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Au-pair 14




Die Liebe des Grafen

von Jacqueline_K

Ich war noch immer nackt. Ich fragte mich, warum das so war. Eigentlich war es nicht notwendig, weil ich keine Probleme mehr hatte, mein Bein zu beugen. Meine Oberweite hätte ich schon viel länger bedecken können. Aber ich fand es nicht richtig, mich jetzt noch vor ihm zu verstecken, wo er doch seit über sieben Wochen lang alles von mir gesehen hatte und ich von ihm.

Ich wusste von ihm mittlerweile, dass seine Eltern während des letzten Krieges nach Australien geflüchtet waren. Als er um die Zwanzig war, ist er nach Coober Pedy gekommen, um hier sein Glück zu machen, und war geblieben. Er war einmal verheiratet gewesen und daraus war ein Sohn entstanden, der aber nie hier gelebt hatte. Er hatte eine Enkelin, die aber auch lange nicht mehr da gewesen war. So fand ich eigentlich, dass er ein einsamer Mensch war, aber das stimmte nicht.

Immer wenn jemand kam, und das war gar nicht mal so selten, da wurde er mit Respekt und Ehre behandelt, wie ein alter Freund. Nein Teilweise so wie der Don aus dem Paten, nur ohne die Sache mit der Mafia. Das ich da auch noch in der Höhle herum lief und sein Bett teilte, wurde mit einem Nicken registriert.
David kam regelmäßig. Der Doc einmal die Woche und von ihm ließ ich mir auch direkt eine neue Spritze geben. Dann hatte ich auch wieder die nächsten drei Monate Ruhe. Am Morgen danach fragte ich Anton dann, ob er das mit dem wunderschön Ernst gemeint hatte.

„Jacqueline, ich bin ein alter Mann. Ein sehr alter, um es genau zu sagen. Ich habe in meinem Leben nichts mehr zu erwarten und jeder Tag und jeder Mensch, dem ich neu begegnen darf, der ist wie ein Geschenk. Wenn ich 50 Jahre jünger wäre, würde ich dich um deine Hand anhalten. Heute wäre es vermessen, mehr als nur zu träumen.“

Ich nahm seine Hand und legte sie unter meiner Hand auf meine Brust.

„Wenn du möchtest, darfst du mehr als nur träumen“, sagte ich und gab ihm einen liebevollen Kuss.
Ich wollte ihn am Schaft fassen, doch da zog er sich weg.

„Ich kann nicht“, sagte er. „Ich glaube, weißt du? Ich hatte noch nie Sex ohne Ehe.“
„Das ist nicht dein Ernst.“
„Doch Jac, mein voller.“
„Und du hast nie bei einer anderen Frau gelegen.“
„Doch schon, aber immer nur gelegen.“
„Nie Hand angelegt?“
„Niemals.“
„Aber küssen durftest du sie schon.“
„Nur sanft.“
„Darf ich dich dann sanft küssen?“

Er sah mich groß an. Dann nickte er.

Ich nahm seinen Kopf mit beiden Händen und küsste ihn. Dann legte ich mir seinen Kopf an meine Brust, wie eine Mutter es bei einem Kind tun würde.

Ein paar Tage später lief ich auf meiner Trainingstour durch die Stollen auch wieder an der Stelle vorbei, wo ich in sein Leben geplumpst war. Ich schaute auf den Schacht, der nach oben führte, und wie ich jetzt wusste, einfach nur ein Luftschacht war, und sah etwas glitzern. Ich kam gerade so mit der Hand dran, um es aus dem Sandstein zu puhlen. Als es in meiner Hand lag, war es ein sanft glänzendes, milchig weißes Ding mit einem faszinierenden Regenbogenmuster, etwa so groß wie ein Taubenei. Ich ging mit dem Stein zu Anton und fragte ihn, was das wäre. Er sah mich plötzlich aufgeregt an.

„Wo hast du ihn gefunden?“
„In dem Schacht, durch den ich reingefallen bin.“
„Auf dem Boden?“
„Nein in der Wand vom Schacht. Der schaute da raus.“
„Zieh dir was an“, sagte er.

Ich sah ihn merkwürdig an.

„Okay?“
Ich zog mir die Sportunterwäsche an und war bei den Socken, als er mit einem Blaumann wiederkam. Dazu hatte er eine Schutzbrille, einen Mundschutz und Ohrhörer. Ich hob die Augenbrauen, aber legte alles an. Dann folgte ich ihm und half den schweren Schlauch eines Presslufthammers durch die Gänge zu ziehen. Am Schacht zeigte ich auf die Stelle, wo ich den Stein gefunden hatte.

