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Natascha 15




Am nächsten Morgen wird Natascha vor Miriam wach und bleibt, weil es so gemütlich ist, noch ein wenig liegen. Ihre Blase treibt sie jedoch aus dem Bett. Leise und vorsichtig schält sie sich aus den Laken, um ihre Freundin nicht zu wecken und tapst ins Bad. Sie erleichtert sich und blickt danach in den Spiegel. Sie sieht sich mit zerzausten Haare und mit dem neckischen Nachthemdchen, welches sie von Miriam bekommen hat. Sie kann sich gar nicht daran erinnern es gestern Abend angezogen zu haben. Egal, sie zuckt mit den Schultern und die Natascha im Spiegel machte es ihr nach. Sie streckt sich selber die Zunge raus. „Bääh.“

Sie muss über sich selber lachen, wird aber gleich wieder ernst, als sie daran denkt, dass heute Monika kommen wollte um sie, um Natascha kennenzulernen. Sie seufzt abgrundtief, ob sie wirklich dieses Kleid anziehen soll. Was würde ihre Schwester von ihr denken? Okay, sie kann sagen, dass alles auf Nickis Mist gewachsen sei. Ein mulmiges Gefühl hat sich dennoch. Sie schüttelt den Gedanken ab und macht sich etwas frisch. Kehrt ins Schlafzimmer zurück, um Miriam zu wecken. Die denkt jedoch noch nicht ans Aufstehen, sondern zieht Natascha zu sich ins Bett, um zu kuscheln und den Tag mit einem zärtlichen Orgasmus zu beginnen. Natascha lässt sich gerne verführen, so dauert es gut zwei Stunden bis sie geduscht und angezogen am Frühstückstisch sitzen. Miriam meinte vorher zwar, dass sich das Anziehen für Natascha nicht lohnen, weil sie sich eh wieder umziehen muss. Das brachte die Frage auf, wann Monika zu ihnen kommen wollte. Natascha schickte ihrer Schwester daraufhin eine Nachricht aufs Handy.

Die Antwort lässt auf sich warten und sowohl Miriam, als auch Natascha wissen nicht, was sie machen sollen. Es ist doof, wenn man auf etwas warten muss. Natascha will schon Yus anfunken, um sich für gestern zu entschuldigen, dass sie so kurz ab war, als die Antwort von Monika kommt. Sie schreibt, dass sie so gegen fünfzehn Uhr zu den beiden kommen würde, wenn sie bei Frau Kruse fertig sei.
„Ich würde echt gerne wissen was meine Schwester da macht, bei Frau Kruse meine ich“, sagt Natascha.

Miriam zuckt mit den Schultern, „Ich weiß nur, dass es mit Kosmetik zu tun hat.“
„Ist doch komisch“, wundert sich Natascha, „was hat ein Schuhladen mit Kosmetik tu tun.“
Wieder zuckt Miriam mit den Schultern, „Frage am besten Nicki, ich glaube aber nicht, dass sie dir etwas sagt.“
Natascha nickt, sie macht sich eine Gedankennotiz und schaut zur Uhr, noch fünf Stunden, bis Monika kommt. Was sollen sie so lange machen?
„Nun wir könnten uns dort die Zeit vertreiben“, sagt Miriam und zeigt auf das Bett, als sie von ihrer Freundin gefragt wird. Doch Natascha steht der Sinn nicht nach Sex. Sie ist mit sich immer noch nicht im reinen, ob sie wirklich dieses Mädchenhafte Kleid anziehen soll. Sie will sich deshalb gerade an Miriam wenden, als es an die Tür klopft. Es ist Nicki, die erkundigen möchte, wann denn mit dem Besuch zu rechnen ist, weil sie am Nachmittag noch mit Bernhard weg will. Natascha sagt ihr, das es wohl drei Uhr werden wird bis Monika kommt. Nicki neigt den Kopf von einer Seite zur anderen. Meint, dass sie dann nicht da sein wird und sie auch nicht wisse, wann sie und Bernhard wiederkommen. Sie sieht, dass Natascha enttäuscht ist und tröstet diese damit, dass Monika ja wegen ihr kommt und nicht, um die Familie zu besuchen und wer weiß, vielleicht bleibt Monika etwas länger, so dass sie auch den Rest der Bande kennenlernt.

