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Mitternacht




Nur ein Gedanke, der mich antreibt. Nur ein Verlangen. Eine Sehnsucht. Ein Drängen.
Ekstase.
Lust.

Die Augen schließen. Mich spüren. Mit den Fingerspitzen zaghaft und sanft meinen Körper ertasten, die Konturen nachempfinden, jede Rundung, jede erreichbare Stelle. Die empfindlicheren Körperpartien aussparen. Aufheben, bis das Verlangen unwiderstehlich wird. Bis…

Ich spüre, wie sich meine Brustwarzen aufrichten, wie sie fest werden, als ich an meiner Seite entlang streichele, aufwärts, die Rundung meiner Brüste nachfahre, weiter aufwärts, am Hals entlang. Den Atem angehalten, der nun seufzend aus mir entweicht.

Noch einmal.

Und noch einmal.

Meine Schenkel öffnen sich unwillkürlich, ich lasse es zu.

Entspannen. Nicht denken. Nur genießen.

Gedanken entspringen meinem Geist, Erinnerungen, teils wie in eine Nebelszenerie getaucht, unwirklich, doch wahr. Fast kann ich spüren, wie sich Körper an mir reiben, wie fremde Hände mich erforschen, es einst taten, doch nun die eigenen sind. Die gelebte Erinnerung, ein Schatten bloß, mag sein… und dennoch so wunderschön.
Ich befeuchte meinen Finger in meinem Mund, sauge daran, und lasse einen warmen Tropfen darauf zurück.
Eine Zunge streift über meinen Bauch, fährt zur Seite und hinauf zu meinen Brüsten, umspielt meine versteiften Nippel sanft, verspielt, zärtlich. Ich schaue an mir herab, sehe, wie mein Finger sich seinen Weg bahnt. Und dass mein Becken zu kreisen beginnt.

Die Augen wieder schließen. Weiter genießen. Mich quälen. Die Lust steigern, immer mehr. Bis der Damm bricht.
Diese kraftvollen Hände, die meine Brüste massieren, mich von hinten packen, an seinen warmen, erregten Körper ziehen, in kreisenden Bewegungen, und er mich dabei mit fordernden Küssen am Hals, am Schlüsselbein, am Genick mehr und mehr zur wehrlosen Hülle macht…

Ich spüre, wie seine Erregung gegen meinen unteren Rücken drückt. Als würde es gerade geschehen.
Seine Hände gleiten an mir herab. Meine Hände. Die gespreizten Schenkel nun weit offen. Wie gut es sich anfühlt. Jede Berührung treibt mir wohlige Schauer über den Rücken. Gänsehaut.

Ich will ihn schmecken. Seine Männlichkeit mit dem Mund verwöhnen, seine Eichel hart werden spüren. In meinem Mund. An ihm saugen. Ihn lutschen. Tropfen spüren. Erneut nehme ich den Finger aus dem Mund und lege ihn zaghaft auf meinen Spalt. Spüre meine eigene Hitze. Genieße es, wie mir die eigene Nässe bereits entgegenkommt. Ein leichtes Massieren nur. Gerade genug, um zu fühlen, wie stark meine Erregung ist. Keuchend, mich aufbäumend. Nur, um wieder in die Laken zurückzusinken. Der Drang, mich zu befriedigen, erreicht seinen Gipfel. Und ich tauche in mich ein.

Seine ersten, sanften Stöße. Wir küssen uns, innig. Seine Zunge ringt mit der meinen, während er tief in mich eindringt. Seine Härte schiebt sich mühelos in meine vor Erregung und Lust kochende Spalte. Ruckartige Stöße. Er. Nimmt. Mich.

Dem Orgasmus nahe ziehe ich mich aus mir zurück. Schmecke mich selbst. Die andere Hand hält meinen Busen noch immer umschlossen. Sanft massierend. Knetend.

Ich lausche in meine Erinnerungen vertieft den Geräuschen, dem Klatschen, dem Schmatzen, dem Stöhnen. Worten. Mal zwischen meine Brüste vergraben in meine Haut gebrummt und gemurmelt, mal hinter mir ausgestoßen, gepresst, voller Wollust und Geilheit zügellos entgegengeschmettert. Komplimente, Ausdrücke der Gier, verbale Entgleisungen, die mich nur noch mehr anheizen. Besitzergreifende Erniedrigungen, die mir meine der Lust hilflos ausgelieferte Situation verdeutlichen.

Sein Schwanz hämmert in mich hinein, dehnt mich auf, füllt mich aus, ich spüre sein heißes Fleisch in mir wühlen, reiben, seine Stöße… meine Stöße… meine mich fickenden Finger.

Ganz sachte… die geschwollene, bebende Perle umrunden… wieder, und wieder, und wieder. Wie eine tastende Zunge. Mich schmecken, nur um mich wieder zu spüren, spüren zu lassen.