„Okay Uru Labi, jetzt wirst du zum Opalschürfer.“
„Ist das der Stein, den ich fand?“
„Ja! So, wie er da liegt: 10.000 Dollar.“

Mir stand der Mund auf.

„Keine Müdigkeit vorschützen, ran ans Gestein.“

Ich hob das Gerät und war erstaunt, dass er so leicht war. Er setzte mir noch schnell eine Schutzbrille auf und ging dann in Deckung. Leicht war das Teil nur beim Ansetzen. Als ich den Auslöser drückte, dachte ich, mir fallen die Arme ab und der Hammer fiel zu Boden. Er lachte mich aus.

„Mädchen, du musst dich mit dem ganzen Körper da reinlegen. Sonst wird das nichts. Noch mal.“

Ich tat, was er sagte. Es war immer noch schrecklich. Ich spürte die Schläge im ganzen Körper. Eine Stunde ließ er mich auf den Fels einprügeln, bevor er mich antippte. Dann drückte er mir einen Steinhammer in die Hand und zeigte auf die Kerbe in der Wand, die ich hinterlassen hatte, darin schimmerte es. Vorsichtig schlug ich auf den Felsen neben den Steinen ein und langsam und vorsichtig löste ich 6 Steine unterschiedlicher Form und Größe heraus. Ich wollte noch weiter hacken, aber er hielt mich auf.

„Das müssen wir feiern“, sagte Anton.
Er zog mich durch die Gänge und nach oben zu einem Auto, das klappriger schon gar nicht mehr sein konnte. Er setzte mich rein und sich daneben. Durch in meinen Augen ein Wunder sprang der Wagen an und wir fuhren zu einem Lokal in Coober Pedy. Ich stellte fest, ich hätte an der Bushaltestelle nur links gehen müssen und hätte nach nur 200 Metern mitten im Ort gestanden, aber so war es jetzt auch gut.
Das Sally war selbstverständlich auch unter der Erde. Der Laden war im Grunde eine Mischung aus Diner, Kneipe und Diskothek. Ich wollte zwar nicht zuerst hineingeschoben werden, aber Anton ließ mir keine Wahl. Ein großes Hallo erschallte.

„Darf euch vorstellen? Das ist Jac. Sie hat heute in meiner Mine die größte Ader gefunden, die ich in den letzten 20 Jahren gesehen habe. Schaut euch diese Ausbeute an.“

Er legte die Steine auf den Tresen und alle um ihn herum nickten voller Anerkennung. Ich wurde rot, als ich all die Aufmerksamkeit auf mir spürte.

„Das ist doch nichts“, versuchte ich mich heraus zu reden.
„Das mein Kind“, sagte ein anderer älterer Herr und nahm einen Stein hoch und sah ihn sich durch eine Juwelierlupe an, „das hier auf dem Tisch hat einen Wert von 28.000 Dollar.“

Mein Mund klappte nach unten. Ich musste mich setzten. Ich hatte noch nie so richtig Geld verdient. Also nicht so wie normale Kinder mit Zeitungsaustragen und Ferienjob. Ich hatte mir immer nur Gefälligkeiten verdient. Aber selbst ich wusste, dass 28.000 Dollar eine riesige Summe für 2 Stunden Arbeit waren.

„Anton? Bist du damit einverstanden?“, fragte der Mann.
Anton schaute noch mal auf die Steine und nahm einen heraus. „25000?“, fragte er.
„Okay“, sagte der Mann und nahm die Steine vom Tisch.
„Ich gebe eine Runde aus“, sagte Anton.

Alle jubelten und bekamen ein Bier, auch ich. Es war etwas Dunkles, Starkes und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich echt nicht trinkfest bin. Nicht bei Bier, ich weiß selber nicht warum. Jedenfalls war es nach der dritten Runde extrem lustig und bald befand ich mich eng umschlungen mit Anton und einem halb geschaukelten Walzer auf der Tanzfläche.

„Würdest du mich heiraten“, fragte er auf einmal und ich musste lachen. Aber er schaute mich ernst an: „Ich meine es Ernst, Jacqueline Tributaris. Möchtest du die Ehefrau Nummer zwei von Graf Anton von Avin werden?“
Ich sah in seine Augen und sah nur ehrliche Zuneigung. Ich konnte nicht Nein sagen. Ich wollte diese Augen nicht brechen. Auch wenn wir das ungleicheste Paar auf dem Planeten waren. Diplomatentochter heiratet Landadel. Altersunterschied 60 Jahre? Aber er hatte mein Leben gerettet. Das zählte doch etwas.