Natascha seufzt und Nicki fragt was los ist.
„Ach, es ist wegen des Kleides. Ob ich es wirklich anziehen soll?“
„Natürlich“, meint Nicki, „du siehst darin bezaubernd aus und du wolltest Monika doch damit überraschen.“
„Ja schon, aber …“
„Kein aber“, sagt Nicki, „zieh es an, du willst doch, dass Monika große Augen macht.“
Natascha lässt sich breitschlagen und gibt sogar das Versprechen, dass sie sich kurz nach Zwölf umzieht, damit Nicki sie noch bewundern kann bevor sie weggeht. Kurz darauf sind die beiden wieder alleine und Natascha ist sich immer noch nicht klar, ob sie das Kleid nun anziehen soll oder nicht. Miriam kommt auf die Idee den Klopfer zu fragen. Natascha steht dem zwar etwas skeptisch gegenüber, stimmt aber letztlich zu. Miriam überlegt kurz, holt den Klopfer aus seiner Schatulle, legt diesen auf den Boden und kniet sich davor. Sie bedeutet Natascha es ihr gleich zu tun. Sie sitzen sich gegenüber auf den Knien und jede berührt den Klopfer mit beiden Händen.

„Schließe deine Augen und konzentriere dich nur auf ihn“, kommt der Befehl von Miriam. Natascha macht es und horcht in sich hinein. Doch so sehr sich sich auch anstrengt, der Klopfer meldet sich nicht. Nach einer Weile gibt sie auf und setzt sich aufrecht hin.
„Das bringt doch nichts“, sagt sie.
„Er hat doch schon mit dir gesprochen.“
„Ja schon, aber immer nur wenn wir …“ Natascha spricht nicht weiter, Miriam weiß was sie meint.
„Dann machen wir es eben so“, sagt Miriam, „Zeit haben wir noch genug. Los zieh dich aus.“
Wenig später kniet Natascha nackt auf dem Bett und lässt sich von Miriam fesseln. Zuletzt werden ihr die Augen verbunden und Miriam beginnt mit dem Klopfer über Nataschas Haut zu streichen. Erregung macht sich breit. Natascha beginnt leise zu stöhnen.

Sie zuckt zusammen, als Miriam ihr mit dem Klopfer auf den Po schlägt, zwar nur leicht, aber dennoch spürbar. Wieder zuckt Natascha zusammen, wieder ein Schlag mit dem Klopfer, zusätzlich wird gewichst. Die Gefühle potenzieren sich. Mal streicht der Klopfer über ihre Haut, mal wird sie geschlagen und ständig wird sie leicht gewichst. Natascha gerät in Ekstase, wirft den Kopf zurück und zerrt an den Fesseln. Der Klopfer kommt über sie. Natascha hört ihn nicht, doch vor ihrem geistigen Auge taucht ein Bild. Sie selber ist dort zu sehen und sie trägt das Kleid. Sie sieht sich lächeln und spürt das es das ist, was der Klopfer von ihr erwartet. Das sie sich hübsch anzieht und sie sich in den Kleidern wohlfühlt.
„Ich mache es, ich mache es“, sagt Natascha laut, wiederholt immer diese drei Wörter.
„Was machst du?“, fragt Miriam, hört dabei auf ihrer Freundin mit dem Klopfer zu bearbeiten und zu wichsen.

