Neus Geschichten

Down Under 7




(c) Pia1998
Dezember 2019

Kapitel 7

Geh für ein Jahr nach Australien, haben meine Eltern, mein Lehrmeister und der Arbeitgeber meines Nebenjobs mir geraten. Da wirst du die Ereignisse des Überfalls vergessen, haben sie gesagt. Du wirst ein tolles Jahr haben, mit viel Spaß und wenig Arbeit.

Ich saß gerade in der Nähe des Botanischen Gartens von Rockhampton und mir standen die Tränen im Gesicht. Nichts war besser geworden. Kein Stück. Wäre ich doch nur in Deutschland geblieben. Ich könnte inzwischen meinen Führerschein haben und mit Mama oder Papa fahren. Ich könnte einen Freund haben, der mich in den Arm nimmt und mir die Nähe und Zuneigung gibt, die ich gebrauchen würde.

Was hatte ich hier bekommen? Ich habe dem Tod ins Auge geblickt, hatte zwei ungewollte Gangbangs über mich ergehen lassen müssen und war zu guter Letzt an einen Perversen geraten, der mir ein großflächiges Tattoo auf den Rücken gestochen hat und großkotzig immer wieder betonte das es sein Erstlingswerk sei. Selbst wenn ich jetzt einen Spiegel hätte, ich würde nicht hineinsehen. Mein Antlitz hatte er zerstört. Ich würde mich nie wieder mit freiem Rücken in die Öffentlichkeit wagen können.

Dennoch musste ich irgendwie überleben. Ich brauchte etwas zu essen und, was viel wichtiger war, ich brauchte etwas zu trinken.

Das Erste, was ich versuchte, war Betteln, was mir jedoch schnell eine Nacht im Polizeigewahrsam einbrachte. Immerhin hatte ich eine warme Mahlzeit und konnte endlich genug trinken. Dennoch war ich am kommenden Morgen wieder auf der Straße. Dem Sheriff war es zu viel Arbeit meine Identität zu klären.

“Mädchen, ich habe keine Lust, dich heute Abend wieder hier sitzen zu haben. Zieh weiter, egal wohin.”

Als Nächstes versuche ich mich mit kleineren Delikten. Taschendiebstahl. Meine Opfer waren Rentner. Ihnen konnte ich schnell die Tasche entreißen oder ihre Geldbörse aus der Tasche ziehen ohne das es groß auffiel. Die in Deutschland so gehasste Antanzmasche funktionierte hier wie eine Eins. Eben weil die Leute es nicht kannten.

Bereits am ersten Abend hatte ich zwei Brieftaschen in der Hand und einen neuen Rucksack. Ich war um 500 Australische Dollar reicher und ich würde damit eine Weile hinkommen.

Rockhampton sah für mich nach langen Zeit wie eine Endstation aus. Ich wanderte zwischen den Capricorn Höhlen und dem Botanischen Garten hin und her. Immer wieder landete ich dabei an dem Busbahnhof, auf dem auch ein Parkplatz für Trucks war.

Über dem kleinen Café auf der gegenüber liegenden Straßenseite stand es in grünen LED Zeichen. 33,3 Grad Celsius. In dem Café waren viele junge Leute, doch keiner würdigte mich auch nur eines Blickes. Das mag aber auch an meinem abgeranzten Aussehen gelegen haben.

Gut, besonders chic war ich auch nicht mehr zu diesem Zeitpunkt. Meine Bekleidung bestand noch immer nur aus einem Camouflagehemd, das mindestens drei Nummern zu groß war und einer Camouflage Hose, die mehr Löcher als Stoff zu haben schien. Wer jetzt in dieser Auflistung den Bestandteil Unterwäsche vermisst. Ich hatte noch immer keine und das seit nun guten fünf Wochen. Ja, ich war seit fünf Wochen in Rockhampton. Woher ich das wusste? Mein Geburtstag war jetzt sechs Wochen her und ich hatte mir von meinem letzten Geld nochmals eine Bild am Sonntag gekauft.

Wie es unter der Kleidung aussah? Ein Mann würde es als schlimm bezeichnen. Den letzten Rasierer hatte ich vor Wochen in der Hand gehabt. Als ich noch mit Jack die Strecke nach Cairns gefahren war. Dem entsprechend hatte sich auf meinen Beinen und meiner Scham ein teilweise dichter Flaum gebildet.