„Ja ich will“, sagte ich ihm und küsste ihn.

Am nächsten Morgen war ich mir nicht mehr sicher, ob ich dieses ja wirklich gesagt hatte. Aber als dann David kam, um mit Anton über die Zeremonie zu sprechen, war alles wieder da und es gab kein Zurück.

„Ich habe doch gesagt, sie ist die Uru Labi“, sagte David. „Anton hier möchte eine traditionelle Hochzeit unseres Landes im Outback. Wobei ich glaube, er will seine Braut dabei nur nackt sehen.“
„Als wenn das einen Unterschied macht“, grinste ich. Seit nun mittlerweile acht Wochen lief ich nackt durch diese Höhle.
„Muss ich etwas beachten?“, fragte ich David.
David sah mich an. Dann nickte er: „Es wird eine Traumzeitehe. Es ist etwas anders als die Ehen, die ein Friedensrichter schließt. Da du die Uru Labi bist, ist es dir als einziger Mensch erlaubt und es ist sogar gewünscht, dass du dich nicht zu sehr bindest. Wenn du es aber doch tust, dann sollte deine Liebe in dieser Zeit auf der ganzen Linie deinem Partner gehören. Die Ehe kann wieder gelöst werden, aber er wird immer ein wesentlicher Teil deiner Seele bleiben. Außerdem wird jeder unseres Volkes ab diesem Moment wissen, dass du die Uru Labi bist. Es gibt immer nur eine in einem Zeitalter.“
Ich muss leider von mir sagen, ich bin nicht spirituell, gar nicht, kein Stück. In Kirchen gehe ich, weil es dazu gehört. Im humanistischen aufgeklärten Haushalt der Tributaris spielt Religion eher eine untergeordnete Rolle. Wenn man meine Oma fragte, dann holte sie auch immer ihren Fisch und Wein Anhänger heraus und erzählte mir dann von der Weisheit Christi. Das hat mich geprägt. Auf der anderen Seite war dies hier eine vollkommen andere Gesellschaft, in der wir Weißen nur Gast waren. Eine Mythologie geprägt von diesem riesigen, staubigen, fast flachen Land. Und in diesem Land hatten mich zwei Menschen mit dem gleichen unverwechselbar einzigartigen Namen betitelt und ihn jetzt mit dieser wichtigen Aufgabe versehen. Wer war ich, dass ich das in Zweifel zog.

„Was ist, wenn ich die Traumzeit selber nicht erkenne“, fragte ich.
„Ich glaube, dass du sie bereits erlebt hast“, sagte daraufhin David. „Sie ist nicht auf dieses Land beschränkt, musst du wissen. Hattest Du je das Gefühl, dass du nicht mehr wusstest, was Traum ist oder Realität?“
Ich nickte.
„Dann warst du bereits in der Traumzeit.“
„Es war immer die Folge von einer gewaltsamen Aktion gegen mich.“
„Das tut mir leid. Wenn du nach der Ehe mit Anton von Avin noch Lust hast, dann können wir beide Male eine Reise in die Traumzeit machen, die du freiwillig antrittst.“
Ich war etwas verwirrt über seine Ausdrucksweise, aber ich nickte.

„Dürfte ich dabei auch jemand anderes mitnehmen?“, fragte ich dann noch.
„Natürlich, mir ist jeder Geist willkommen.“

Zwei Tage später war es soweit. Wir drei waren mit Davids Dodge, funkelnagelneu, Klimaanlage, Multisoundsystem und rotbraune Ledersitze, ins Outback gefahren.

„Er zeigt denen, die es hören wollen, wo sie graben sollen, und verlangt dafür 1%“, erklärte Anton. „Durch ihn sind viele von uns sehr reich geworden und er damit auch. Und die, die ihn nicht bezahlen wollten, die hat das Land gestraft.“

Ich sah ihn verwirrt an.