„Ich ziehe das Kleid an“, antwortet Natascha.
„Hat er es dir gesagt? Hat er mit dir gesprochen?”
„Nein, er hat es mir gezeigt. Mir gezeigt wie er mich sehen will”
„Soll ich dich losmachen oder lieber noch weitermachen?“fragt Miriam.
„Mach mich bitte los, ich will mich umziehen. Später können wir das hier zu Ende bringen.“
„Wie du willst“, sagt Miriam lächelnd, tätschelt dabei den Klopfer, „er wird es uns nachher richtig besorgen.“

Natascha, die inzwischen befreit wurde, massiert ihren Hintern. Da wird wieder einiges auf sie zukommen. Sie schaut den Klopfer an, wie kann so ein kleines Teil soviel Macht haben. Am liebsten würde sie sich wieder aufs Bett knien und sich dem Klopfer hingeben. Wie können Schmerzen nur soviel Lust erzeugen? Natascha unterdrückt ihr Verlangen. Der Klopfer erwartet nun etwas anderes von ihr und sie will ihn nicht enttäuschen. Die nächste Stunde ist Natascha damit beschäftigt sich frischzumachen und sich anzuziehen. Letzteres macht sie mit viel bedacht, ganz anders als beim ersten Mal. Fertig angezogen stellt sich mit dem Rücken zu Miriam und bittet diese den Reißverschluss zu schließen.

Als das geschehen ist kümmert sie sich mit Miriams Hilfe um ihre Haare und streift zuletzt den Haarreif über. Miriam zupft noch etwas an Nataschas Frisur und rät ihr ein ganz schwaches Make Up aufzulegen. Sie macht es und erwartet zum Schluss Miriams Urteil. Die ist voll des Lobes. Sie hatte Natascha gestern schon in diesem Kleid gesehen, doch heute sieht ihre Freundin noch süßer darin aus, wirklich wie ein junges Mädchen. Schnell holt Miriam ihr Handy, macht einige Fotos und ein kurzes Video. Das Ereignis muss festgehalten werden. Danach geht Natascha runter zu Nicki, die in der Küche am wirbeln ist. Wie gestern auch, ist sie begeistert von Natascha, fragt aber, warum diese sich so früh umgezogen hat. Natascha meint nur lapidar, dass sie sich so daran gewöhnen kann, bis Monika kommt und sie sich dann natürlicher gibt. Nicki lässt das gelten, ist nur traurig, dass sie nicht dabei sein kann, wenn Monika von der Arbeit zu ihnen kommt. Das erinnert Natascha an die Frage, die sie stellen wollte, die Frage über die Tätigkeit, der Monika im Schuhladen nachgeht.

Doch Nicki hält sich wider bedeckt, sagt nur, dass es mit Kosmetik zu tun habe. Das weiß Natascha auch, sie fragt sich aber, warum da so ein Geheimnis draus gemacht wird. Nicki überlegt kurz und sagt, dass es für das was dort gemacht wird kein Patent gibt und je weniger darüber etwas wissen, um so besser sei es, schließlich geht es um Geld, da ist man immer vorsichtig. Natascha gibt sich mit der Antwort zufrieden. Sie tippelt ins Wohnzimmer, wo sie sich Bernhard vorstellt. Auch ihm gefällt das was er sieht, er sagt sogar, dass er es gerne gesehen hätte, wenn Miriam sich früher so hübsch gemacht hätte. Auch Miriams Mutter und ihr Lover finden das Outfit von Natascha toll. Beschwingt geht Natascha wieder nach oben, sie fühlt sich aufgekratzt. Im Schlafzimmer stellt sie sich vor den Spiegel und findet sich nun gar nicht kitschig, sondern sieht das sie wirklich süß aussieht. Sie lässt sich von Miriam den Klopfer geben und stellt sich mit ihm wieder vor den Spiegel, sie möchte, dass er das sieht, was sie sieht. Natascha horcht kurz in sich hinein, hofft auf eine Reaktion des Klopfers, doch die bleibt aus, sie spürt aber, dass er zufrieden ist.