Gesichter ziehen an mir vorbei. Die Münder aufgerissen in Ekstase, stöhnend, ich höre Stimmen, Keuchen, Grunzen, Schreien. Durchlebe Orte, Situationen. Schwänze. Das Klatschen der rhythmisch gegen mich stoßenden Hoden. Spüre, wie ich genommen, begehrt, benutzt werde.

Ein Gesicht bleibt vor meinen Augen stehen, und ich weiß: er ist es. Es wird enger und enger in mir, als er mich mehr und mehr ausfüllt, die Erinnerung abrufend, das Gefühl des Ausgefülltseins, den Unglauben, ihn in mir aufgenommen zu haben, ihn in seiner ganzen Pracht spüren zu dürfen.

Meine tastende Hand findet die künstliche Äquivalenz neben mir auf der Bettdecke. Ich führe sie zum Mund, befeuchte das pralle Silikon. Setze an… und stöhne auf, als die Eichel meine Spalte aufdehnt, die dickste Stelle die zuckende Öffnung passiert, und ich mich nur noch räkeln und winden kann, während ich mir den Dildo tiefer einführe. Mich fickend. Der Lust des Gummischwanzes ausgeliefert, von eigener Hand geführt.

Seine Hände umrahmen mein Gesicht, fast schon zärtlich, als er unnachgiebig, kraftvoll in mich stößt. Nur noch Lust, nur noch Keuchen. Stöhnen. Nicht denken. Nie mehr denken. Fühlen. Er fickt mich. Fick mich!

Auf Knien stoße ich mich selbst… nein, er stößt mich. Presst mir seinen Daumen auf den Anus, meinen Hintern fest im Griff, während mich die andere Hand an den Haaren zurückzerrt, die willige Position dankbar eingenommen, die hemmungslose Geilheit genießend… der Dildo rammt sich wieder und wieder in mich, auf Knien übers Bett rutschend, von eigener Hand getrieben. Fick mich!

Ich kann die Dämme brechen fühlen. Nicht viel trennt mich mehr davon, mich in mir zu verlieren, dem Hunger endgültig nachzugeben, es geschehen zu lassen – als hätte ich eine andere Wahl?! Die Gedankenwelt verschwimmt mehr und mehr, nur noch brennender Nebel, nur noch Gefühle, nur noch Lust. Geräusche. Meine eigenen. Ich kann mich selbst hören. Mein Grunzen. Mein Stöhnen. Entfernt die leise Wahrnehmung, wie der Gummischwanz zwischen meinen Schenkeln schmatzt. Und das Gefühl, wie es mir nass die Beine herab läuft. Ein Rauschen in den Ohren. Den Atem angehalten. Mein Körper verkrampft sich, das Beben durchdringt mich – will es aufhalten – hinauszögern – nicht mehr atmen – gleich – gleich – … ein letztes Keuchen… und dann… eine letzte Erinnerung… ein Satz nur… Und die Wellen brechen durch.

Der Schrei der Erfüllung, ungezügelt, erlösend, dringt an meine Ohren, und am Rande des Bewusstseins nehme ich wahr, dass es meine Stimme ist, die kaum verständlich darum bettelt, gefickt zu werden, Namen ruft, winselnd, keuchend, röhrend. Nur noch spüren, wie sich der Schwanz in mich bohrt, hart, schnell, ausfüllend und unnachgiebig.

Die Lache, in der ich liege, zusammengebrochen, um Atem ringend, holt mich ins hier und jetzt zurück. Ich werde das Bett besser neu beziehen. Und muss keuchend lächeln, als der nach wie vor harte Silikonschwanz aus mir heraus ploppt. Spüre, wie das Gefühl der Dehnung nachlässt, schlagartig. Spüre, wie ich noch immer zittere, zucke, bebe. Noch ist Zeit. Zurücklehnen, durchatmen. Die Brüste massieren und meine Rundungen liebkosen. Erfüllt. Glücklich. Einfach nur entspannen. Und genießen. Revue passieren lassen. Ihn noch einmal in die Hand nehmen, auf die empfindliche Spalte pressen. Ihm danken. Mit einem Kuss. Mich dabei selbst schmecken.

Ich gehe in die Küche, zum Fenster, öffne es und schaue hinaus in die Nacht. Kopfsteinpflaster. Blaugraue Silhouetten. Dächer, nasse Schindeln. Die Straße runter: eine Katze, im Schein einer Laterne. Sitzt einfach da, als würde sie auf etwas warten. Eine zweite Katze unweit links davon. Lauernd. Eine beinahe greifbare Spannung. Doch sie löst sich auf, nur Sekunden später, als sich ihre Wege trennen. Wolken vor einem blassen, wenn auch vollen Mond. Die kühle Nachtluft tut unfassbar gut. Es riecht nach Regen. Durchatmen. Den klammen Luftzug genießen. Die Gänsehaut.

Gegenüber brennt noch warmes, gedimmtes Licht. Es scheint schwach durch den halb heruntergelassenen Rollladen. Was dort wohl um diese Zeit noch vor sich geht? Ein Paar wohnt dort. Vielleicht haben sie gerade Spaß zusammen. Der Gedanke gefällt mir.

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