“Hey, verschwinde hier. Du Stinkst!”
Der Besitzer des Kiosks stand mit einem Besenstiel vor mir. Klar war mein Geruch nicht der schönste. Wie gesagt, fünf Wochen lang ohne Dusche. Irgendwie konnt ich ihn verstehen.
“Ja Sir.”
Mit hängendem Kopf ging ich weiter. Einige Meter. Meine Hoffnung lag immer noch darin einen Trucker zu finden, der mich mit seiner Karte Duschen lassen würde. Dann müsste ich nur noch auf den Bus warten, der mich erst einmal nach Brisbane bringen sollte. Von dort aus wollte ich dann nach Canberra. Zur deutschen Botschaft. Endlich wieder in die Heimat reisen.

Vor mir unterhielten sich zwei Trucker. Nichts wirklich Wichtiges. Kängurus, Krokodile, die teilweise maroden Straßen und das die Regierung das Trampen verbieten wollte. OK, Letzteres konnte ich verstehen. Ich war da ja etwas kompromittiert und das leider negativ. Dennoch versuchte ich mein Glück bei den beiden.

“Hallo”, sagte ich leise und leicht ängstlich. Der Erste von ihnen musterte mich abfällig, so als würde er mich schon in seiner Kabine vernaschen. Der andere rümpfte seine Nase. So ganz toll war mein Geruch nicht, das wusste ich selber.
“Was willst du, flodder?”
“Wer?”
Die beiden lachten und ich stand da wie dumm.
“Darf ich vielleicht auf eine eurer Karten duschen? Ich würde mich auch erkenntlich zeigen.”

Was fühlte ich mich gerade mies. Hatte ich mich da gerade wirklich angeboten? Innerlich begann sich mir der Magen umzudrehen. Aber der Dreck musste runter. Ich fühlte mich nicht mehr wohl.

Die beiden sahen sich an, danach warfen sie einen Blick in die Umgebung. Es war bereits am dämmern und dementsprechend wenig los.
“Mach doch erst mal auf da. Ich will ja nicht die Katze im Sack kaufen.”

Ich musste schlucken und ich drehte hilfesuchend meinen Kopf. Niemand war zu sehen und mir schwante schon wieder Böses. Langsam öffnete ich die ersten Druckknöpfe des Hemdes, doch das ging den beiden nicht schnell genug. Der erste kam auf mich zu und mit einem heftigen Ruck war das Hemd auf. Leider hatte es jetzt damit auch erste heftige Risse abbekommen.

“Schöne Tittchen hat sie ja.”
“Und Geld für etwas Metall in den Nippeln hatte sie auch.”
“Zieh die Hose auch aus.”

Den Gürtel der Hose machte ich schneller auf. Sie war schon löchrig und mit einem weiteren Riss bräuchte ich sie auch gar nicht mehr anziehen.

Nachdem meine Hose auf dem Asphalt lag, drückte mich der erste an seinen Truck und ich hatte kalt seinen Harten zwischen meinen Schamlippen.
“Die Kleine ist ja sogar schon feucht. Sehr fein.”
“Pass auf, dass du dir da keine Krankheit einfängst.”

Der Mann, der hinter mir stand, lachte laut auf und zwängte sich dann in mich hinein.
“Und eng ist sie auch noch.”
Es waren zwei Minuten, die er brauchte, bis er seinen Samen in und auf mir verteilte. Ich empfand nicht einmal mehr Ekel, nicht einmal ein bisschen, als mir die Creme meine inzwischen haarigen Beine herunter lief. Ich nahm es einfach hin. Für die Trucker war ich ein Straßenkind und Abschaum.

“Darf ich jetzt auf deiner Karte duschen?” Fragte ich schüchtern.
“Anziehen darfst du dich. Anziehen und verschwinden.”
“Geh ins Meer, wenn du zu sehr müffelst”, sagte der andere. Die beiden drehten sich wieder lachend von mir weg und ich zog meine einzigen beiden Kleidungsstücke, die ich noch hatte, wieder an. Das Hemd war auf der einen Seite am Ärmel ausgerissen, was nicht sonderlich störte. Allerdings war auf der anderen Seite die Brusttasche abgerissen und offenbarte meinen gepiercten Nippel. Das war die Aktion nicht Wert. Verdammt, das war es nicht Wert.

In die Stadt konnte ich so nicht mehr zurück. Die Cops würden das jetzt als Erregung öffentlicher Aufmerksamkeit werten. Der Bau wäre mir sicher gewesen. Also blieb nur die Flucht nach vorne und somit raffte ich mich auf und begann meine Weiterreise in Richtung Brisbane.