Nun heißt es warten, nicht auf Gogot, sondern auf Monika. Natascha mag sich gar nicht hinsetzen, hat angst, dass das Kleid knittert. Also macht sie es so, wie unzählige Mädchen vor ihr auch schon machten, sie rafft hinten das Kleid und setzt sich auf die Hosen, beziehungsweise auf die Strumpfhosen. Lange bleibt sie aber nicht sitzen, Das Kleid macht etwas mit ihr, es macht sie hippelig. Sie geht mal hier hin und mal da hin., häufig stellt sie sich vor den Spiegel oder geht ins Bad und fummelt am dem Haarreif herum. Je näher die Zeiger der Uhr auf drei Uhr vorrücken, um so nervöser wird sie. Vor einiger Zeit haben sich Nicki und die anderen verabschiedet. Miriam und Natascha sind alleine im Haus. Natascha tigert wieder durch die Wohnung, leider kann man nicht auf die Straße sehen, kann nicht sehen ob Monika schon kommt.

Da, es klingelt. Natascha rutscht das Herz in die Hose, nun ist es soweit. So mutig und aufgekratzt sie vorhin auch war, jetzt fürchtet sie sich vor der Begegnung mit ihrer Schwester.
Miriam öffnet die Wohnungstür und drückt auf den Türsummer. Man hört wie unten die Haustür aufgestoßen wird und ein zögerndes „Hallo“ von Monika ist zu hören. Miriam macht sich bemerkbar, bedeutet der Besucherin nach oben zu kommen. Natascha hört die Schritte auf der Treppe, würde am liebsten weglaufen. Doch wohin? Sie kann schlecht aus dem Fenster springen, obwohl ihr der Gedanke durch den Kopf geht. Nun ist es sowieso zu spät. Monika wird von Miriam ins Wohnzimmer gelotst und steht Natascha gegenüber.

Letztere ist gar nicht mehr die taffe junge Frau, sondern ähnelt mehr einen verlegenen Mädchen. Sie steht im Raum, hat den Blick gesenkt und dreht sich in den Hüften. Ihre Finger greifen dabei den Stoff ihres Kleides, weil ihre Hände sonst vor Nervosität flattern würden. Niemand sagt ein Wort, es hat Monika glatt die Sprache verschlagen. Natascha ist viel zu verlegen, um etwas zu sagen und Miriam beobachtet stumm die Szene.
Es vergehen gefühlt fünf Minuten, obwohl es deutlich weniger sind, bis Monika versucht ihr erstaunen in Worte zu fassen. Viel ist jedoch nicht zuhören, bis auf „Boh eh“, „Wahnsinn“ und „Echt eh“, kommt nichts von ihr. Es dauert noch ein paar Augenblicke, bis sie das was sie sieht richtig verarbeitet hat und zusammenhängende Sätze bilden kann. Sie sagt, dass Natascha einfach umwerfend aussieht und sie nicht mit so etwas gerechnet habe.

Natascha, die nun etwas weniger nervös ist, lächelt ihre Schwester an. Für Monika ist es fast so, als ginge die Sonne auf. War Lars lächeln schon reizvoll, wird es von Natascha noch um mehrere Potenzen übertroffen. Monika kann nicht anders, sie geht auf ihre Schwester zu und nimmt diese bei den Händen, betrachtet sie aus der Nähe. Natascha löst eine Hand und hebt die andere über ihren Kopf, dreht eine Pirouette. lässt dann Monikas Hand los und geht ein paar Schritte, kehrt zurück und dreht sich erneut vor Monika.

Sie blickt ihre Schwester voll an und fragt: „Und, wie findest du mich?“
Monika fehlen die Worte, „Einfach nur klasse“, ist alles was sie antworten kann.
Nataschas Nervosität verfliegt, sie lächelt verschmitzt und tänzelt vor Monika durch das Zimmer.
„Trägst du immer solche Kleider?“, fragt Monika.
Natascha schüttelt den Kopf, „Nein, das ist Nickis Werk.“
Monika schaut zu Miriam, „Ist Nicki denn auch da?“
„Nein, die sind unterwegs, kommen später wieder.“
„Das ist aber schade“, Monika ist enttäuscht.
„Du gehst doch nicht gleich wieder, wenn du willst kannst du mit uns allen zu Abend essen“, meint Natascha. Sie schaut an sich runter, „Ich glaube, ich ziehe mich jetzt um.“
„Bitte nicht“, Monika hält sie zurück, „du siehst so süß aus.“
Miriam lacht und Monika schaut sie fragend an.