„Ein schlechtes Gewissen beschäftigt das Hirn zu sehr, da verliert man schon einmal den Blick für die versteckte Gefahr. Shit Happens.“
Jetzt verstand ich es. Wir gingen noch ein ganzes Stück nach draußen, bis wir in einer Senke von Steinen umgeben zum Stehen kamen. Dort sagte uns David, dass wir uns auf den Boden setzen sollten. Die Becken nahe aneinander, sein Glied zwischen uns, nicht in mich, die Beine im Schneidersitz hinterm Po des anderen. Dann sollten wir den Kopf des anderen jeweils mit unseren Händen halten und uns an der Stirn berühren. So sollten wir sitzen bleiben, bis er uns sagen würde, wir könnten uns küssen.
Ich hörte, wie David sich entfernte und dann hörte ich das Singen und Brummen des Didgeridoo. Ich ließ mich komplett in die Situation fallen. Ich spürte, wie ich den Bezug zu der Umgebung verlor. Ich spürte, wie ich mich immer mehr auf Anton und seine Seele einließ. Es war magisch, wirklich, ich kann es wirklich kaum beschreiben. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass sich dort an diesem Ort unserer beider Seelen berühren. Befreit von unseren Körpern, befreit von unserm Status, befreit von der Zeit. In dem Moment verliebte ich mich richtig in Anton und ich wusste, christlich gesprochen, dass nur der Tod unser beider Körper und Geist wieder trennen könnte.

Du darfst ihn küssen, sagte eine Stimme in meinem Kopf und ich habe seinen Kopf genommen und gab ihm nun den ersten richtigen Kuss. Er sah mich lächelnd an.

„Ich habe ein Geschenk für dich“, sagte er und griff neben sich in den Sand. Er hatte dort geschickt einen Anhänger an einem Lederband versteckt. Es war der Opale, den er wieder vom Tresen genommen hatte. Er hatte die Form eines Herzens. Anton hatte ein Loch hindurch gebohrt und ein Lederband hindurch gezogen. Nun legte er es mir um den Hals.

„Ich schenke dir hiermit mein Herz.“

Erst in dem Moment hörte ich das Ende des Spiels des Didgeridoos und ich fragte mich, wer mir gesagt hatte, dass ich ihn schon küssen durfte.

Später langen wir in seinem Bett, eigentlich wie immer und doch anders. Zärtlich berührten sich unsere Lippen. Ich sah schon lange nicht mehr den alten Mann ihm ihn. Da war diese unglaublich zeitlose Seele, die in ihm flatterte und die sich freute wie am ersten Tag und bei der ersten Liebe. Ich drehte mich später für ihn um und reichte mich ihm leicht zugänglich da. Sanft drang er in mich.

„Ich liebe dich“, flüsterte er. „Du bist mein letzter Engel.“
„Sag nicht so was“, sagte ich und genoss seine kräftigen Hände an meiner Brust, die meine Brustwarzen zwirbelte. Sanft, aber zugleich tief fickte er sich mit seinem harten festen Glied in mich. Eine Hand fand meine Kitzler und rieb diesen, massierte ihn, brachte mich zum Keuchen. Und dann kamen wir gemeinsam, ich spürte seine Sahne kräftig in mich schießen.

Er blieb noch in mir. Er hatte seine Hände um mich geschlungen. Sein Kopf ruhte in meinem Rücken. So schliefen wir beide ein.

Im Traum kamen wir dann noch mal zueinander.
„Ich danke dir, Uru Labi“, sagte er. „Dafür dass du meine letzten Stunden mit so viel Freude und Glück erfüllt hast.“
„Und mit jeder Menge Anschreien und Verfluchen“, grinste ich.
„Das liegt in der Natur der Dinge“, sagte er.

Er sah strahlend aus. Ich umarmte ihn und wir hielten uns eine ganze Zeit fest.

„Ich muss jetzt gehen, Uru Labi. Schau mal, sie warten schon.“

Ich sah über seine Schulter und sah wartende Gestalten im Nebel.

„Ich kann dich doch nicht einfach gehen lassen. Was wird aus mir? Lass mich mit dir gehen.“
„Es ist noch nicht deine Zeit, aber es ist meine. Habe keine Angst. Du bist die Uru Labi, aber du bist auch Jacqueline Tributaris. Und du Jac, hast noch eine Aufgabe zu erfüllen. Vielleicht die wichtigste in deinem Leben.“

Er küsste mich noch mal und dann ließ er mich los. Es schien so, als würde er auf gute Freunde zugehen. Als er bei ihnen war, war er richtig jung. Er lachte, drehte sich um und winkte mir zu. „Ich liebe dich“, rief er noch. Und bevor ich es erwidern konnte, löste er sich auf.

Ich schreckte aus dem Schlaf hoch und spürte seine kalten Haut auf meiner. Er hatte mich wirklich verlassen.

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