Am Ende der ersten Woche war ich bereits zweimal, fast, beim Klauen erwischt worden. Camper waren jetzt mein Ziel. Das Einzige, das mich interessierte, waren ihre Wasserflaschen. Ich hatte mich inzwischen bis zu dem kleinen Küstenort Bowen durchgeschlagen und war an einem weiten Grünstrand angekommen. Meine Vorräte waren aufgebraucht und ich brauchte dringend Wasser. Das Einzige, was ich hier jedoch nicht fand, waren Camper. Erst gut eine Meile hinter Bowen stand ein Roadhome, also ein gut zehn Meter langer Wohnwagen, der hier fest zu stehen schien. Strom hatte er sich von einem Mast geholt und die Wasserleitung schien alt und von einem ehemaligen Haus zu stammen. Unter dem Vorzelt lagerten mehrere Sechserträger Wasser.

Ich sah mich um. Es war niemand da. Wasser im Überfluss. Geil. Ich griff nach einem der Träger und hörte dann hinter mir ein Ratschen. Erschrocken drehte ich mich um und sah in den Lauf einer Pumpgun.
“Bitte nicht”, stammelte ich los, “ich möchte nur etwas Wasser haben.”
“Weg da, das ist meins.”
“Bitte, ich wäre auch bereit, dafür zu bezahlen.”
“Und wie?”

Seine raue Stimme klang bestimmt, aber unwissend, was ich meinen könnte. Also entschloss ich mich meinen Worten Nachdruck zu verleihen und begann mein Hemd aufzuknöpfen.

“Greg, was soll das?”
Aus dem Wohnwagen kam eine Frau, die vom Alter her meine Mutter hätte sein können. Immer wieder sah sie zwischen diesem Greg und mir hin und her.
“Wenn du das ausziehst, nehme ich die Waffe…… und glaube mir ….. ich drücke ab.”

Ich drückte die drei Knöpfe wieder zusammen und wusste nun nicht mehr, was ich machen sollte.

“Entschuldigen sie bitte. Ich wollte nur etwas Wasser stehlen, um meinen Durst zu löschen.”
“Siehst du Kate, klauen wollte sie.”
“Greg, nimm die Waffe runter.”

Dann kam sie zu mir und pulte mit ihrem Finger in das bereits größer gewordene Loch durch das schon meine komplette Aureole zu sehen war. Mein Nippel richtete sich augenblicklich auf.

“Wie lange bist du schon so unterwegs?”
“Seid Rockhampton, eine Woche.”
“Und gesamt?” Ihre Stimme war nun weicher und es schien, als wenn ich bei ihr einen Mutterinstinkt geweckt hätte.
“Das weiß ich nicht mehr. Ich denke, es sind jetzt zwei Monate. Ich habe hier jedes Zeitgefühl verloren.”
“Möchtest du duschen?”

Jetzt bekam ich Panik. Ich kauerte bereits in einer Ecke und klammerte mich an meine Tasche. Ich wollte sie nicht noch einmal alleine lassen. Zitternd schüttelte ich den Kopf.

“Kate … soll ich sie vom Hof jagen?”
“Greg, geh rein und hol das Nähzeug.”

Etwas später hatte Kate eine Nadel und etwas Nähgarn in ihrer Hand.
“Soll ich dir in die Brust nähen oder ziehst du das Hemd für ein paar Minuten aus?”

Ich entschied mich für ausziehen und so nähte sie einen kunterbunten Flicken auf das Loch im Hemd. Mir hatte Kate in der Zwischenzeit eine Flasche Wasser gegeben und ich trank, immer bedacht meine Brüste zu bedecken, die ganze Flasche leer.

“Kate, ich muss morgen nach Brisbane. Mein Chef will sehen, was ich am Programm erreicht habe.”

Brisbane!!!! Ich würde 400 Kilometer einsparen.
“Darf ich mitfahren?” Fragte ich daher kleinlaut, “Ich setze mich auch auf die Ladefläche.”
“Wo willst du überhaupt hin?” Fragte Kate jetzt nach.
“Ich will nach Canberra, zur deutschen Botschaft. Ich will einfach nur noch nach Hause.”

Kate nickte und drehte dann ihren Kopf in die Richtung von Greg.

“Nicht so, Kate. Entweder sie duscht oder sie läuft zu Fuß weiter.”
“Greg.”
“Nein Kate. Sie stinkt.”

Ich lauschte dem Streit der beiden. Greg hatte ja recht. Kate war ja nett aber ich traute hier in diesem Land niemanden mehr. Wenig später setzte sich Kate neben mich.

“Was hast du zu verlieren, wenn du duschen gehst?”
“Meine Tasche. Eine wurde mir schon genommen.”
“Was ist in der Tasche, oder anders gefragt, was würde ich finden?”
“Ein Messer, eine Zeitung und Essensreste aus einem Markt in Bowen”
“Und das ist dein Leben?”
“Mein Kopfkissen, Brot zum Knabbern und ein Messer, um zu schneiden. Ja, der Inhalt ist mein kleines Leben.”
“Ich verspreche dir darauf aufzupassen.”