„Natascha wollte das Kleid erst gar nicht anziehen. Sie fand es zu kitschig.“
„Warum das denn?“, wundert sich Monika. „Ich würde sonst was darum geben so ein Kleid anziehen zu können und damit auch noch so hübsch auszusehen.“
„Okay“, sagt Natascha gönnerhaft, „ich lasse es noch an.“
„Gut, das wäre geklärt“, sagt nun Miriam, schaut Monika an und fragt: „Willst du etwas Trinken? Tee, Kaffee oder was Kaltes?“
„Ein Kaffee wäre nicht schlecht“, meint Monika.
„Machst du den Kaffee?“, fragt Miriam an Natascha gewandt. „Ich decke schon mal den Tisch.“
„Kann das nicht Natascha machen?“, Monika zögert etwas bei dem Namen, erklärend setzt sie noch hinzu. „Den Tisch decken, meine ich.“
Miriam schaut sie fragend an.

„Ich könnte sie dabei beobachten“, Monika lächelt bei ihren Worten.
Natascha spielt mit. Miriam verschwindet in der Küche und Natascha huscht hin und her, holt Besteck und Tassen, besorgt ein paar Kekse und lässt sich zuletzt Monika gegenüber auf die Couch nieder. Ihr Kleid raschelt dabei leise und sie streicht es über den Knien glatt. Miriam kommt mit der Kaffeekanne, sie setzt sich neben Natascha und nimmt deren Hand.
Monika schaut die beiden an. Zwei junge Frauen sitzen ihr gegenüber, die eine in einem etwas atypischen Kleid, aber nichtsdestotrotz zwei Frauen, nur das eine davon ihr Bruder ist. Sie lacht leise auf und meint: „Wenn Papa dich so sehen könnte.“
„Lieber nicht, ich glaube nicht, dass er damit umgehen könnte“, erwidert Natascha.
Monika horcht auf die Stimme von Natascha, es ist unverkennbar Lars Stimme und dennoch klingt sie anders, die Satzmelodie ist anders. Monika schüttelt unwillkürlich den Kopf, was ihr fragende Blicke einbringt. Sie zuckt mit den Schultern. „Es kommt so viel auf einmal“, sagt sie, „ich muss das erst mal verarbeiten.“ Sie deutet auf die beiden. „Wenn man euch so sieht, dann könntet ihr zwei, könntet ihr, äh.“ sie bringt das was sie sagen wollte nicht raus. Miriam hilft ihr. „Wie zwei lesben?“

Monika lächelt unsicher. „Genau.“ Sie blickt Miriam an und fragt: „Könntest du denn mit einer Frau zusammen sein?“
Miriam zieht die Nase kraus und schüttelt den Kopf. „Mit einer richtigen Frau nicht, aber bei Natascha ist das anders.“
Natascha zieht eine Schnute. „Ich bin also keine richtige Frau, na vielen Dank auch.“
Miriam beugt sich zu ihrer Freundin hin und gibt ihr einen Kuss. „Du weißt doch wie ich das meine.“
Natascha lächelt „Ja ich weiß.“ Sie lehnt sich an Miriam an und schaut ihr in die Augen, sagt leise: „Ich bin eine ganz besondere Frau.“
Die beiden sehen sich an, scheinen Monika für den Augenblick vergessen zu haben. Erotik liegt in der Luft. Monika räuspert sich: „Soll ich euch alleine lassen?“
Natascha wendet sich Monika zu, schaut sie mit verklärten Augen an und haucht: „Vielleicht möchtest du uns ja gerne zusehen.“

