wie sich die Tür hinter ihnen Schloss. Unten wartete noch Amy und Dom auf mich. Als die Maschine abgeflogen war, nahm mich Dom in den Arm. Auch er heulte, obwohl er das die ganzen Wochen zu verhindern wusste.

„Danke Jac, dass du sie gefunden hast.“
„Nein, Dom. Du warst es selber. Du hast mich auf die Suche nach dem Geist geschickt.“

Dom ließ mich los, nur damit ich in den Armen von Amy landete.

„Du bist ein Schatz“, sagte die. „Wer immer dich einmal fängt und halten kann, der hat den größten Schatz der Erde gefangen.“
„Und ich werde dann wohl vor ihm fliehen“, sagte ich traurig. „Ich mag es nicht, gefangen zu werden.“
„Ja und deshalb lassen wir dich jetzt gehen. Ich glaube, du hast noch große Aufgaben zu erfüllen.“
„Dabei will ich nur das Land und die Menschen darin kennenlernen.“
„So wie du die Menschen triffst, lernst du sie in ihren besten und schlimmsten Zeiten kennen. Besser kann man sich mit Menschen nicht verbinden. Wo willst du von hier aus hin?“
„Nach Coober Pedy. Das scheint ein ganz besonderer Ort zu sein.“
„Das Loch des weißen Mannes. Ich war noch nicht da, aber du wirst bestimmt ein paar Fotos schicken von dem Mann oder der Frau, die du da kennenlernst.“
„Ich verspreche es.“

Wir hatten noch einen Abend zusammen, bis mein Bus kommen sollte. Ellis Eltern hatten darauf bestanden, mir ihr ganzes restliches Barvermögen aufzudrücken, weshalb ich mir das Ticket und das Hotel in Coober Pedy leisten konnte. Ich wollte sie wenigsten zum Dank für alles das Essen bezahlen, aber sie lehnten ab. Ich wurde zum klassischen Känguru Burger eingeladen. Vom Geschmack her war es Rind und Amy erklärte, der Name komme vom Brötchen im Fleisch. Dadurch würde der Burger springen, wenn man es fallen ließ. Wir lachten herzlich. An der Bushaltestelle musste der Busfahrer erst damit drohen, dass er ohne mich fuhr, bevor mich Amy losließ.

„Ich habe das Gefühl, als wäre es ein Abschied für immer.“
„Ich werde mich bei dir melden, bestimmt.“

Dann stieg ich in den Bus. Ich winkte noch lange und hatte danach das Gefühl, dass nun endgültig ein Abschnitt meines Lebens abgeschlossen war. Drei Monate waren jetzt schon um, ein Viertel der Zeit, die ich für au-pair eingeplant hatte. Was würde ich die restliche Zeit hier erleben, wen würde ich noch kennenlernen?

Ich hatte das Gefühl, dass ich zu Elli zurückmüsste. Sie hätte es verdient, dass ich ein Jahr bei Sam Junior half. Aber ich wäre wieder in der Nähe der Gamlers und das würde nicht gut gehen. Ich musste so viel Land, wie es irgend geht, zwischen meine Gastfamilie und mich bringen.

Um auf andere Gedanken zu kommen, sah ich mir die anderen Fahrgäste an. Es waren überwiegend Männer. Vom Typ her würde ich behaupten, dass es Arbeiter waren. Hier draußen war es wohl hauptsächlich Minenarbeiter. Ihre Bosse würden wahrscheinlich fliegen, dachte ich bei mir. Ein etwas Jüngerer grinste mich an. Als ich zurück lächelte stand er auf und kam zu mir herüber.

„Na Küken, schon mal einen richtigen Hahn gehabt?“
Ich lachte. „Was war das denn? Den Anmachspruch habe ich noch nie gehört.“
„Den hab ich mir auch gerade erst ausgedacht“, sagte er. „Hat er Erfolg?“
„Normal würde ich jemanden, der mich vor meinem Namen zuerst flachlegen will, eine klare Absage verpassen, aber mit dem Spruch hast du mich.“
Er grinste: „Hi ich bin Jac, wie heißt du?“
Ich lachte wieder und sagte: „Jac.“
„Was ist an Jac so komisch?“
„Dass du genauso heißt wie ich“, lächelte ich zurück. „Eigentlich heiße ich Jacqueline.“
„Und ich heiße eigentlich Jacques, meine Großeltern kamen aus Frankreich, deine auch?“
Ich schüttelte den Kopf. „Meine Mama kommt aus Paris, mein Papa ist aber Deutscher. Ich bin nur zu Besuch hier. Zum Reisen.“
„Dafür hast du aber wenig Gepäck“, sagte er.
„Was braucht es mehr als ein Handtuch“, fragte ich.
„Hast du auch einen Babelfish im Ohr“, er drehte meinen Kopf und schaute in meins. „Und wo ist der Anhalter?“

Ich zog das noch leere Notizbuch aus meinem Rucksack.

„Ich bin der Urautor für Australien. Da muss einiges erneuert werden, nach der Rekonstruktion.“

Wieder lachten wir beide.