Wieder klammerte ich mich an die Tasche, doch Kate legte sanft ihre Hand auf meinen Oberschenkel.
“Ich bin gleich wieder bei dir.”
Mit diesen Worten ging sie in den Wohnwagen und kam wenig später mit Greg wieder nach draußen.
“Der Schlüssel steckt von innen. Alles, was du zum Duschen brauchst, habe ich auf das Waschbecken gelegt. Du kannst jetzt reingehen.”

Wenn ich vermutet hatte, dass der Wohnwagen zum Abschließen war, wurde ich gerade enttäuscht. Allerdings war die kleine Nasszelle abschließbar, was ich auch tat. Kate hatte an fast alles gedacht. Sie hatte mir einen Haarschneider rausgelegt und einen Ladyshaver. Duschgel und Haarwaschmittel und dazu eine neu eingepackte Haarbürste.

Jeder Anflug von Angst war verflogen. Ich wollte nur noch wieder Frau sein. Zuerst rasierte ich die ganzen langen Haare ab. Achseln, Scham und Beine. Dann ging ich unter die Dusche. Das lauwarme Wasser war eine Wohltat für meine Haut und ich spürte den leichten Panzer aus Dreck, der dort gelöst wurde. Die Klingen des Ladyshavers glitten über meine Haut und ich brauchte gut eine halbe Stunde im Bad. Am Ende nahm ich nochmals etwas von dem Duschgel und wusch nochmals ein wenig meine Hose und mein Hemd durch, die ich dann auswrang. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich jetzt ein Problem hatte.

Ich schloss die Tür auf und steckte meinen Kopf hindurch.
“Kate?”
“Ja mein Kind ….. oh, entschuldige.”
“Schon gut”, sagte ich leise, “hast du vielleicht für heute Nacht ein langes Shirt oder einen Schlafanzug für mich. Ich habe meine Sachen auch einmal gewaschen.”
“Bekommst du.”

Einige Minuten danach saß ich in einem Shorty Pyjama mit dem Beiden draußen am Tisch. Greg trank sich ein Glas Budweiser und Kate sah mich an, als würde sie in mir ihre Tochter sehen.
“Wie lange hast du sie nicht mehr gesehen?” Fragte ich dann ins Blaue hinein.
“Fünf Jahre. Wir hatten nördlich von Weipu ein kleines Haus. Gina war auch auf so einem Armee Trip wie du und sie ist irgendwann nicht mehr nach Hause gekommen. Wir beide haben es dort nicht mehr ausgehalten. Diese Ungewissheit ….”

Kate brach in Tränen aus und Greg nahm sie in den Arm.

“Gina hatte deine Statur und sogar deine Schuhgröße. Das war auch der Grund, warum ich zuerst gefragt habe ….”
“Bevor du geschossen hättest?”
Greg nickte. Mir fiel etwas ein, das ich im Rucksack gesehen hatte. In eine Lederschnalle war GB eingeritzt gewesen.
“Das B steht wofür?”
Jetzt sahen sich die beiden an. “Wie bitte?” Sagten beide gleichzeitig.

Ich holte die Zeitung aus der Tasche und der Aufmachen war wieder einmal mein Schicksal. Jemand aus einer Reisegruppe behauptete in der Bild mich gesehen zu haben.

“Ich bin das. Tagelöhner haben meine Gastfamilie getötet und mich einen ganzen Tag lang vergewaltigt. Das war irgendwo nördlich von Weipu.”
“Ich habe davon gelesen”, sagte Greg ruhig.
“Sie haben mich einfach liegen gelassen. Nackt. Einige Hundert Meter weiter war eine kleine Hütte. Hier fand ich die Hose, das Hemd und auch die Schuhe. Ich fand auch eine Tasche mit den initialen GB, die an eine Schnalle geritzt waren.”

Dass ich auch ihren skelettierten Körper gefunden hatte, verschwieg ich. Das wäre zu viel gewesen, denn Kate heulte von da an über eine Stunde lang in Gregs Schulter hinein.

Diesen Abend hatte ich nach alle der Zeit einen überdachten Schlafplatz. Greg nahm mich wie versprochen mit nach Brisbane und am folgenden späten Nachmittag saß ich auf einer Bank unter dem Fenster eines Internet Cafés. Ich kramte in meinem Rucksack, als sich plötzlich ein Schatten vor mir auftat und mich laut auf Deutsch ansprach.

Bald geht es mit einer besonderen Wohngemeinschaft weiter

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