Im nächsten Augenblick lacht Natascha hell auf. „Jetzt müsstest du dein Gesicht sehen.“ Sie fährt dann fort: „Nein, wir wollen nicht alleine sein, dafür ist später noch Zeit genug.” Natascha lächelt Miriam an, der eine leichte Röte ins Gesicht steigt.
„Bei euch wird es bestimmt nie Langweilig“, seufzt Monika. Sie schaut wehmütig zu den beiden hin, wie gerne hätte sie auch jemanden, mit dem sie alles teilen könnte. Ihr Leben hat zwar durch die Arbeit bei Frau Kruse mehr Pep bekommen, aber ihr keinen Partner beschieden. Sie überlegt kurz und berichtigt sich selber, oder eine Partnerin. Wegen der Arbeit muss sie jungfräulich bleiben, da würde eine Partnerin mehr Sinn machen oder, sie lächelt kurz, ein schwuler Mann.
„Wann kommen die anderen denn wieder?“, fragt Monika.

Miriam zuckt mit den Schultern. „Es wurde keine Zeit gesagt.“
„Warum fragst du denn?“, forscht Natascha. „Reichen wir dir nicht?“
„Quatsch“, meint Monika, „ich bin doch extra wegen euch hier.“ Sie macht eine vage Geste mit der Hand. „Es wäre schön wenn ich Nicki auch treffen würde. ich mag ihn.“
Miriam lacht. „Nicki ist vergeben.“
„Das weiß ich doch“, meint Monika. „Ich mag mich gerne mit ihm unterhalten. Ich habe ihn ein oder zweimal bei Frau Kruse getroffen.“

Natascha runzelt die Stirn. „Davon wissen wir nichts. Davon hat er nichts erzählt.“
„Ach, ist auch egal“, Monika winkt ab. Sie will doch nicht von Nicki. Er ist einfach nur nett und jetzt von sie von Lars erfahren hat, dass Nicki auch gerne mal Frau ist. Monika überlegt, war es nun Lars der ihr das erzählt hat oder Natascha? Hat sie nun einen Bruder oder eine Schwester?
Sie schaut zu Natascha und teilt ihr ihre Gedanken mit. Es löst bei allen eine längere Diskussion aus, die jedoch zu keinem Ergebnis kommt. Lars oder Natascha wollen sich nicht festlegen. Es ist gut, so wie es ist. Natascha sagt diese Worte und sie meint, diese schon mal gesagt zu haben, kann sich aber nicht daran erinnern.

Das bringt eine neue Diskussion über Deja veus in Gang. Monika kann sich nicht erinnern jemals so viel mit ihrem Bruder geredet zu heben. Sie schüttelt bei dem Gedanken unmerklich denk Kopf. Nicht ihrt Bruder ist hier, sondern Natascha. Sie, also Monika, ist extra hier her gekommen um diese Natascha zu treffen. Wieder steht die Frage im Raum, hat sie nun einen Bruder oder eine Schwester? Miriam versucht eine Lösung zu finden, sie schlägt vor, dass Monika, wenn Lars Männerkleidung trägt, ihn als ihren Bruder zu sehen, in den anderen Fällen ist es eben Natascha die bei Monika ist. Miriam meint, dass das nur außer Haus und fern der Familie geschehen kann. Natascha grienst bei diesen Worten, weißt noch mal darauf hin, das ihr Vater der Schlag träfe, wenn er seine Sohn so sehen würde. Natascha erzählt bei der Gelegenheit von dem einen Samstag, an dem das Auto repariert wurde und Natascha oder viel mehr Lars geholfen hat. Sie erzählt von der Begegnung mit der jungen Frau, die die Lager einpresste und das ihr Vater sich dieser Frau recht reserviert verhalten hat, weil diese, wie er auf der Heimfahrt erzählte lesbisch sei und bald ihre Freundin heiraten würde.

Natascha nimmt ihren Vater jedoch auch in Schutz, als Miriam und Monika sich abwertend über ihn unterhalten. Dieser Mann kann nun mal nicht aus seiner Haut. Miriam entschuldigt sich bei ihrer Freundin, gibt ihr danach einen langen Kuss. Monika, die den beiden zusieht, wird ganz anders dabei. Sie muss an die Küsse denken die sie mit den Frauen bei ihrer Arbeit getauscht hatte. Es ist schon ein Kreuz mit ihrem alten Herrn, er würde es nie verstehen. Sie seufzt leise. Miriam und Natascha schauen sie an, nachdem der Kuss endete, doch Monika winkt ab. Sie schaut sich stattdessen um und fragt, wo die Toilette ist.