„Was machst du eigentlich, Jac?“, wollte ich wissen.
„Ich arbeite in einer Mine“, sagte Jac stolz und zeigte mir das Sc***d auf seiner Jacke: „Gamler REM Co.“

Toll, dachte ich. Etwas kühler fragte ich, „wie lange machst du den Job schon?“
„Neun Monate. Stimmt etwas nicht?“
„Tut mir leid, du kannst ja nichts dafür, aber ich mag deinen Boss nicht. Er hat Freunden von mir sehr wehgetan.“
Jac sah mich nun ernst an: „Bist du so ein komischer Umweltaktivist? Die Typen, die mit dem Handy sich an unseren Zaun stellen und hoffen, dass bei uns ein Ölfass umfällt, nur damit sie Zeder und Mordio schreien können. Deren Handys aber ohne die Metalle aus unserer Mine nicht existieren würde?“
„Ich finde es zwar wichtig, unsere Umwelt zu schützen, aber ich weiß auch, dass wir solche Minen brauchen. Trotzdem mag ich deinen Boss und einige seiner Methoden nicht.“
„Herr Gamler ist ein großer Mann.“
„Hast du ihn mal gesehen? Ich nämlich nicht und das obwohl ich siebenundzwanzig Tage bei ihm gewohnt habe.“
„Du hast bei ihm gewohnt …“
„Ich bin als Au-pair nach Australien gekommen und die Agentur hat einen Fehler gemacht.“

Jac machte jetzt ein merkwürdiges Gesicht.

„Was?“, fragte ich.
„Du bist als Au-pair bei Herrn Gamler gewesen?“
„Wenn ich es doch sage.“
„Es gibt ein Gerücht über Herrn Gamler und Au-pair Mädchen.“
„Aha und welches?“
„Er holt sie ins Land, um sie an Männer zu geben, zum Beispiel in den Minen.“

Ich sah ihn vollkommen entgeistert an.

„Das ist …“ Ich wusste nicht, was es ist.
„Wie gesagt, es ist ein Gerücht. Die Frauen bei uns waren freiwillig da. Zumindest hatte ich den Eindruck.“
„Ihr habt Prostituierte bei euch in der Mine?“
„Wir haben auch eine Kirche, ein Kino und einen Supermarkt. Alles, was man zum Leben in der Wildnis braucht. Alle drei Monate habe ich dann zwei Wochen Urlaub und fahr zu meiner Familie an die Küste. Nicht genug Zeit, um eine Freundin zu finden.“

Jetzt tat er mir wieder leid. Ich gab ihm einen Kuss.

„Für was war der?“
„Dafür, dass du mir einen Einblick in dein Leben gestattet hast. Auch wenn ich deinen Boss nicht mag.“
„Ich hab ihn auch noch nie gesehen und er ist ein Halsabschneider. Wenn mein Vertrag ausläuft, werde ich ihn nicht verlängern. All die tollen Freizeitmöglichkeiten im Minencamp kosten das dreifach vom üblichen Preis. Wenn du es nutzt, kann es passieren, dass du am Ende mit nichts da stehst. Und da du alles mit der firmeneigenen Kreditkarte bezahlst, merkst du es erst, wenn dein Lohnkonto leer ist. Glücklicherweise lese ich gerne und stehe auf Sonnenuntergänge in der Wüste.“
„Wirklich? Die finde ich auch total toll. Hab ich jetzt fast 3 Wochen lang bewundern dürfen.“
„Da kann man sich nicht dran sattsehen, oder?“, fragte Jac und ich stimmte ihm bei.

„Was willst du machen, wenn dein Vertrag ausläuft?“
„Ich will studieren. Bergbau. Als Ingenieur verdient man viel mehr in den Minen. Und ich will den Felsen lesen lernen. Weißt du, dass man an der Farbe und am Geschmack des Gesteins erkennen kann, was er enthält?“
„Nein. Ich lecke nicht so oft über Steine. Eher über anderes“, sagte ich beiläufig. Unbemerkt hatte ich mich näher an ihn geschoben und meine Hand lag auf seinem Bein.
„Äh Jac?“, fragte er.
„Ja Jac?“
„An was leckst du, wenn du nicht an Stein leckst?“
„Hm, mal sehen. Eis. Lutscher. Bananen. Rasierten Eiern. Wassermelonenstücken. Bratäpfel.“

Ich merkte, dass er das mit der rasierten Eiern bemerkt hatte.

„Ist dir auch so warm wie mir“, fragte ich. „Ich glaube, es wird Zeit, dass ich mich zurückziehe. Ich habe eine Koje gebucht bis Coober Pedy.“
„Hast du? Das ist doch teuer.“
„Ich weiß gerade nicht, wie groß die ist. Willst du mitkommen und sie dir anschauen?“

Jacques Augen wurden groß. Ich stieg von meinem Fensterplatz über ihn drüber und ließ ihn dabei in meinen Ausschnitt schauen. Dann ging ich mit wackelnden Hintern zu den Schlafkojen, die das hintere Drittel des Busses ausmachten. Eigentlich war es Verschwendung, denn der Bus sollte um drei Uhr morgens an kommen. Aber jetzt hatte ich eine Verwendung. Noch im Gang zog ich mich komplett aus und hatte mehr als ein männliches Augenpaar auf meinem Hintern. Als ich in die Koje schlüpfte und nur mit dem Kopf wieder raus schaute, sah ich den Neid der anderen, als Jac mir hinterherkam und sich ebenfalls im Gang auszog.
Dann lagen wir wie Sardinen in der Koje. An ihn lecken konnte er vergessen. Stattdessen streichelte ich ihn auf Größe. Als er angenehm fest war und ich durch seine Hand angeregt da lag, ließ ich ihn von hinten in mich dringen. Er hatte ein schönes und festes Glied, das mir Freude bereitete. Nicht zu lang und nicht zu dick. Er musste sich nur wenig bewegen, um mich optimal zu reizen.
Seine rauen Hände glitten über meinen Körper und bereiten mir eine wohlige Gänsehaut. Sanft knabberte er an meinem Ohrläppchen. Und ob wohl wir uns kaum bewegen konnten, kam ich und er in mir.

Danach wollte er gehen, doch ich hielt ihn fest.

„Die Koje ist bezahlt“, sagte ich ihm. „Sie ist zwar eng, aber ich möchte jetzt nicht alleine bleiben.“
„Okay Jacky. Dann bleib ich bei dir.“

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