Miriam zeigt ihr den Weg. Im Bad schaut sich Monika neugierig um, doch es ist nur ein Badezimmer. Das einzige was ihre Aufmerksamkeit erregt sind die Schminkutensilien und sie fragt sich welche davon wohl Miriam und welche Natascha gehören. Als sie aus dem Bad zurückkommt ist Miriam alleine im Wohnzimmer. Auf ihren fragenden Blick meint diese, dass Natascha sich umzöge, weil sie sich in normaler Kleidung wohler fühlt. Monika findet es schade, Natascha sah in dem Kleid wirklich süß aus. Sie setzt sich hin und wartet auf die Dinge die da kommen, unterhält sich derweil mit Miriam über wichtiges und weniger Wichtiges Zeug. Das macht sie jedoch nur so lange, bis Natascha wiederkommt. Monika staunt. In dem Kleid sah Natascha süß aus, doch nun sieht sie wie eine junge Frau aus.

Der kurze Rock und die enge Bluse betonen die schlanke Gestalt von Natascha, was in Monika wieder kurzzeitig Neid aufkommen lässt. Sogar ihr Bruder ist als Frau hübscher als sie selber. Monika lässt diese Gefühle aber nicht lange zu. Der Anblick von Natascha fesselt sie zu sehr. Sie muss an das Gespräch denken, welches sie vor knapp zwei Wochen mit ihrem Bruder führte. Dieser meinte damals, dass er sich als Frau besser wahrgenommen fühlte, denn als Mann. Monika versteht nun was er meinte. Natascha ist eine selbstbewusste junge Frau, ihre Haltung und ihre ganze Art zeigt, dass sie das auch weiß. Nichts erinnert nun noch an das Mädchen im weißen Kleid, obwohl sich an ihrer Person nichts geändert hat. Natascha hat ihre Haare etwas anders frisiert und der Haarreif fehlt, ansonsten trägt sie nur andere Kleidung. Ihr Auftreten ist ebenfalls anders, war sie eben noch in der Mädchenrolle, wirkt sie nun älter und reifer. Es ist wirklich erstaunlich wie wandlungsfähig sie ist. Monika wird klar, dass sie ihren Bruder nie wieder ansehen kann, ohne das ihr dieses Bild vor Augen kommt. Erneut ist sie im Zwiespalt, hat sie einen Bruder oder eine Schwester und was noch wichtiger ist, wie sieht sie Natascha selber? Als Frau oder als Mann? Wieder entspinnt sich eine längere Diskussion, die zu keinem Ergebnis führt.

Die drei werden unterbrochen, als unten eine Tür ins Schloss fällt. Miriam schaut nach. Es sind Nicki und Bernhard, die gerade wiedergekommen sind. Miriam macht sich bemerkbar und informiert Nicki, dass Monika noch da sei und sie gerne alle zusammen zu Abend essen wollen. Nicki macht das „Okay“ Zeichen mit dem Daumen und sagt, dass sie bescheid gibt, wenn alles so weit fertig ist. Etwas später trudeln auch Miriams Mutter und deren Freund ein. Monika will von Miriam wissen, ob die beiden auch mit am Tisch sitzen würden. Als Miriam dies bejaht, kommt es Monika seltsam vor. Sie überlegt, ob es da nicht zu peinlichen Momenten kommen könne. Natascha und Miriam zerstreuen ihre Bedenken, sie braucht keine Angst zu haben. Diese Familie ist etwas besonderes und nicht mit normalen Maßstäben zu messen. Dass das stimmt, merkt Monika sehr schnell als sie mit den anderen zusammen in Nickis Wohnung am Tisch sitzt. Das Abendessen läuft so ganz anderes ab, als sie es von zu Hause gewohnt ist. Dort ist es eine eher ernste Angelegenheit, hier jedoch, geht es sehr lebhaft zu. Zuerst ist sie etwas gehemmt, fühlt sich jedoch nach wenigen Minuten wie zu Hause.

Nein, nicht wie zu Hause. Es ist besser als zu Hause, sie fühlt sich hier wohl. Was sie am meisten beeindruckt, ist das Miteinander und die Normalität, die ihr ihr vorgelebt wird. Miriams Eltern, die immer noch verheiratet sind, sitzen einträchtig mit ihren jeweiligen Partner am Tisch und gehen freundschaftlich miteinander um. Ihr Blick fällt kurz auf Natascha, auch etwas was bemerkenswert ist. Es wird bestimmt nicht viele Familien geben, bei denen der Freund der Tochter als junge Frau gekleidet, mit am Tisch sitzt. Monika muss an die Berichte über die Genderproblematik in den Medien denken. So wie in dieser Familie sollte es überall sein. Hier gibt es keine Vorurteile und jeder kann sich hier so geben, wie es ihm gefällt. Monika lächelt bei diesen Gedanken und verbessert sich, jede kann sich hier so geben wie es ihr gefällt. Sie lächelt erneut, als sie sieht wie liebevoll Nicki seinen Partner ansieht und ihn zärtlich berührt. Monika denkt wieder an ihre Eltern, sie kann sich vorstellen, dass ihre Mutter dieses Verhalten von Nicki und Bernhard tolerieren würde.

Ihr Vater hingegen – nun der wäre spätestens jetzt brüskiert aufgestanden und hätte die Wohnung verlassen. Sie seufzt unmerklich. Es ist schade, dass ihr Vater so intolerant ist. Am liebsten hätte sie solche Eltern wie Miriam. Im nächsten Moment schämt sich Monika für ihre Gedanken. Ihr Vater und ihre Mutter haben sie liebevoll erzogen, für ihre Einstellung können sie nichts. Es kann sein, dass Lars … das Natascha darüber anders denkt, weil ihre Kindheit anders verlief. Aber dennoch waren ihre Eltern immer für ihre Kinder da.

Gegen acht Uhr wird die Tafel aufgehoben. Da alle mit anpacken ist der Tisch schnell abgeräumt und das Esszimmer, in dem alle saßen, schnell aufgeräumt. Monika geht noch kurz mit Miriam und Natascha hoch in deren Wohnung, merkt dort aber schnell, dass sie stört. Es wird ihr zwar nicht offen gesagt oder gezeigt. Sie spürt aber, dass Miriam und Natascha jetzt gerne alleine wären. Kurz vor neun sagt sie den beiden Lebewohl und fährt nach Hause. Auf dem Weg dorthin überkommt sie plötzliche eine große Traurigkeit und sie fühlt sich sehr einsam und von allen verlassen. Monika überlegt, woher dieses Gefühl auf einmal kommt. Sie weiß es nicht, sie mutmaßt, dass es vielleicht daher kommt, dass sie gesehen hat, wie glücklich Natascha in ihrer Beziehung zu Miriam ist und sie so etwas nicht kennt.

Monika lächelt, sie hat wirklich an Natascha gedacht, obwohl es ihr Bruder war, den sie heute besucht hat. Das Lächeln hilft ihr die trüben Gedanken loszuwerden. Monika denkt an Morgen, dann ist sie wieder bei Frau Kruse. Aus ihrem lächeln wird ein grinsen. Mann o Mann, wenn die anderen wüssten was sie dort macht. Wenn sie Glück hat, ist morgen Oxana auch da. Monika wird heiß und ihre Unterleibsmuskeln ziehen sich bei diesem Gedanken zusammen. Oxana ist auf der einen Seite immer so voller Leidenschaft und ungehemmt, wenn sie in der Produktion ist und andererseits unglaublich zärtlich, wenn sie beim Produzieren hilft. Monika dreht die Scheibe runter, sie braucht frische Luft, um sich zu beruhigen.

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